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Android-Alternativen: Wo sind all die ROMs hin?

Lange Zeit waren alternative Android-ROMs ein dauerpräsentes Thema in den Android-Nachrichten. Um viele große Entwicklerteams ist es mittlerweile allerdings ruhig geworden. Golem.de hat sich auf Erklärungssuche begeben und mit Entwicklern großer Developer-Teams gesprochen.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Paranoid Android, Cyanogenmod, AOKP - vor einigen Jahren die Big Player der ROM-Szene
Paranoid Android, Cyanogenmod, AOKP - vor einigen Jahren die Big Player der ROM-Szene (Bild: Montage: Martin Wolf/Golem.de)

"Viele Wege führen nach ROM" - die große Anzahl an Android-ROMs mit Zusatzfunktionen war Golem.de im August 2014 einen großen Übersichtsartikel wert. Zahlreiche Entwickler-Teams produzierten zu diesem Zeitpunkt eine Vielzahl an verschiedenen ROMs. Ein Blick auf die Szene heute ist verglichen mit der Situation von vor zwei Jahren ernüchternd. Viele große ROM-Teams sind nicht mehr aktiv oder haben ihre Aktivitäten deutlich reduziert. Warum?

Inhalt:
  1. Android-Alternativen: Wo sind all die ROMs hin?
  2. Weniger Bloatware, besseres Design

Beliebt waren die Custom ROMs, weil sie verglichen mit den damaligen Hersteller-ROMs und dem puren AOSP-Android viele Vorteile boten. Rein äußerlich waren das praktische Dinge wie konfigurierbare Schnelleinstellungen, Navigationsleisten und andere zusätzlichen Einstellungen. Noch wichtiger dürfte vielen Nutzern der Umstand gewesen sein, dass dank der alternativen Android-Distributionen schneller neue Android-Versionen verfügbar waren. So waren die Anwender nicht auf die stellenweise stark verspäteten Herstelleraktualisierungen angewiesen - die bei manchen Geräten bereits nach kurzer Zeit ganz eingestellt wurden. Daher waren Custom ROMs auch bei älteren Geräten häufig der einzige Weg, an neue Android-Versionen zu kommen.

Selbst Cyanogenmod entwickelt langsamer

Zu den aktivsten und bekanntesten ROM-Teams gehörten Ende 2014 Cyanogenmod, Paranoid Android und AOKP. Zusätzlich gab es unzählige weitere kleinere Entwickler-Teams sowie inoffizielle ROMs, die häufig von Einzelpersonen aus dem Quellcode anderer ROMs kompiliert wurden. Die Szene war lebendig, neuer AOSP-Quellcode von Google wurde schnell verarbeitet und in regelmäßigen Abständen um neue Funktionen erweitert.

Heute ist es selbst um Cyanogenmod, das wohl bekannteste Entwickler-Team, ruhiger geworden. Dort werden zwar noch verlässlich ROMs kompiliert, allerdings kommen neue Versionen nicht mehr so häufig wie früher heraus. Auch die Anzahl der inoffiziellen ROMs ist gesunken. Dafür gibt es zwei Erklärungen: Sie sind ihrem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen und sie haben mit den Xposed Mods Konkurrenz bekommen.

Google und die Hersteller sind einfach nicht mehr so schlecht

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"Ich denke, der Abstieg der ROM-Szene liegt daran, dass die Smartphone-Bedürfnisse der Nutzer anderweitig erfüllt werden", sagt Roman Birg, der vor fünf Jahren AOKP gründete und 2014 zu Cyanogenmod wechselte. "AOSP-Android ist einfach nicht mehr so schlecht wie früher." AOSP-Android hat mittlerweile einige von Custom-ROM-Teams entwickelte Funktionen aufgenommen. Birg erläutert: "Google hat eine Menge der Dinge nativ implementiert, die wir in der Community bereits seit Jahren hatten: die Schnelleinstellungen, das Neustart-Menü, die Konfigurationsmöglichkeiten der Navigationsleiste oder auch die Schaltfläche, um alle zuletzt genutzten Apps zu schließen."

Auch große Smartphone-Hersteller wie Samsung, Sony, LG oder auch HTC haben im Laufe der Zeit Funktionen in ihre Benutzeroberflächen eingebaut, für die vorher ein Custom ROM nötig war. Besonders mit der Einführung von Android 5.0 fand bei ihnen ein Umdenken statt. "Lollipop hatte große Auswirkungen auf die ROM-Szene", sagt Arz Bhatia. "Android begann ab diesem Zeitpunkt, alle denkbaren Notwendigkeiten für normale User zu erfüllen und die Lücke zu schließen, die Custom ROMs zuvor ausfüllten."

Bhatia ist einer der Gründer von Paranoid Android (PA) und entwickelt seit 2012 an dem ROM mit. Paranoid Android galt bis Ende 2015 als eines der innovativsten ROM-Entwickler-Teams. PA entwickelte unter anderem die Pie-Steuerung, ein scheibenförmiges Menü, über das Nutzer Zugriff auf die Navigation und andere Funktionen hatten, und die Hover-Benachrichtigungen.

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Weniger Bloatware, besseres Design 
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maxmoon 23. Dez 2016

Eine Custom ROM für ein bestimmtes Gerät zu erstellen ist unglaublich aufwendig. Da viele...

DWolf 22. Dez 2016

Und selbst das is per USB noch ohne Probleme lösbar. Hatte mein OP2 dummerweise soweit...

Neuro-Chef 21. Dez 2016

Du irrst, sofern sich in den letzten 6 Wochen nichts grundlegendes geändert hat. http...

Zetophren 21. Dez 2016

Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von XPosed, auch wenn es zugegeben einige Vorteile...

bofhl 21. Dez 2016

Das microG-Project ist nicht schlecht - hat aber dennoch einige Probleme. Wobei GmsCore...


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