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Android 9 im Test: Intelligente Optimierungen, die funktionieren

Die Veröffentlichung von Googles Android 9 kam überraschend, ebenso schnell war die neue Version namens Pie auf den Pixel-Geräten. Wir haben uns die Aktualisierung auf ein Pixel 2 XL geholt und getestet: Einige der neuen Funktionen gefallen uns, andere laufen noch nicht so gut wie erwartet.

Artikel von veröffentlicht am
Android 9 hat den Namen Pie.
Android 9 hat den Namen Pie. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Google hat überraschend am 6. August 2018 das neue Android 9 alias Pie vorgestellt - gut zwei Wochen vor dem erwarteten Erscheinungstermin. Eigentlich sollte vor dem Release noch eine finale Vorschau erscheinen, denkbar ist, dass Google den Spekulationen einfach ein Ende setzen wollte.

Android 9 soll vor allem dem Nutzer Arbeit abnehmen: Automatisierte, "intelligente" Prozesse im Hintergrund sollen zur rechten Zeit App- und Funktionsvorschläge unterbreiten und den Akku sowie die Helligkeit optimieren. Die Digital-Wellbeing-Einstellungen sollen dem Nutzer zudem dabei helfen, seinen Smartphone-Konsum zu kontrollieren - ein Thema, das nicht nur Google aktuell beschäftigt.

Wir haben uns Android 9 auf einem Pixel 2 XL angeschaut und die neuen Funktionen ausprobiert. Dabei zeigt sich, dass - anders als bei allen anderen Vorgängerversionen - einige der Neuerungen nicht unmittelbar bemerkbar sind und möglicherweise längere Zeit brauchen, bis der Nutzer sie registriert.

Dazu zählen beispielsweise die App Actions: Android 9 will anhand unserer täglichen Nutzung merken, wann wir welche App oder Funktion verwenden. Entsprechend sollen wir Vorschläge unterbreitet bekommen. Als Beispiel nennt Google unter anderem den Weg zur Arbeit: Dafür könnte uns das System direkt in der App-Übersicht die Route mit Google Maps sowie ein aktuelles Hörbuch bei Google Play Books vorschlagen.

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Ein anderes genanntes Beispiel zielt auf das Einstecken oder Verbinden eines Kopfhörers ab: Dann könnte uns das System einen Kontakt zum Anrufen oder unsere Lieblings-Playlist anzeigen. Bei den App Actions erhalten wir nach zwei Tagen Android 9 unterschiedliche Ergebnisse: Ein Kollege hat mit seinem Pixel 2 direkt am Morgen nach dem Update zwei Telefonkontakte vorgeschlagen bekommen - einer betrifft die morgendliche Redaktionskonferenz per Telefonschaltung. Der Autor dieses Textes hingegen ruft die gleiche Konferenz jeden Morgen an, hatte zu diesem Zeitpunkt auf seinem Pixel 2 XL allerdings noch keinen derartigen Hinweis unterbreitet bekommen.

  • Überschreiten wir die eingestellte Nutzungszeit für Facebook, wird das App-Icon ausgegraut. (Screenshot: Golem.de)
  • Klicken wir trotzdem auf das Icon, sagt uns das System, dass die App nicht verfügbar ist. Deaktivieren wir manuell den Timer, können wir sie aber dennoch starten. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersicht der zuletzt genutzten Apps hat Google neu gestaltet. (Screenshot: Golem.de)
  • In den Einstellungen erscheint nach der Installation der Menüpunkt Digital Wellbeing. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Dashboard wird uns angezeigt, wie lange wir unser Smartphone am heutigen Tag benutzt und welche Apps wir verwendet haben. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir können in Digital Wellbeing auch einstellen, dass das Display ab einer bestimmten Uhrzeit ausgegraut wird. (Screenshot: Golem.de)
  • In der App-Übersicht werden uns nach einigen Tagen verschiedene Vorschläge angezeigt, die sogenannten App Actions. (Screenshot: Golem.de)
  • Je nach Nutzer, Tageszeit und Nutzungsverhalten unterscheiden sie sich. (Screenshot: Golem.de)
Die Übersicht der zuletzt genutzten Apps hat Google neu gestaltet. (Screenshot: Golem.de)

Stattdessen hat es fast zwei Tage gedauert, bis überhaupt etwas angezeigt wurde: Kurz vor Feierabend erschienen dann zwei Wegbeschreibungs-Links zu Google Maps. Eine führte nach Hause, die andere zu einem Supermarkt. Am nächsten Morgen erschien dann auch ein Link zur Telefonkonferenz; die App Actions brauchen je nach Nutzerverhalten einfach unterschiedlich lange, um sinnvolle Vorschläge zu unterbreiten. Das Angebot, eine häufig gehörte Spotify-Playlist aufzurufen, kam am dritten Tag der Nutzung - das System passt sich also an und zeigt im Laufe der Zeit tatsächlich brauchbare Vorschläge an.

App-Action-Vorschläge an ungünstiger Position 
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Bouncy 24. Aug 2018 / Themenstart

Ja, aber da wäre Weiterentwicklung schon schön. Das Ding schlägt den Arbeitsweg auch...

Bouncy 24. Aug 2018 / Themenstart

Folglich haben Computer keinerlei Nachteile mehr...

DreiChinesenMit... 14. Aug 2018 / Themenstart

-Jede app in einer autarken Sandbox, mit eigener IP, MacAdd, Kontaktlisten, Bilderordner...

chillennium 14. Aug 2018 / Themenstart

Ja verdammt, ist denn noch IRGENDWAS ehrlich auf der Welt?! :-/

corpid 14. Aug 2018 / Themenstart

Dafür gibts ja auch alternative Launcher. Benutze seit Android 4.0 (imho) den Smart...

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