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Sechs Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung im Test
Sechs Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Sennheiser MB 660 und PXC 550

Gerade für solche Umgebungen hat Sennheiser Communications den MB 660 UC entwickelt. Das Headset ist gewissermaßen der professionelle Bruder des PXC 550. Die bei Kopenhagen ansässige Firmentochter der Sennheiser-Gruppe, ein Joint Venture mit dem dänischen Hörgerätehersteller William Demant Holding, hat zusätzliche Funktionen für Büroanwendungen hinzugefügt.

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Allerdings betreffen die Unterschiede nicht die eigentliche Geräuschunterdrückung. Der MB 660 ist für das sogenannte Unified Communications (UC) optimiert, wie es beispielsweise von Skype for Business genutzt wird. Dafür wird ein zusätzlicher USB-Stick mitgeliefert, der für Skype zertifiziert ist. Eine weitere Softwarefunktion (Speakfocus) soll die Qualität der aufgenommenen Stimme verbessern und unerwünschte Hintergrundgeräusche ausfiltern. Die sogenannte Room-Experience-Technik soll ein besseres Klangerlebnis liefern.

Typische Bürogeräusche werden nur gedämpft

Typische Bürogeräusche wie das Klappern der Tastatur oder die Gespräche der Kollegen werden mit ANC allerdings nur ein wenig gedämpft. Etwas überflüssig erscheint daher die Option, bei geringen Umgebungsgeräuschen automatisch die Dämpfung zu drosseln. Die Geräuschunterdrückung ist ein angenehmer Zusatzeffekt für diejenigen, die ohnehin ständig ein Headset tragen müssen, weil sie etwa in einem Callcenter arbeiten. Für die anderen lohnt es sicher eher nicht, den ganzen Tag die Kopfhörer auf den Ohren zu lassen, nur um die Umgebungsgeräusche etwas leiser zu hören - was übrigens für alle von uns getesteten Headsets gilt.

  • Im Akustikstudio von Sennheiser Communications in Dänemark werden neue Funktionen für ANC-Kopfhörer entwickelt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die frühen ANC-Kopfhörer brauchten für die Elektronik noch externe Geräte. (Foto: Sennheiser)
  • Inzwischen wird die Steuerung direkt im Kopfhörer untergebracht, wie die Platine des Sennheiser MB 660 zeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Bose QC 35 überzeugt mit einer sehr guten Akustik. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Geräuschunterdrückung macht das Fliegen deutlich angenehmer. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit den Bedienungstasten lassen sich Anrufe entgegennehmen und die Wiedergabe von Musik steuern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einem Berührungsfeld ist die Bedienung mit Hilfe der kleinen Tasten jedoch etwas fummelig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Sony MDR-100X überzeugt im Test mit angenehmem, druckfreiem Sitz und einer hervorragenden Lärmunterdrückung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Klangqualität des MDR-1000X ist sehr gut. Bässe sind gut wahrnehmbar, aber nicht zu unangenehm oder aufdringlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Ambience-Sound-Modus wird der Frequenzbereich, in dem sich normalerweise menschliche Stimmen bewegen, aus der ANC ausgeklammert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der MDR-1000X braucht ungefähr vier Stunden zum Aufladen, währenddessen er nur über das Kabel nutzbar ist. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Sennheiser MB 660 ist baugleich mit dem PXC 550, hat aber mehr Softwarefunktionen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anders als bei den anderen Testmodellen laufen die Ohrmuscheln beim Sennheiser MB 660 unten spitz zu. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Verarbeitung des Sennheiser MB 660 ist hochwertig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über zwei Tasten lassen sich beim  Sennheiser MB 660 die Geräuschunterdrückung einschalten und der Sound verändern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Plantronics Backbeat Pro 2 ist mit 250 Euro eines der günstigeren ANC-Modelle. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Geräuschunterdrückung beim Plantronics Backbeat Pro 2 lässt jedoch zu wünschen übrig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Plantronics Backbeat Pro 2 kann mit den eingebauten Mikrofonen die Umgebungsgeräusche sogar verstärken. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Plantronics Backbeat Pro 2 ist über die Schalter an der Ohrmuschel leicht zu bedienen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Audio-Technica ATH-MSR7NC hat im Test nicht überzeugt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Geräuschunterdrückung beim Audio-Technica ATH-MSR7NC ist schwach, der Preis aber recht hoch. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Audio-Technica ATH-MSR7NC lässt sich nur über Kabel nutzen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Audio-Technica ATH-MSR7NC kann für den Transport nicht zusammengeklappt werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Teufel Mute ist mit 130 Euro der günstigste Noise-Cancelling-Kopfhörer in unserem Testfeld. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei ausgeschaltetem Noise Cancelling ist beim Teufel Mute der Klang sehr dünn, die Bässe sind kaum wahrnehmbar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Teufel Mute hat keinen eingebauten Akku, sondern funktioniert mit einer herkömmlichen AA-Batterie oder einem AA-Akku. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Teufel Mute schneidet in unserem Testfeld am besten beim Windtest ab. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von den sechs getesteten Kopfhörern verfügten nur die drei teuersten über eine zufriedenstellende Geräuschunterdrückung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Testsieger sind der Sony MDR-1000X und der Sennheiser MB 660. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Komponenten für die Geräuschunterdrückung lassen sich wie beim Bose QC 35 komplett in der Ohrmuschel unterbringen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Stärke der aktiven Geräuschreduzierung durch Antischall liegt im niederfrequenten Bereich. (Grafik: Golem.de)
Der Sennheiser MB 660 ist baugleich mit dem PXC 550, hat aber mehr Softwarefunktionen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)


Demgegenüber wird ein Flug mit dem Sennheiser zu einem völlig neuen Geräuscherlebnis. Hört man Musik, ist das typische Brummen praktisch verschwunden. Das gilt sowohl bei einer großen A 380 als auch bei einem kleineren Kurzstreckenflugzeug wie der A 320, wo man näher an der Turbine sitzt. Aber selbst ohne Musik oder Kinofilm macht der Kopfhörer den Flug viel angenehmer. Man hat gar nicht mehr das Gefühl, in einem Flugzeug zu sitzen.

