Doze-Modus für längere Akkulaufzeit
Doze heißt ein neues Verfahren in Android 6.0, mit dem der Strombedarf verringert und die Akkulaufzeit erhöht werden soll. Damit soll ausschließlich die Standby-Zeit verlängert werden. Wird ein Gerät immer intensiv verwendet, wird sich Doze also nur geringfügig bemerkbar machen. Der Ansatz von Doze erinnert etwas an den Stamina-Modus in Sonys Xperia-Smartphones, der vor zweieinhalb Jahren eingeführt wurde und Hintergrunddienste von Apps bei Bedarf deaktiviert. Auch hier ist das Ziel, die Akkulaufzeit zu verlängern.
Im Doze-Modus werden alle Wakelocks von Apps ignoriert, mit denen eine App dem System normalerweise mitteilt, dass das Gerät nicht in den Standby-Modus wechseln darf. Generell wird der Netzwerkzugriff abgeschaltet, wenn die App nicht eine Nachricht mit hoher Priorität von Googles neuem Cloud-Messaging-Dienst erhält. Zudem werden nur noch zwei Alarm-Arten zugelassen, alle anderen werden abgeschaltet. Das Gerät verzichtet auf alle WLAN-Scans und alle Sync-Aufgaben werden angehalten.
Der Doze-Modus aktiviert sich, wenn das Display abgeschaltet ist und das Gerät eine Zeit lang nicht bewegt wurde. Das System geht dann davon aus, dass es nicht aktiv verwendet wird und nur herumliegt. Dabei wird der Doze-Modus in regelmäßigen Abständen verlassen, damit alle Apps und Dienste zwischendurch regulär arbeiten. Sobald das Gerät bewegt oder das Display eingeschaltet wird, beendet sich der Doze-Modus ohne weiteres Zutun.
App-Standby ergänzt Doze
Ergänzend zu Doze führt Google mit Android 6.0 einen neuen App-Standby-Betrieb ein. Hierbei werden Apps in einen speziellen Standby-Modus geschaltet, wenn sie über längere Zeit nicht verwendet werden. Ziel dieser Technik sind Apps, die nur sehr selten verwendet werden. Diese Optimierung entfällt, sobald eine App entweder direkt vom Nutzer aufgerufen wurde, im Vordergrund einen Prozess laufen hat oder eine Benachrichtigung aktiv ist. Damit soll verhindert werden, dass Apps, die sich zwar auf dem Gerät befinden, aber nur selten verwendet werden, unnötig Strom verbrauchen.
In den App-Einstellungen kann der Nutzer bestimmen, ob eine App den Standby-Modus ignoriert und dann regulär weiter ausgeführt wird. Das kann notwendig sein, weil eine App sonst keine neuen Nachrichten mehr empfängt. Abhängig von den verwendeten Apps kann es für den Anwender also recht viel Aufwand kosten, das System so einzurichten, dass doch alle wichtigen Apps ihre Mitteilungen anzeigen, auch wenn das Display aus ist.
Bluetooth wird zur Standortbestimmung verwendet
Auch bei den Standortfunktionen gibt es einige Neuerungen. Google ergänzt das WLAN-Scanning bei der Ortsbestimmung um ein Bluetooth-Scanning. Das WLAN-Scanning hat Google mit Android 4.3 eingeführt, um die Standortbestimmung zu beschleunigen, indem die Umgebung nach bekannten WLAN-Stationen durchsucht wird. Es funktioniert auch, ohne dass WLAN explizit eingeschaltet werden muss.
Das gleiche Verfahren wird jetzt auch für Bluetooth eingeführt, das System sucht dabei nach fest installierten Bluetooth-Geräten in der Nähe. Damit soll sich die Standortbestimmung vor allem innerhalb von Gebäuden verbessern lassen. Bisher ist eine Navigation innerhalb von Gebäuden aber nicht so stark verbreitet, künftig könnte diese Technik aber deutlich häufiger zum Einsatz kommen. Bei Bedarf kann der Nutzer auch nur die GPS-Ortung verwenden.
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Kann jemand über die Erfahrungen mit Galaxy s5 und dem Update auf android 6 berichten ?
Die Nexusgeräte sind wirklich brauchbar. Wüsste nicht, was daran schlecht sein soll. Und...
Das würde voraussetzen das ich entweder für Cloudspeicher bin oder mein DSL nicht in der...
Also ich finde das Android im diesen Sinn eigentlich ein Mist ist. Zu viele Tools oder...