Abo
  • Services:
Anzeige
Gebäude der Bundesnetzagentur in Bonn
Gebäude der Bundesnetzagentur in Bonn (Bild: Bundesnetzagentur.de)

Anbieterwechsel: Bußgelder gegen drei Provider verhängt

In rund 4.500 Fällen hat es laut Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr Unterbrechungen beim Anbieterwechsel gegeben. Drei Unternehmen müssen nun wegen wiederholter Verstöße eine hohe Strafe zahlen.

Anzeige

Die Bundesnetzagentur hat gegen drei große Telekommunikationsunternehmen Bußgelder in Höhe von jeweils 75.000 Euro verhängt. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Bonn mit. Die Unternehmen hätten gegen ihre Pflichten beim Anbieterwechsel verstoßen. "Endkunden sollen vor langwierigen Ausfällen beim Anbieterwechsel geschützt werden. Die Unterbrechung darf nicht länger als einen Kalendertag andauern", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Namen der Firmen wurden nicht genannt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich dabei um 1&1, Vodafone und O2.

Im vergangenen Jahr habe es in rund 4.500 Fällen eine Versorgungsunterbrechung beim Anbieterwechsel gegeben. Die Zahl der Beschwerden war höher und liegt laut Netzagentur noch nicht für das ganze Jahr vor. Im Zeitraum von Mai 2012 bis August 2013 habe es 20.000 Beschwerden gegeben, teilte die Behörde auf Anfrage von Golem.de mit.

Gesetzliche Pflichten verletzt

Der Netzagentur zufolge verletzten die Firmen wiederholt ihre gesetzlichen Pflichten beim Anbieterwechsel. "Verbraucher waren so längeren Versorgungsunterbrechungen und den damit verbundenen Belastungen ausgesetzt. Dies ist ein Zustand, den wir nicht akzeptieren", sagte Homann. Gegen einen weiteren großen deutschen Anbieter, laut Reuters die Deutsche Telekom, laufe ein Verfahren. Auf die vier Firmen entfielen 70 Prozent der registrierten Beschwerden. Die Bußgeldobergrenze bei Verstößen beim Anbieterwechsel liegt demnach bei jeweils 100.000 Euro. Zugunsten der betroffenen Anbieter sei berücksichtigt worden, dass sich diese an einer branchenübergreifenden Erarbeitung und Einführung automatisierter Schnittstellen zur Verbesserung des Wechselprozesses beteiligten. Dieser Prozess sei allerdings noch nicht erfolgreich abgeschlossen.

Telefonkunden können sich bei der Netzagentur über Probleme beim Anbieterwechsel beschweren. "Wir gehen dann gezielt auf die im Einzelfall betroffenen Unternehmen zu, um einen zügigen und erfolgreichen Abschluss des Anbieterwechsels zu erreichen", sagte Homann. Die Geldbußen sind laut Netzagentur noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch eingelegt werden, über den das Amtsgericht Bonn entscheidet.

Nachtrag vom 19. Februar 2014, 14:35 Uhr

Wir haben die Namen der betroffenen Firmen ergänzt. Zudem haben wir die Zahl der Beschwerden korrigiert. Die in einer früheren Version genannte Zahl von 4.500 bezog sich auf die registrierten Fälle einer Versorgungsunterbrechung.


eye home zur Startseite
crazypsycho 20. Feb 2014

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bgh-urteil-schadensersatz-bei-internet...

crazypsycho 19. Feb 2014

Bzgl Schadensersatz gab es vor einer Weile bereits ein Gerichtsurteil. Der Provider muss...

crazypsycho 19. Feb 2014

Die Rufnummernportierung kann aber verzögert werden. Der Anschluss geht dann zwar...

crazypsycho 19. Feb 2014

Das stimmt so nicht. Wenn ich wechsel und die Schaltung geht schief, dann hab ich gar...

lacesilver666 19. Feb 2014

Das Internet lief über Telekom Leitung welche 1&1 sich eingemietet hatte. Ich bin damals...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SEITENBAU GmbH, Konstanz
  2. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  3. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  4. Daimler AG, Sindelfingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroauto

    Das UTV Nikola Zero hat viel Power fürs Gelände

  2. Lenovo

    Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

  3. Jobmesse Berlin

    Golem.de bringt IT-Experten in die Industrie

  4. Ransomware

    Locky kehrt erneut zurück

  5. Sammelklage gegen We-Vibe

    Vibratorhersteller zahlt Entschädigung in Millionenhöhe

  6. Kartendienst

    Google führt Frage-Antwort-Sektion bei Maps ein

  7. Ford-Patent

    Autonome Autos sollen abnehmbare Lenkräder bekommen

  8. Elektroauto

    Lina kann kompostiert werden

  9. Radeon RX Vega 56 im Test

    AMD positioniert sich in der Mitte

  10. The Patent Scam

    X-Plane-Macher veröffentlicht Film über Patenttrolle



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

  1. Re: Wird vermutlich trotzdem nichts ändern

    Dino13 | 11:46

  2. Re: Garnicht mal so schlecht

    mambokurt | 11:45

  3. Re: Ursache - nicht korrekt arbeitende Patentämter

    Dino13 | 11:43

  4. Re: Erst Deutsche Kommerzliga? Nein, danke...

    redrat | 11:43

  5. Re: Bundesliga möchte ich nicht mal geschenkt haben.

    logged_in | 11:42


  1. 11:55

  2. 11:45

  3. 11:40

  4. 11:33

  5. 11:04

  6. 10:51

  7. 10:36

  8. 10:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel