Analyst: Apples iTV könnte an den Inhalten scheitern

In einer umfassenden Analyse, die AllThingsD vorliegt(öffnet im neuen Fenster) , fasst Anthony DiClemente von Barclays zusammen, was bisher an Gerüchten aus mehr oder weniger zuverlässigen Quellen über Apples iTV bekannt ist. Dass Apple an einem Fernseher mit neuartiger Bedienung arbeitet, hatte Steve Jobs seinem Biografen Walter Isaacson noch selbst gesagt und sein Nachfolger Tim Cook später bestätigt .
Der Analyst nennt in seinem Bericht die bekannten Eckdaten: Das Gerät soll ungefähr 1.500 US-Dollar kosten, Sprachsteuerung per Siri und per iOS auch Webanwendungen und Spiele beherrschen. Mit einer Markteinführung noch im Jahr 2012 rechnet DiClemente jedoch nicht.
Als auf Medienunternehmen spezialisierter Marktforscher streicht der Analyst aber einen anderen Punkt heraus, der besonders in den USA für die Vermarktung von Fernsehinhalten wichtig ist: die Programm-Bundles. Diese werden von Rechteinhabern in langfristigen Verträgen an die Kabelanbieter lizenziert. Bezahltes Kabelfernsehen ist in den USA der meistgenutzte Verbreitungsweg.
30 Milliarden US-Dollar Marktvolumen
Die Bundles machen laut dem Bericht ein Marktvolumen von jährlich 30 Milliarden US-Dollar aus, das die Abonnenten mit durchschnittlich 30 US-Dollar im Monat aufwiegen. Apple müsste sich, wenn es selbst als Inhalteanbieter auftritt, hier irgendwo dazwischendrängen.
Möglich wären hier DiClemente zufolge zwei Szenarien: Entweder ersetzt das iTV die Set-Top-Boxen der Kabelanbieter, oder auf diesen Geräten werden die Apple-Dienste zusätzlich zum Laufen gebracht. Ersteres wäre für die Kabelanbieter weniger attraktiv, weil sie einen Teil der Kontrolle über die verschlüsselten Inhalte aufgeben müssten, Zweiteres schränkt Apples technische Möglichkeiten ein.



