Android: ARM erwartet Smartphones für 20 US-Dollar noch 2014
Während viele Nutzer oft nur auf die High-End-Smartphones mit großen Displays und Mehrkern-SoCs schielen, gibt es dennoch einen nach Stückzahlen weit größeren Markt für günstigere Geräte. Wie Anandtech(öffnet im neuen Fenster) von ARMs Tech Day berichtet, sollen bereits 2014 rund 500 Millionen Geräte weltweit verkauft werden, die weniger als 100 US-Dollar kosten. Bis 2018 soll sich das verdoppeln, dann sieht ARM eine Milliarde jährlich verkaufter Geräte dieser Kategorie voraus.
Den gegenwärtigen Tiefstpreis für ein Smartphone markiert das SC8621 mit Firefox OS, das nur 25 US-Dollar kosten soll. Dafür bietet es aber nur einen einzelnen Cortex-A5-Kern und 128 MByte Arbeitsspeicher. Solche Geräte mit wenig Speicher sieht ARM auch weiterhin für den Einstieg geeignet – aber auch mit Android als Betriebssystem.
Noch 2014 soll es dem Chipentwickler zufolge Android-Smartphones geben, die weniger als 20 US-Dollar kosten. Gemeint ist damit, wie in den USA stets üblich, der Herstellerabgabepreis ohne örtlich verschiedene Steuern und Importzölle. Auf europäische Verhältnisse umgerechnet würde das einen Preis unter 30 Euro bedeuten. Namen von Geräteherstellern nannte ARM dabei nicht.
Diese Billiggeräte sollen laut ARM weiterhin mit einem einzelnen Kern und wenig Speicher ausgestattet sein. Da diese Komponenten, in Verbindung mit einem kleinen Display, wenig Energie benötigen, kann auch der Akku als weitere teure Komponente entsprechend klein ausfallen.
Um vor allem ältere Versionen von Android ohne Multitasking anzutreiben, kann eine solche Ausstattung durchaus ausreichen. Anandtech weist darauf hin, dass ein einzelner Cortex-A5-Kern schneller als ein SoC mit einem Kern in der Architektur ARM11 ist – ein solcher Chip steckte auch im ersten iPhone, das 2007 auf den Markt kam.


