Analysten: Apple soll Massenentlassungen vermeiden können

Apple hat als eines der wenigen großen Techunternehmen bisher keine Massenentlassungen angekündigt. Das liegt vermutlich an der konservativen Geschäftspolitik.

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Apple Store (Symbolbild)
Apple Store (Symbolbild) (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Unternehmen wie Microsoft, Google, Amazon und Meta haben angekündigt, massiv Personal abzubauen. Apple scheint hier eine Ausnahme zu bilden, wie das Wall Street Journal berichtete (Paywall).

Auch Apple ist nicht vor den Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Umstände sicher. Es wird erwartet, dass das Unternehmen im nächsten Monat bei den Quartalszahlen den ersten Umsatzrückgang seit mehr als drei Jahren melden wird.

Apple habe in einigen Bereichen die Einstellung neuer Mitarbeiter verlangsamt, berichtete das Wall Street Journal (WSJ). Zudem war die Strategie von Apple erfolgreich, während der Pandemie viel weniger Personal einzustellen als andere große Technologieunternehmen. Von September 2019 bis September 2022 nahm die Belegschaft von Apple um rund 20 Prozent auf etwa 164.000 Vollzeitbeschäftigte zu. Etwa 40 % der Mitarbeiter arbeiten zudem im Einzelhandel und nicht in der Soft- oder Hardwareentwicklung. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Zahl der Beschäftigten laut dem Bericht des WSJ bei Amazon, bei Microsoft stieg sie um 53 Prozent, bei Google-Mutter Alphabet um 57 Prozent und bei Meta nahm die Belegschaft um 94 Prozent zu.

Sollte Apple Personal abbauen wollen, würde dies nach Ansicht von Tom Forte von der Investmentbank D.A. Davidson & Co. still und leise durch Fluktuation geschehen, indem ausscheidende Mitarbeiter nicht ersetzt würden. Apple bietet zudem nur begrenzte Sozialleistungen für die Mitarbeiter an, was dazu beiträgt, die Kosten niedrig zu halten. Forte teilte dem WSJ mit, dass er davon davongehe, dass Apple durchaus Kürzungen oder Anpassungen von Leistungen vornehmen könnte. Allerdings biete Apple etwa im Gegensatz zu anderen großen Tech-Unternehmen wie Google und Meta seinen Mitarbeitern kein kostenloses Mittagessen auf dem Firmengelände an.

Einige der Unternehmen, die Arbeitsplätze abbauen, hätten zudem viel Geld in Projekte gesteckt, die sich nicht schnell in ein starkes Geschäft verwandelten, betonte Daniel Morgan von Synovus Trust. Apple arbeitet allerdings ebenfalls an riskanten Zukunftsprojekten wie einem Augmented-Reality-Headset, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, und einem Autoprojekt, dessen Veröffentlichungsdatum ungewiss ist.

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