Veränderte Widgets-Verwaltung
Auch bei den Widgets gibt es einen Sprung zurück in die Vergangenheit. Vor Android 4.0 erreichten Smartphone-Nutzer die Widgets-Übersicht über ein Kontextmenü des Startbildschirms, dann wurde eine neue App-Übersicht eingeführt, in der die Widgets integriert waren. Jetzt erscheint die Widgets-Übersicht wieder, indem länger auf einen leeren Bereich im Startbildschirm gedrückt wird.
Wie in der App-Übersicht entfällt auch in der Widgets-Liste das seitenweise Blättern. Stattdessen wird die Liste vertikal durchgescrollt. Dabei enthält jede Zeile alle Widgets einer App. Gibt es mehr Widgets, als in eine Zeile passen, muss der Nutzer seitlich scrollen, um diese zu erreichen. Dadurch ist die Widget-Übersicht weniger überladen, aber auch weniger übersichtlich.
Auch in der Widgets-Liste gibt es die Schnellscrollfunktion: Wird mit dem Finger am rechten Rand schnell nach oben oder unten gescrollt, ploppen die jeweils dort zu findenden Anfangsbuchstaben der Widgets-Bezeichnungen auf. Dadurch lassen sich auch diese angenehm zügig durchblättern, um halbwegs komfortabel zu einer bestimmten Buchstabengruppe zu gelangen. Etwas unverständlich ist, dass die Widgets-Übersicht weiterhin keine Suche kennt.
App-Deinstallation vom Startbildschirm aus möglich
Zwei kleinere, aber durchaus nützliche Änderungen hat auch der Startbildschirm von Android 6.0 erhalten: Apps können jetzt direkt vom Startbildschirm aus deinstalliert werden. Bislang war das nur aus der App-Übersicht oder über die Android-Einstellungen möglich. Parallel zur Deinstallation steht weiterhin die Option bereit, das App-Icon nur vom Startbildschirm zu entfernen.
Die andere Verbesserung betrifft die Ordnerfunktion des Startbildschirms. Google hebt die bisherige Ordnerbeschränkung auf, wonach nicht mehr als eine Ordnerseite mit Apps erlaubt ist. Bisher hing die Größe einer Ordnerseite dabei von der Displaygröße des verwendeten Geräts ab. Auf einem Tablet-Display ließen sich also mehr Apps unterbringen als auf einem kleineren Smartphone-Display.
Mit der neuen Android-Version sind künftig innerhalb eines Ordners mehrere Seiten erlaubt. Eine neue Seite wird automatisch hinzugefügt, wenn das Limit der Apps überschritten wird, die auf eine Ordnerseite passen. Weiterhin ist die Größe einer Ordnerseite von der Displaygröße des Geräts abhängig. Zwischen den Ordnerseiten blättert der Nutzer dann von links nach rechts, ahmt also die gleiche Bedienungslogik wie auf dem Startbildschirm nach.
Die neuen Funktionen für den Startbildschirm gibt es auch ohne einen Wechsel auf Android 6.0, weil einige der Neuerungen auch in der aktuellen Version des Google-Now-Launchers enthalten sind. Allerdings genügt es nicht, nur den neuen Google-Now-Launcher zu installieren, der mindestens Android 4.1 voraussetzt. Ansonsten muss weiterhin sowohl in der App-Übersicht als auch in der Widgets-Übersicht alles seitlich durchblättert werden. Erst mit einer Aktualisierung der Google-Suche gibt es dann auch die neue Bedienlogik in der App- und in der Widgets-Übersicht.
Veränderungen am Sperrbildschirm
Eine kleine Veränderung gibt es auch auf dem Sperrbildschirm. Wischt der Nutzer von links unten in das Display, wird bei Smartphones nicht mehr die Telefon-App aufgerufen, sondern die Sprachsteuerung gestartet. Hier hängt es vom Nutzerverhalten ab, ob das als Vor- oder Nachteil empfunden wird. Die Kamera-App kann weiterhin mit einem Wisch von rechts in den Sperrbildschirm aufgerufen werden. Leider bietet Google weiterhin keine Möglichkeit, diese Schnellstart-Buttons anzupassen.
Die Funktionsweise der Task-Übersicht bleibt leider unverändert. Sie wird - auch aufgrund der optischen Gestaltung - schnell unübersichtlich. Denn noch immer fehlt eine Möglichkeit, die Liste mit einem Knopfdruck zu bereinigen. Die Tasks bleiben nach einem Neustart des Geräts in der Liste. Wer hier mehr Übersichtlichkeit schaffen will, muss also App für App aus der Übersicht entfernen - das ist ziemlich mühselig.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Android 6.0 im Test: Googles neues Betriebssystem ändert viel | Android-Oberfläche modifizieren - über eine versteckte Option |










Kann jemand über die Erfahrungen mit Galaxy s5 und dem Update auf android 6 berichten ?
Die Nexusgeräte sind wirklich brauchbar. Wüsste nicht, was daran schlecht sein soll. Und...
Das würde voraussetzen das ich entweder für Cloudspeicher bin oder mein DSL nicht in der...
Also ich finde das Android im diesen Sinn eigentlich ein Mist ist. Zu viele Tools oder...