Android 5: Lollipop verschlüsselt - noch besser

Mehr Sicherheit für persönliche Daten: Ab Android 5.0 aktiviert Google die automatische Verschlüsselung. Es ist nur eine von vielen zusätzlichen Sicherheitsfunktionen in Lollipop.

Artikel veröffentlicht am ,
In Android Lollipop wurden zusätzliche Sicherheitsfunktionen eingeführt oder verbessert.
In Android Lollipop wurden zusätzliche Sicherheitsfunktionen eingeführt oder verbessert. (Bild: Google)

Die US-Bundespolizei FBI ist aufgeschreckt: Künftig verschlüsselt Android 5 alias Lollipop standardmäßig sämtliche privaten Daten auf einem Smartphone oder Tablet. Google habe diese Option aktiviert, um die persönlichen Daten im Falle eines Smartphone-Diebstahls zu schützen, heißt es vom Android-Hersteller. Strafverfolgungsbehörden in den USA sehen sich in ihren Ermittlungen behindert. Google hat seinem mobilen Betriebssystem nebenbei noch zusätzliche Sicherheitsfunktionen spendiert, etwa einen Inkognito-Modus.

  • Die Sicherheitseinstellungen in Android 5 alias Lollipop: Die Verschlüsselung auf neuen Geräten ist automatisch aktiviert. (Screenshots: Golem.de)
  • Auch mit Verschlüsselung müssen Nutzer weder beim Start des Geräts noch beim Anmelden ein Passwort oder eine PIN eingeben.
  • Alternativ kann ein Bluetooth-Gerät, etwa eine Smartwatch oder ein Headset, Android automatisch entsperren.
  • Auch die Gesichtserkennung funktioniert und soll verbessert worden sein.
  • In Android 5.0 lassen sich mehrere Benutzer einrichten, deren Daten und Apps getrennt voneinander gespeichert werden. Als Gast verwendet man ein Gerät im Inkognitomodus.
  • Die verschiedenen Benutzer können sich über den Startbildschirm einloggen, der allerdings dann mit einer Sperre versehen werden muss.
Die Sicherheitseinstellungen in Android 5 alias Lollipop: Die Verschlüsselung auf neuen Geräten ist automatisch aktiviert. (Screenshots: Golem.de)
Inhalt:
  1. Android 5: Lollipop verschlüsselt - noch besser
  2. Anmelden ohne PIN und als Inkognito-Benutzer

Die Verschlüsselung des Systems ist seit Android 4.3 möglich. Die Option ist in den Einstellungen eines Geräts mit Stock-Android unter Sicherheit zu finden. Auch in angepassten Versionen von Android, etwa von Samsung, ist die Verschlüsselung integriert.

Sichere Technik

Bei der Verschlüsselung in Android 4 und 5 wird zunächst ein Hauptschlüssel mit 128 Bit erstellt. Mit diesem wird das Dateisystem entsperrt, das mit dem Linux-Werkzeug Dm-crypt verschlüsselt wird. Im Stock-Android gelten dafür die Voreinstellungen 128 AES sowie CBC (Cipher-Block Chaining) und ESSIV:SHA265. Der Hauptschlüssel wird dann mit 128 Bit AES-verschlüsselt und durch die PIN oder das Passwort des Nutzers geschützt. Unter Android 5 wurde zudem Scrypt integriert, um das Passwort oder die PIN eines Nutzers zusätzlich gegen Brute-Force-Angriffe zu schützen.

Um die Verschlüsselung zu beschleunigen, werden ab Android 5 nur noch bereits mit Daten gefüllte Blöcke in der Partition /data verschlüsselt. Dazu wird ein kompatibles Dateisystem benötigt, unter Android sind das die Dateisysteme Ext4 und Samsungs F2FS. Die nachträgliche Verschlüsselung dauert auf einem frisch installiertem Smartphone weniger als 15 Minuten. Je mehr Daten sich angesammelt haben, desto mehr Zeit muss eingerechnet werden. Die Zugriffszeiten auf den Datenspeicher und auf die SQLite-Datenbanken im System erhöht sich nur unwesentlich.

Daten sichern vor dem Zurücksetzen

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Die Verschlüsselung lässt sich nicht wieder rückgängig machen. Es bleibt unter Android 4.x nur die Möglichkeit, auf den Werkszustand zurückzusetzen. Dabei gehen aber alle persönlichen Daten verloren. Auch beim Zurücksetzen unter Android 5 wird der ursprüngliche Hauptschlüssel gelöscht. Für alle Android-Versionen gilt daher: Sämtliche persönlichen Daten sind zu sichern, damit sie später wieder aufgespielt werden können. Android-Geräte lassen sich auch aus der Ferne zurücksetzen. Falls ein Gerät gestohlen wird, kann der Besitzer so verhindern, dass der Dieb seine Daten einsehen kann.

Mit Android 5 ist die Verschlüsselung automatisch aktiviert, zumindest auf den Geräten, die mit Lollipop ausgeliefert werden, etwa dem Nexus 9. Wer ein unverschlüsseltes Gerät auf Android 5 aktualisiert, muss die Verschlüsselung später in den Einstellungen manuell aktivieren. Bei bereits verschlüsselten Geräten werden die Einstellungen bei einem OTA-Update übernommen. Wer hingegen Android 5 per Flash auf sein verschlüsseltes Gerät einspielt, verliert seine persönlichen Daten. Das gilt auch, wenn Android zuvor nicht verschlüsselt war.

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DxbAltisLife 31. Dez 2014

ABHILFE!: Super App, einfach mal ausprobieren: Google Play - Sound Controller ULTRA...

keks.de 16. Nov 2014

Wie kommst du darauf? (Vielleicht sollten wir das privat fortführen, ggf. schreibe mich...

blackout23 16. Nov 2014

Mein Galaxy Nexus is über 3 Jahre alt und hat immer noch den selben Akku. Hält 2-3 Tage...

Thaodan 16. Nov 2014

Naja vfat ist patent belastet und uralt.

Anonymer Nutzer 15. Nov 2014

Und wenn ich das richtig sehe ist auch noch kein Gerät mit einem solchen Sensor bereits...



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