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Russlands Staatschef Wladimir Putin
Russlands Staatschef Wladimir Putin (Bild: AFP/Getty Images)

'Der KGB war immer schlecht in der Analyse'

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Zeit Online: Der ukrainische Geheimdienst war loyal gegenüber Janukowitsch. Jetzt veröffentlicht er abgehörte Telefongespräche, um zu beweisen, dass russische Spezialkräfte an den Unruhen im Osten der Ukraine beteiligt waren...

Soldatow: ... aber nicht besonders gekonnt. Es gab da ein Gespräch, das beweisen sollte, dass es russische Spezialkräfte in Slowjansk gab. Man hörte zwar, dass dort jemand auf Russisch Anweisungen gab. Aber dieser jemand war garantiert nicht von den Spezialkräften, sondern vielleicht ein Söldner, ein Verrückter von der Krim, vielleicht auch aus Russland. Das ist dem Gespräch klar zu entnehmen. Eine Erklärung dafür, dass der SBU jetzt versucht, die Russen zu denunzieren, könnte sein, dass er so unprofessionell ist...

Zeit Online: Ist der russische Geheimdienst jetzt im Osten der Ukraine aktiv?

Soldatow: Er wird dort vermutlich Informationen sammeln. Aber die entscheidende Frage ist, wer hinter den militanten Angriffen steht. Das sieht mir eher nach politischen Akteuren aus als nach Geheimdienst. Denn wenn ich in Moskau sitze und denke: Ich hätte gern gewaltsame Aufstände im Osten der Ukraine, dann brauche ich Leute dort, die das machen können. Aber wenn ich keine habe, weil meine Geheimdienste mir nicht vorhergesagt haben, was dort passieren wird, dann setze ich doch auf Politiker. Janukowitschs Partei der Regionen wurde von Moskau unterstützt.

Zeit Online: Halten Sie es umgekehrt für möglich, dass die CIA, wie es die russische Propaganda sagt, hinter den Ereignissen auf dem Maidan steht?

Soldatow: Dafür gibt es keine Beweise. Ich sehe auch keine traditionellen Anknüpfungspunkte für Geheimdienste dort, nämlich Geld und Waffen. Wir haben nicht gesehen, dass die Amerikaner Waffen zur Verfügung gestellt haben, wie das in Libyen der Fall war. Es war auch nicht viel Geld im Spiel.

Zeit Online: Gibt es ein russisches Ziel für die Ukraine?

Soldatow: Das Ziel war zunächst zu verhindern, dass Bürgerbewegungen wie die in Kiew anderswo neue Revolutionen inspirieren. Wenn dabei Landgewinne abfallen, umso besser. Doch dann kamen nach der Krim-Annexion Sanktionen, es musste etwas Neues her. Also wurde Unruhe im Osten der Ukraine geschürt in der Hoffnung, dass der Westen dann die Krim vergisst.

Die russische Politik hat immer nur auf das reagiert, was in der Ukraine geschah. Das ist sehr gefährlich, denn man kann nie wissen, was als nächstes kommt. Allerdings ist Russland taktisch geschickt, es hat sich die Krim geschnappt, als die Gelegenheit dazu bestand. Das hat mit der alten KGB-Mentalität zu tun.

Die Leute, die die Krim-Invasion beschlossen haben, haben ausnahmslos einen KGB-Hintergrund. Der KGB war immer gut darin war, Operationen durchzuführen - aber sehr schlecht in der Analyse. Der Hauptunterschied zwischen der CIA und dem KGB bestand darin, dass die CIA Analysen geliefert hat. Der KGB durfte zu sowjetischer Zeit keine Analysen vornehmen, weil das Politbüro und die kommunistische Partei dafür zuständig waren. Erst 1989 hat der russische Geheimdienst damit angefangen. Er kann das einfach nicht gut.

 Andrej Soldatow: "Russland ist heute führend in der Internetzensur"

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gpisic 12. Mai 2014

Sorry aber sobald du eine Seite im Internet erstellst ist diese eben nicht mehr privat...

gpisic 12. Mai 2014

Ganz so einfach wird es nicht sein, du darfst dabei nicht vergessen das die nun...

Lapje 12. Mai 2014

Genau, und deswegen soll ich das denken, was Du oder Leute wie Du erzählst - weil ihr...

Lapje 12. Mai 2014

Nein, Autobahnen gab es auch schon früher. Nur hat Hittler den Bau dieser...

Lapje 12. Mai 2014

Bei jeder? Hast Du sicherlich belege für... Alleine dieser Satz spricht Bände... Kommt...



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