Anbox: Canonical bringt Android in die Cloud

Mit Anbox laufen Android-Apps auch in üblichen Linux-Distributionen. Ubuntu-Sponsor Canonical steckt die Technik nun in die Cloud, um damit auch Streaming-Angebote wie Gaming umzusetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Canonical bringt Android in die Cloud.
Canonical bringt Android in die Cloud. (Bild: Canonical)

Der Linux-Distributor Canonical hat die Anbox-Cloud angekündigt. Ziel der Technik ist es, Anwendungen in einem Android-Container in der Cloud laufen zu lassen, um so Software für das Mobilbetriebssystem besser verteilen zu können. Laut Ankündigung zielt das Angebot auf große Unternehmen und andere Dienste-Anbieter, die Anwendungen damit skaliert und sicher verteilen könnten, und zwar unabhängig von den eigentlichen Fähigkeiten des Client-Geräts.

Stellenmarkt
  1. UI/UX Designer (m/w/d)
    secunet Security Networks AG, Hannover
  2. Digital Operation Specialist (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Berlin, Meckenheim
Detailsuche

Die Technik Anbox steht für Android in a Box und nutzt den Code des Android Open Source Projects (AOSP), um diesen in einem Container auf üblichen Linux-Distributionen ausführen zu können. Dazu wird unter anderem der direkte Hardwarezugriff abstrahiert und das Containersystem mit dem Host-System integriert. Zumindest oberflächlich betrachtet gleicht Anbox damit der Android-Integration in Googles ChromeOS, das Anbox-Projekt weist hier aber auf technische Unterschiede hin.

Der Einsatzzweck der Anbox-Cloud ist dabei das Streaming der eigentlichen Anwendung aus der Cloud heraus auf die Geräte der Nutzer. Das ermögliche vor allem sehr rechenintensive Anwendungen. In der Ankündigung verweist Canonical dazu auf das Cloud-Gaming, das sich derzeit wachsender Beliebtheit erfreut. Die Cloud-Umgebung soll sich außerdem für Unternehmensanwendungen eignen, da diese dank der Cloud geräteübergreifend zentral verwaltet und entwickelt werden könnten. Mit dem Dienst könnten ebenso Geräte zum Testen emuliert und das Angebot somit auch in CI/CD-Pipelines von Entwicklern integriert werden.

Für die Anbox-Cloud setzt Canonical auf viel eigene Technik. So dient als Basis des Dienstes der Linux-Kernel aus Ubuntu 18.04 mit Langzeitpflege, für die Container wird das von Canonical präferierte LXD verwendet. Der Dienst soll darüber hinaus wie Ubuntu gegen Bezahlung bis zu zehn Jahre lang Support erhalten.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Genutzt werden kann die Anbox-Cloud in öffentlichen Cloud-Umgebungen. Canonical kooperiert zusätzlich dazu mit dem Cloud-Anbieter Packet, um die Anbox-Cloud auch auf eigenen Server nutzen zu können. Für die x86-Architektur setzt Canonical auf nicht näher bezeichnete Intel-CPUs, für die ARM-Architektur werden Server-CPUs von Ampere genutzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Die große Umfrage
Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
Artikel
  1. Roadmap: CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an
    Roadmap
    CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an

    Project Polaris wird eine Witcher-Saga, Orion das nächste Cyberpunk 2077 und Hadar etwas ganz Neues: CD Projekt hat seine Pläne vorgestellt.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Elektromobilität: Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD
    Elektromobilität
    Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD

    Der Autovermieter Sixt macht Ernst mit der Umstellung seiner Flotte auf Elektroautos.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /