Andreessen Horowitz: Wird Meteor das nächste große Ding für Entwickler?

"Software übernimmt die Welt" schrieb Netscape-Gründer Marc Andreessen im letzten Jahr im Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Mit seinem Investment-Unternehmen Andreessen Horowitz lässt er dem Taten folgen. Im Mai stieg Andreessen Horowitz bei Github ein. Obwohl das Unternehmen eigentlich kein Geld benötigte, überzeugte der Investor die Gründer, 100 Millionen Euro Risikokapital anzunehmen - nun steigt der Risikokapitalgeber mit 11,2 Million US-Dollar bei Meteor(öffnet im neuen Fenster) ein. Doch Geld ist offenbar nicht das entscheidende Argument, sondern die Unterstützung durch das hochkarätig besetzte Team von Andreessen Horowitz.
Für das Investment in Meteor ist bei Andreessen Horowitz Peter Levine zuständig, der ehemalige CEO von XenSource, und den Sitz im Board of Directory, den Andreessen Horowitz erhält, übernimmt Rod Johnson, der für das Open-Source-Framework Spring verantwortlich ist und mit Spring Source die entsprechende Firma aufgebaut hat.
Zu den weiteren Investoren in Meteor zählen neben Andreessen Horowitz(öffnet im neuen Fenster) unter anderem Facebook- und Asana-Gründer Dustin Moskovitz, Reddit-Gründer Alexis Ohanian und Gmail-Entwickler Paul Buchheit.
Worum geht es bei Spring Source?
Meteor(öffnet im neuen Fenster) bietet seinerseits ein Open-Source-Framework an, mit dem Entwickler in der Lage sein sollen, in kurzer Zeit Web-Applikationen zu erstellen, ohne sich um so manches lästige Detail kümmern zu müssen. Die gesamte App wird in Javascript geschrieben, alle APIs stehen sowohl auf Client- als auch auf Serverseite zur Verfügung, so dass der selbe Code sowohl auf dem Client als auch dem Server ausgeführt werden kann.
Meteor sorgt dabei für Live-Updates der Inhalte: Ändert sich etwas in der Datenbank, so wird automatisch auch die Webseite aktualisiert. Entwickler müssen nur ein Template bereitstellen, wobei praktisch jede Template-Sprache unterstützt wird.
Der Client-Code kann so geschrieben werden, als liefe er auf dem Server ab und habe direkten Zugriff auf die Datenbank. Entwickler müssen sich bei Meteor keine Gedanken darüber machen, ihre Daten per REST von einem Server zu laden, versprechen die Meteor-Macher. Ändert ein Nutzer etwas, sieht er selbst die Änderung sofort, ohne dass Daten vorab an den Server gesendet werden oder auf eine Antwort gewartet werden muss. Sollte der Server die Änderung ablehnen oder sie anders umsetzen, wird dies im Client nachträglich geändert.
Änderungen am Code der App sind jederzeit möglich, ohne das Nutzer aussetzen oder warten müssen. Der Code wird nahtlos an alle Clients verteilt.
Am Ende erstellt Meteor ein Tarball, das die gesamte Applikation enthält und überall ausgeführt werden kann, wo Node.js läuft.
"Meteor macht die Entwicklung von Echtzeit-Applikationen dramatisch schneller zu zugänglicher" , schreibt Peter Levine in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) . Dabei löse das Meteor-Framework alle Probleme, die Javascript mitbringe.
Andreessen Horowitz lag zuletzt oft richtig
Mit anderen Investments lag Andreessen Horowitz oft richtig. Das Unternehmen kassierte beim Börsengang von Groupon, beim Verkauf von Instagram an Facebook, der Übernahme von Skype durch Microsoft und beim Börsengang von Zynga. Auch an Nicira, das kürzlich von VMware übernommen wurde(öffnet im neuen Fenster) , war Andreessen Horowitz beteiligt. Angeblich sollen rund 250 bis 300 Millionen US-Dollar vom Kaufpreis, der bei 1,26 Milliarden US-Dollar lag, bei Andreessen Horowitz gelandet sein. Investiert hatte das Unternehmen rund 17 Millionen US-Dollar.



