Anbieterwechsel: Grüne schlagen 100 Euro Entschädigung pro Tag Ausfall vor

Beim Wechsel des Telekommunikationsanbieters sind Kunden oft vorübergehend offline. Eine höhere Entschädigung solle wirtschaftlichen Druck ausüben, damit Übergabeprozesse besser koordiniert und mehr Techniker eingestellt würden, schlagen die Grünen vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Service der Telekom ist besser geworden, doch die Kritiken halten an.
Der Service der Telekom ist besser geworden, doch die Kritiken halten an. (Bild: Deutsche Telekom)

Bei der Bundesnetzagentur sind im vergangenen Jahr 2.350 Fälle angezeigt worden, in denen der Telefon- oder Internetanschluss von Kunden nach einem Anbieterwechsel mehr als einen Tag lang funktionsunfähig war. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, über welche die Saarbrücker Zeitung berichtet. Der Grünen-Abgeordneten Oliver Krischer sagte der Zeitung, das sei "nur die Spitze des Eisbergs".

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Krischer verwies darauf, dass in den Vorjahren mit rund 3.000 Anzeigen ähnliche Werte erreicht worden seien. "Das läuft so seit Jahren, ohne dass eine entscheidende Besserung in Sicht ist." Der Abgeordnete schlug vor, künftig pro Tag ohne Anschluss eine Entschädigung von 100 Euro zu erheben, welche die Firmen an die Kunden zahlen müssten. "Das dürfte den notwendigen wirtschaftlichen Druck ausüben, dass die Übergabeprozesse besser koordiniert und mehr Techniker eingestellt werden."

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berichtete am 14. März 2019 unter Berufung auf eine repräsentative Befragung, dass knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent), die den Festnetz-/Internetanschluss wechselten und dabei Probleme hatten, länger als einen Tag ohne Festnetz- und Internetversorgung gewesen seien.

Ein Drittel (33 Prozent) der Wechsler hatte darüber hinaus Probleme mit der Bereitstellung der Leistung: So erfolgte die Übergabe der Leitung nicht reibungslos, Technikertermine fielen aus oder der Anschluss funktionierte nicht wie zugesagt. Ein Viertel beklagte eine mangelhafte Kommunikation des Kundenservices. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) hatte Probleme mit der Kündigung.

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Laut der Untersuchung mussten Nutzer, die den Mobilfunkanbieter wechselten und dabei Probleme hatten, durchschnittlich zwei Wochen warten. Bei den Befragten mit Problemen beim Wechsel im Bereich Festnetz dauerte es knapp drei Wochen.

Bei Zusammen- oder Umzügen treten immer wieder unerwünschte Kosten auf. Wenn der Vertragspartner am neuen Standort seine Leistung nicht liefern kann, gibt es zwar ein Sonderkündigungsrecht. Doch dabei ist der Fristbeginn nicht eindeutig festgelegt. Daher kann es passieren, dass Verbraucher auch nach einem Umzug für einen Anschluss an der alten Adresse weiterzahlen müssen, obwohl sie ihn nicht nutzen.

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Perry3D 24. Apr 2019

Im Normalfall weiß man doch nicht Monate im voraus wann man umziehen wird. Und die...

ibsi 24. Apr 2019

1&1 Kunde seit über 15 Jahren. 3? oder 4 Umzüge haben die mit mir gemacht. Zwei Probleme...

Lejra 24. Apr 2019

Wechsel dank nicht abmelden des Vormieters angeblich nicht möglich.. Das wäre schön wenns...

DebugErr 24. Apr 2019

Es brauchte in der Nähe mal sechs Technikerbesuche, damit einer auf die Idee kommt, im...



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