Abo
  • Services:

App-Shortcuts und Benachrichtigungspunkte ohne Mehrwert

An der Funktionsweise der Benachrichtigungspunkte hat sich mit Android 8.1 Oreo auf den Pixel-Smartphones nichts geändert. Die Darstellung in der Hauptfarbe des Icons sorgt dafür, dass sie nur wenig auffallen, und die Anzahl der verpassten Benachrichtigungen wird nicht angezeigt. Außerdem verschwinden die Punkte, sobald die entsprechende Nachricht aus der Benachrichtigungszentrale gewischt wird. Damit bieten sie insgesamt weiterhin wenig bis gar keinen Mehrwert.

Stellenmarkt
  1. Hochland Natec GmbH, Heimenkirch
  2. Robert Bosch GmbH, Hildesheim

Auch die von uns im Test von Android 8 Oreo bemängelte Einschränkung bei den App-Shortcuts gibt es weiterhin: Liegt zum Beispiel eine Nachricht bei GMail vor, kann über die Schnellstartoptionen des Icons nicht mehr der Mail-Account gewechselt werden. Stattdessen wird nur noch das Konto angezeigt, für den die Mail vorliegt. Somit muss diese zunächst weggewischt werden, wenn man die Funktion wieder nutzen möchte. Dass sich an diesen beiden auch von der Community kritisierten Punkten etwas ändern wird, ist unwahrscheinlich.

Ungenutzt: Die kleinen Features von Android 8

Hinzu kommt, dass es immer noch zahlreiche Anwendungen gibt, die die App-Shortcuts einfach nicht unterstützen. Während beispielsweise auf dem iPhone X mit 3D-Touch über das Instagram-Icon in die Kamera gewechselt oder ein neuer Betrag erstellt werden kann, gibt es unter Android nur Zugriff auf die App-Details. Auch Apps wie Facebook, Netflix, Phillips Hue und zahlreiche andere unterstützen die Funktion nicht.

Now Playing und Lens sind zwei weitere Features, die Google als spannende Software-Neuerungen von Android 8 Oreo auf dem Pixel 2 (XL) vorgestellt hat. Wirklich aktiv genutzt haben wir in den vergangenen Monaten allerdings keine der zwei.

Verbesserungswürdig ist auch das Feature Now Playing, bei dem das Pixel 2 XL automatisch Musik erkennt und auf dem Sperrbildschirm anzeigt. Die Erkennung funktioniert gut, wenn Musik ohnehin über den Google Home oder vom Smartphone selbst abgespielt wird. In Cafés oder Bars hat sie hingegen oft mit der Umgebungslautstärke zu kämpfen, obwohl sie gerade da am nützlichsten wäre. Zudem scheint Google das Konzept nicht ganz zu Ende gedacht zu haben, denn wer am nächsten Morgen nach der Kneipentour das am Vorabend gehörte Lied sucht, ist aufgeschmissen. Eine richtige History der erkannten Songs gibt es auf dem Smartphone nicht. Hier ist man auf Drittanbieter-Apps angewiesen.

Google Lens haben wir in den vergangenen Wochen auch nicht mehr als ausprobiert. Die Erkennung von Objekten funktioniert in den seltensten Fällen, und Infos zu Sehenswürdigkeiten sind in der Regel schneller über einen Blick auf Google Maps einzuholen. Als nützlich erweist sich allerdings das Scannen von Visitenkarten. Werden aber nicht alle Angaben auf der Visitenkarte korrekt erkannt, ist ein Anpassen der Textauswahl wie einst bei der Google-App Goggles nicht möglich.

Autofill und die intelligente Textmarkierung

Deutlich nützlicher finden wir nach längerer Nutzung von Android 8 auf dem Pixel 2 XL die systemweite Autofill-Funktion. Über diese lassen sich Passwörter, Kreditkarteninfos, Namen, Adressen oder Telefonnummern speichern und zum Beispiel beim Einloggen oder Registrieren auf einer Seite automatisch einfügen. Das verkürzt beim Zurücksetzten des Smartphones die Einrichtung deutlich und hilft beim Registrieren für verschiedenste Dienste.

Auch die intelligente Textmarkierung hilft: Schnell springt man so von einer im Messenger empfangenen Adresse zu Google Maps oder öffnet eine nicht automatisch von einer App als Link markierte Internetseite im Chrome Browser.

Android 8 Oreo im Langzeittest: Das Fazit

Nach mehreren Monaten Nutzung von Android 8 Oreo auf dem Pixel 2 XL bleibt viel Enttäuschung zurück. Die neuen Features bieten in der aktuellen Form größtenteils keinen Mehrwert und wirken nicht richtig zu Ende gedacht. Dazu fehlen Funktionen zum Anpassen der Nutzeroberfläche oder für höheren Bedienkomfort. Und das Update auf Android 8.1 brachte eigentlich nur Fehlerbehebungen und minimale Verbesserungen mit sich, womit sich nichts merklich verändert hat. Mittlerweile liefert im Android-Bereich sogar das - einst überladene - Samsung-UI eine bessere Nutzererfahrung ab.

Google muss wie Apple mehr Druck auf die App-Entwickler ausüben, bestimmte Features in ihre Anwendungen zu implementieren. Gleichzeitig muss das Unternehmen das Durcheinander beim Design und der Funktionalität der hauseigenen Apps beheben.

 Android 8.1 im Test: Ein Besuch auf der Oreo-Baustelle
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

Shaddix 12. Apr 2018

Habt ihr da keine Beobachtung durchgeführt? In Android 7 schwankt leider Akkuverbrauch im...

FreiGeistler 10. Apr 2018

Solltest du doch mal Lust auf was anderes haben, NewPipe kann zusätzlich die Videos...

FreiGeistler 10. Apr 2018

Was? Musik erkennen? Zwischenspeicherverwaltung? Visitenkarten erkennen? Im Android 8...

Trp 09. Apr 2018

Oreo hat nochmals ein Problem, zumindest auf diversen Modellen wie in folgendem Thread zu...

highrider 09. Apr 2018

Nein. Das HTC U11 Life ist noch auf 8.0 genauso wie das Xiaomi Mi A1. Die...


Folgen Sie uns
       


Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live

Im Abschlussgespräch zur E3 2018 berichten die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek von ihren Eindrücken der Messe, analysieren die Auswirkungen auf die Branche und beantworten die Fragen der Zuschauer.

Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live Video aufrufen
Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Die Digitalisierung des Weltraums
  2. Raumfahrt Mann überprüft mit Rakete, ob die Erde eine Scheibe ist
  3. Raumfahrt Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /