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Paranoid Android, Cyanogenmod, AOKP - vor einigen Jahren die Big Player der ROM-Szene
Paranoid Android, Cyanogenmod, AOKP - vor einigen Jahren die Big Player der ROM-Szene (Bild: Montage: Martin Wolf/Golem.de)

Weniger Bloatware, besseres Design

Hersteller haben ihre Benutzeroberflächen nicht nur um Funktionen erweitert, sondern auch den Anteil an Bloatware verringert, also an Apps, die von vornherein auf dem Smartphone installiert sind. Dadurch sind die Herstelleroberflächen attraktiver geworden, wie auch in den Tests von Golem.de auffällt. Auch das Design der Hersteller-Benutzerflächen ist Birg und Bhatia zufolge in den letzten Jahren besser geworden. "Die Hersteller wurden von ihren Nutzern und den Testergebnissen unter Druck gesetzt, bessere UIs zu bauen", sagt Birg. "Zu Beginn von Android waren die Benutzeroberflächen ein Markenelement und daher sehr wichtig", sagt Bhatia.

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Bhatia zufolge versuchen viele Hersteller heute - im Unterschied zu früher -, mehr den Designrichtlinien von Google zu folgen. Auch er führt als Beispiel HTC an. Aber auch bei Samsung oder LG ist zu beobachten, dass das Aussehen der Benutzeroberfläche weniger verspielt als früher ist und mehr in die Richtung von Googles Material Design geht. Für den Nutzer resultiert das in einem flacheren, weniger bunten und letztlich besser zu bedienenden UI, was nicht mehr die alleinige Domäne von Custom ROMs ist.

Xposed Mods machen ROMs Konkurrenz

Custom ROMs bekommen aber nicht nur Konkurrenz von Google und den Herstellern, sondern auch durch Xposed Mods. Damit lassen sich Stock ROMs um verschiedene Funktionen erweitern, ohne dass der Nutzer ein Custom ROM installieren muss. Das Smartphone muss lediglich gerootet sein, die Erweiterungen fügen sich in das bisherige ROM ein.

Nutzer, die sich ein Custom ROM hauptsächlich wegen der Modifikationen an der Benutzeroberfläche installieren wollen, werden in vielen Fällen mit Xposed Mods genauso glücklich. Manche Smartphones sind zudem sehr leicht zu rooten, weshalb Xposed Mods eine einfachere Alternative zu Custom ROMs sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Nutzer weiter die Herstelleroberflächen verwenden können, die wie bereits erwähnt mittlerweile mitunter viele Vorteile bieten.

Die Entwicklung von Xposed Mods hat vor zwei Jahren angezogen - zur gleichen Zeit, in der die Entwicklung von Custom ROMs nachgelassen hat. Roman Birg sieht hier einen Zusammenhang: "Die unabhängige ROM-Szene ist definitiv weniger aktiv als früher, viel Arbeit ging in die Entwicklung von Xposed Mods", sagt er.

ROMs sterben trotzdem nicht aus

Ein Abgesang auf Custom ROMs ist dieser Text allerdings nicht. Es wird sie weiter geben - auch wenn der Hype vorbei ist, geht die Entwicklung weiter. Bhatia wechselte Anfang 2015 mit zahlreichen Kollegen von PA zu Oneplus, um dort den Android-Fork OxygenOS zu entwickeln. Mittlerweile ist er bei Oneplus ausgestiegen, arbeitet an einem eigenen Startup und programmiert für PA. Im Juni 2016 hat das Team angekündigt, wieder ROMs zu veröffentlichen - nachdem über ein Jahr lang kaum etwas von PA zu hören war. Viel passiert ist seitdem aber noch nicht.

Auch AOKP will nach einer langen Pause weitermachen: Nachdem es spätestens Ende 2014 praktisch stillstand, haben die verbliebenen Programmierer im Frühjahr 2016 einen Neustart angekündigt, seitdem wird offenbar hinter den Kulissen programmiert. Auf der Download-Seite sind allerdings noch keine neuen Versionen verfügbar.

Ein Blick ins Forum von XDA Developers zeigt nach wie vor eine Fülle an verschiedenen ROMs. Es gibt immer noch viele Entwickler, die häufig in ihrer Freizeit Code schreiben und Funktionen programmieren, um letztlich ein besseres Android zu schaffen. Dass die breite Masse mittlerweile auch von Google und den Herstellern gut versorgt wird, kann auch eine Chance sein. Entwickler können sich in Zukunft stärker auf eine wirklich interessierte Zielgruppe aus Technikinteressierten und Bastlern konzentrieren. Diese dürften bei der Entwicklung ein weitaus besseres Feedback geben, was zu noch zielgerichteter programmierten ROMs führen kann.

 Android-Alternativen: Wo sind all die ROMs hin?

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maxmoon 23. Dez 2016

Eine Custom ROM für ein bestimmtes Gerät zu erstellen ist unglaublich aufwendig. Da viele...

DWolf 22. Dez 2016

Und selbst das is per USB noch ohne Probleme lösbar. Hatte mein OP2 dummerweise soweit...

Neuro-Chef 21. Dez 2016

Du irrst, sofern sich in den letzten 6 Wochen nichts grundlegendes geändert hat. http...

Zetophren 21. Dez 2016

Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von XPosed, auch wenn es zugegeben einige Vorteile...

bofhl 21. Dez 2016

Das microG-Project ist nicht schlecht - hat aber dennoch einige Probleme. Wobei GmsCore...



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