• IT-Karriere:
  • Services:

Android 10: Google sollte sein Schweigen zur Android-Verbreitung beenden

Zwei Monate nach dem Start von Android 10 ist immer noch komplett unklar, wie viele Nutzer die Version bereits verwenden. Grund dafür ist, dass Google seit einem halben Jahr wieder keine Zahlen zur Android-Verbreitung veröffentlicht. Damit befeuert das Unternehmen negative Vermutungen, die ihm schaden.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Zum Thema Android-Verbreitung schweigt Google seit einem halben Jahr. Es ist nicht das erste Mal.
Zum Thema Android-Verbreitung schweigt Google seit einem halben Jahr. Es ist nicht das erste Mal. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Seit Mai 2019 hat Google keine aktuellen Zahlen zur Android-Verbreitung vorgelegt. Das sogenannte Distribution Dashboard zeigt immer noch Zahlen an, die auf einem Messzeitraum beruhen, der am 7. Mai 2019 endete. Aufgrund des mittlerweile sechsmonatigen Schweigens ist immer noch komplett unklar, wie gut oder schlecht Android 10 auf dem Markt angekommen ist. Google hatte die neue Version des Betriebssystems im September 2019 offiziell eingeführt.

Stellenmarkt
  1. simple system GmbH & Co. KG, München
  2. Sika Holding CH AG & Co KG, Stuttgart

Gründe für die fehlenden Zahlen, die bis Oktober 2018 regelmäßig ein Mal pro Monat veröffentlicht wurden, hat Google nicht angegeben. Die Geschichte ist allerdings keine neue: Bereits zwischen Oktober 2018 und Mai 2019 hatte Google keine offiziellen Zahlen veröffentlicht und dies mit Datenbankproblemen begründet.

Stärker als beim ersten Schweigen kommt nun der Verdacht auf, dass Google die Zahlen absichtlich nicht mehr monatlich veröffentlicht, um der Konkurrenz keine Angriffsfläche zu bieten. Apple weist auf seinen Veranstaltungen gerne darauf hin, dass die jeweils aktuelle Version von iOS eine weitaus bessere Marktdurchdringung als die aktuelle Version von Android hat.

Hinkender Vergleich zwischen iOS und Android

Das ist zweifellos korrekt, allerdings ignoriert Apple bei derartigen Vergleichen geflissentlich den Umstand, dass Google im Vergleich ein eher unbedeutender Hardware-Hersteller ist. Der überwältigende Großteil der Android-Geräte stammt von anderen Herstellern, die mit dafür verantwortlich sind, dass Updates auf die Geräte gespielt werden - und dieser Verantwortung nicht immer schnell nachkommen. Apple ist hingegen der einzige Produzent von Geräten mit iOS und kann entsprechend Updates in einem ganz anderem Umfang durchsetzen, was zweifellos ein Vorteil ist.

Google versucht, der Fragmentierung von Android unter anderem mit Project Treble entgegenzuwirken, bei dem bestimmte Systemkomponenten schneller aktualisiert werden. Mit Project Mainline sollen künftig zudem Systemkomponenten direkt über den Play Store aktualisiert werden. Es ist denkbar, dass das klassische Verbreitungskonzept dank Project Treble und Project Mainline in Zukunft stärker aufgeweicht wird.

Diese Arten der Aktualisierung fallen aus dem klassischen Upgrade-Konzept heraus und dürften schwierig in den bisherigen Verbreitungszahlen wiederzugeben sein. Dennoch sollte Google sein monatelanges Schweigen beenden und die Zahlen veröffentlichen - und sei es nur, um dem Vorwurf entgegenzutreten, dass das Unternehmen etwas zu verheimlichen habe. Dieser Eindruck entsteht insbesondere angesichts des Umstandes, dass Google erneut keine Begründung für die fehlenden Zahlen angibt. Dass es sich wieder um Datenbankprobleme handelt, erscheint eher unwahrscheinlich.

Google sollte eine klare Aussage treffen

Sollte Google hingegen keine aktuellen Zahlen zur Android-Verbreitung mehr veröffentlichen wollen, sollte das Unternehmen dies klar kommunizieren - dann aber bitte auch mit einer Begründung. Das jetzige Verhalten heizt nur Spekulationen an und dürfte Google langfristig mehr negative Publicity bringen als ein klarer Schnitt mit einer einleuchtenden Begründung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

FreiGeistler 18. Nov 2019

Das hat damit zu tun, dass man zu ARM keine universellen Treiber produzieren kann. Jeder...

FreiGeistler 18. Nov 2019

Blödsinn. Offene Treiber gibt es auch bei Laptops haufenweise. Wenn man beim Kauf etwas...

Niaxa 17. Nov 2019

da diese gar nicht im Kontrollbereich von Google liegen. Die Hersteller haben mit Android...

PhilSt 16. Nov 2019

die Google hier schaden sollen sind wahrscheinlich immer noch besser als die echten Zahlen.

nille02 15. Nov 2019

Ja und Nein. Android ist ja an sich Open Source. Jeder Hersteller kann es sich nehmen...


Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera

MCST Elbrus: Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren
MCST Elbrus
Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren

32 Kerne für Server-CPUs, eine Videobeschleunigung für Notebooks und sogar SSDs: In Moskau wird die Elbrus-Plattform vorangetrieben.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Anzeige Verkauf von AMDs Ryzen-5000-Serie startet
  2. Alder Lake S Intel bestätigt x86-Hybrid-Kerne für Desktop-CPUs
  3. Core i5-L16G7 (Lakefield) im Test Intels x86-Hybrid-CPU analysiert

    •  /