Die Bedienung ist bequem

Was den Bedienungskomfort betrifft, überzeugt der Sennheiser ebenfalls. Das Touchfeld an der rechten Muschel steuert die Wiedergabe von Musik und das Telefonieren. Neben Start und Stopp lässt sich damit zwischen Musiktiteln springen sowie vor- und zurückspulen. Allerdings stehen diese Funktionen nicht bei allen Wiedergabeprogrammen gleichermaßen zur Verfügung. Webangebote wie Youtube lassen sich damit nicht steuern, bei Windows-Anwendungen wie Groove oder VLC funktioniert das Spulen nicht oder nur eingeschränkt. Der automatische Musikstopp beim Absetzen des Kopfhörers funktioniert ebenfalls nur bei eigentlichen Wiedergabeprogrammen.

Was positiv auffällt: Anders als bei den ebenfalls getesteten Sony MDR-1000X und dem Bose QC 35 lässt sich die Lautstärke am Gerät auch dann regeln, wenn der Klinkenstecker eingesteckt ist. Gerade im Flugzeug ist das praktisch, wenn die Bordansage plötzlich mit voller Lautstärke auf die Ohren dröhnt. Zudem lässt sich der Kopfhörer auch dann verwenden, wenn er per USB-Kabel aufgeladen wird. Sogar ohne Bluetooth und Klinkenstecker. Bei einer Ladezeit von drei Stunden ist es schon ganz praktisch, dann kein Ersatzgerät benötigen zu müssen.

Ansagen von strenger Vorzimmerdame

Ein weiterer Vorteil des Sennheiser sind die Funktionen der bereitgestellten App Cap Tune. Diese verfügt über einen Equalizer mit frei programmierbaren sowie einigen voreingestellten Sounds. Zudem lässt sich damit die Stärke der Geräuschunterdrückung frei einstellen. Ebenfalls kann damit die Sprache der Ansage geändert werden. Neben Deutsch und Englisch stehen sechs weitere Sprachen zur Verfügung. Da die deutschen Ansagen offenbar von Herrn Sennheisers strenger Vorzimmerdame persönlich eingesprochen wurden, empfehlen wir stattdessen die sympathische französische Stimme. Die Equalizer-Einstellungen wirken sich jedoch nur auf Musik aus, die über die App abgespielt wird. Die App erkennt auch alle anderen von uns getesteten Bluetooth-Geräte und lässt sich mit diesen nutzen.

Noch besser wäre die App, wenn sich damit der Doppelklick für das Touchpad einstellen ließe. Mit dieser "Talk Through"-Funktion, früher Schnöseltaste genannt, lassen sich Geräuschunterdrückung und Musikwiedergabe unterbrechen, um beispielsweise auf eine Frage eines Kollegen oder einer Stewardess zu reagieren. Klickt man jedoch zu langsam oder zu schnell, führt das zu unerwünschten Effekten oder es passiert gar nichts. Nicht ausgeschlossen, dass Sennheiser eine solche Funktion nachliefert. Denn über eine eigene Software lassen sich Updates der Firmware aufspielen.

Zwischenfazit: gute Eigenschaften für einen stolzen Preis

Erstaunlicherweise ist der MB 660 UC im Internet inzwischen ab 370 Euro zu bekommen und damit günstiger als der PXC 500 für 400 Euro. Ursprünglich sollte der MB 660 mit 450 Euro etwas teurer sein. Das ist in beiden Fällen noch eine ordentliche Stange Geld für einen Kopfhörer, dessen Vorteile sich vor allem beim Fliegen und Bahnfahren auszahlen. Dafür erhält der Nutzer aber ein gut verarbeitetes Gerät, das über viele Funktionen für den Büroalltag verfügt und dessen Akustik völlig ausreicht. Zwar sind im Standardmodus die Höhen etwas dominant, aber dies liegt wohl darin begründet, dass der MB 660 vor allem beim Telefonieren zum Einsatz kommen soll.

 ANC-Kopfhörer im Praxistest: Mit der Schnöseltaste seine Ruhe findenBose QC 35 

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Haf 29. Dez 2016

Also bei amazon z.B. ist er verfügbar für 249 Euro, per Express bestellen, dann ist er...

uitty400 25. Dez 2016

Ich habe den Sony selbst getestet. Leider sind mir 2 Dinge extrem unangenehm aufgefallen...

uitty400 25. Dez 2016

Hast du den selbst mal gehört? Der Bose QC35 ist alles andere als basslastig!

dynAdZ 18. Dez 2016

Danke, darauf wollte ich auch hinweisen. Wenn die Ansage stört, kann diese in der App...

Berner Rösti 17. Dez 2016

Zum einen bekommst du auch Kapselgehörschutz mit integriertem Kopfhörer zu kaufen, zum...



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