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Android 5.0: Root für Lollipop ohne neuen Kernel

Aufgrund von SE Linux ist es deutlich umständlicher als bisher, Geräte mit Android 5.0 zu rooten. Der Android-Programmierer Chainfire hat jetzt eine neue Version seiner Root-App Super SU vorgestellt, die ohne Kernel-Tausch auskommt - allerdings noch nicht ohne Risiken ist.
/ Tobias Költzsch
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Das Rooten von Android 5.0 alias Lollipop ist jetzt weniger umständlich. (Bild: Google)
Das Rooten von Android 5.0 alias Lollipop ist jetzt weniger umständlich. Bild: Google

Der aufgrund seiner Root-App Super SU bekannte Android-Programmierer Chainfire hat eine neue Version(öffnet im neuen Fenster) der Anwendung vorgestellt, die einen Root-Zugang für Geräte mit der neuen Android-Version 5.0 alias Lollipop ermöglicht. Der Root-Vorgang kommt ohne Kernel-Tausch aus, ist daher also weniger aufwendig als bisherige Methoden.

SE Linux erschwert das Rooten

Aufgrund der strikten Einbindung von SE Linux ist das Rooten von Android-Geräten mit Lollipop nämlich schwieriger als bisher : Um einen Root-Zugriff zu ermöglichen, musste ein speziell präparierter Kernel auf das Smartphone oder Tablet gespielt werden. Dafür ist es nötig, den Bootloader zu entsperren. Dies geht beispielsweise bei Nexus-Geräten relativ problemlos, bei manchen Herstellern jedoch nicht ohne weiteres.

Beim neuen Super SU fällt der Kernel-Tausch weg, die Anwendung wird über eine Custom Recovery installiert. In der Zip-Datei ist Super SU auch als APK vorhanden, die einfach installiert werden kann. Als Root-Zugang nutzt Chainfire den Android-Service Zygote aus(öffnet im neuen Fenster) , der auch bei Android 5.0 von Hause aus mit Root-Zugriffen startet. Zygote ist für den Start von Java-Services zuständig.

Boot-Schleife möglich

Die neue Super-SU-Version 2.27 befindet sich noch im Betastatus. Chainfire betont(öffnet im neuen Fenster) , dass die Root-Methode deutlich stärker in das System eingreift als die bisherigen Versionen seiner App. Dadurch sei das Risiko einer Boot-Schleife höher, Nutzer sollten vor der Installation der Anwendung ein Backup ihres Systems machen.

Auch geht Chainfire davon aus, dass es zahlreiche Probleme mit der Betaversion geben wird. Diese können in einem eigenen Thread bei XDA Developers(öffnet im neuen Fenster) gemeldet werden. Damit der Betatest nicht verfälscht wird, sei es besser, vormals installierte gepatchte Kernel wieder mit den Original-Kernels zu ersetzen. Theoretisch sollte das neue Super SU aber auch mit gepatchten Kernels funktionieren.


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