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Die technische Entwicklung schritt rasend schnell voran

Theoretisch kann man das von überall aus erledigen, aber Paling saß gern direkt neben der Maschine, so dass er das Licht auf dem Spektrometer sehen konnte. Mitunter wurde die Aufgabe dadurch erschwert, dass jede Bewegung des Kabels auf dem Meeresgrund den Strom des Lichtes beeinflussen und unter Umständen völlig durcheinanderwirbeln kann, wie atmosphärische Störungen einen alten Fernseher. Wenn Paling alles justiert hatte, führte er einen "Zuverlässigkeitstest" des Kabels durch, indem er künstlichen Traffic generierte und diesen "dreißig Mal oder so zwischen hier und Amerika hin und her" schickte. Die technische Entwicklung schritt rasend schnell voran. Am Tag meines Besuchs war eines der Glasfaserpaare "stillgelegt" und wurde auf das nächste Upgrade vorbereitet. Neues Equipment sollte die Kapazität des Kabels erhöhen, so dass mehr 20-Gigabit-Wellenlängen darin untergebracht werden konnten.

  • Kabelsalat - Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte. Andrew Blum. Knaus Verlag, 2012. 19,99 Euro. (Bild: Kaus Verlag)
Kabelsalat - Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte. Andrew Blum. Knaus Verlag, 2012. 19,99 Euro. (Bild: Kaus Verlag)
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"Im Augenblick ist das also 'Dark Fiber'? Die Glasfasern sind völlig dunkel?", fragte ich. "Nein, nicht dunkel", sagte Paling. "Wir nennen es 'dim', 'halbdunkel'. Die Verstärker stehen unter Strom, also kommt es zu ASE" - verstärkter spontaner Emission. "Eine Art Rauschen. Würde man ein Spektrometer anschließen, so könnte man Lichtwellen sehen. Aber das ist nur das Hintergrundrauschen." Ein Flackern.

Wir hatten gesehen, wo das Kabel aus der Erde kam und mit den Maschinen verbunden war, die für die Übertragung sorgten. Jetzt warfen wir noch einen Blick auf den sogenannten Backhaul, die Verbindungen zwischen dieser Station und dem Rest von England. Ein Serverschrank trug das Etikett "Slough", ein langweiliger Londoner Vorort unweit von Heathrow, in dem Equinix sein größtes britisches Rechenzentrum betreibt (und wo die Sitcom The Office spielt, das Vorbild für die deutsche Serie Stromberg). Der Schrank daneben hatte die Aufschrift "Docklands". So groß die Welt auch war, das Internet, dachte ich mir nicht zum ersten Mal, war im Grunde erstaunlich überschaubar.

Der Text ist ein Auszug aus: "Kabelsalat - Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte" von Andrew Blum. Knaus Verlag, 2012. 19,99 Euro.

Andrew Blum schreibt als freier Autor unter anderem für Wired, The New York Times und The New Yorker. Er interessiert sich seit jeher für Orte und denkt bei allem in räumlichen Bezügen. Das Internet forderte ihn umso mehr heraus, als er sich keine Vorstellung davon machen konnte. Andrew Blum lebt in New York.

 Andrew Blum: "Das Internet ist ein Ding zum Anfassen"
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sssssssssssssss... 25. Okt 2012

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