Analysepapier: Facebook berichtet offiziell von staatlicher Desinformation

Auf Facebook versuchen verschiedene Regierungen, auf die öffentliche Meinung Einfluss zu nehmen - das hat das soziale Netzwerk nun erstmals in einem Bericht eingeräumt. Gleichzeitig betont Facebook, dass es gegen derartige Machenschaften konsequent vorgehe.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Facebook räumt erstmals ein, dass es Einflussnahmen von Regierungen bei dem sozialen Netzwerk gibt.
Facebook räumt erstmals ein, dass es Einflussnahmen von Regierungen bei dem sozialen Netzwerk gibt. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Facebook hat erstmals eingeräumt, dass es staatlich unterstützte Versuche gibt, das weltgrößte Online-Netzwerk als Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung zu missbrauchen. In einem Analysepapier erklärte die Sicherheitsabteilung des sozialen Netzwerks unter anderem, dass mit Hilfe gefälschter Profile bestimmte Meinungen und zum Teil auch Falschinformationen in den Vordergrund gerückt werden sollen.

Facebook betont, dass es gegen Einflussnahme vorgehe

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Facebook versicherte allerdings gleichzeitig, dass es konsequent gegen derartige Unternehmungen vorgehen werde. So habe das Unternehmen zuletzt gegen 30.000 gefälschte Profile in Frankreich interveniert.

Der Text ist die bisher ausführlichste Stellungnahme von Facebook nach der Kritik an der Ausbreitung gefälschter Nachrichten im US-Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016. Das Online-Netzwerk erklärte, dass sowohl Regierungen als auch andere Gruppen versuchten, über die Plattform mit unlauteren Mitteln die öffentliche Debatte zu beeinflussen.

Operationen seien "statistisch gering" gewesen

Zugleich wurde in dem Papier die bisherige Position bekräftigt, dass das Ausmaß der festgestellten "Informations-Operationen" im Wahlkampf gemessen an der gesamten Aktivität zu politischen Themen "statistisch sehr gering" gewesen sei. Die Daten von Facebook widersprächen nicht der Einschätzung der US-Geheimdienste, die Akteure mit Verbindung zu Russland als Urheber der Kampagnen ausgemacht hatten.

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Insgesamt könnten Gesellschaften sich gegen solche Kampagnen aber nur zur Wehr setzen, wenn die Bürger selbst echte Nachrichten von Falschinformationen unterscheiden könnten, betonte Facebook. Der vollständige Bericht ist im Internet verfügbar.

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robser 04. Mai 2017

Sry für die späte Meldung. http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/neues-radio-bremen...

wutzel7591 03. Mai 2017

Vielen Dank für die moralische Unterstützung. Allerdings sind Facebook und Twitter die...

theojk 03. Mai 2017

Kein Zwang? 50 Millionen Euro für den Betreiber und 5 Millionen für den Angestellten...

theojk 02. Mai 2017

Was bedeutet denn ergänzen sich? Der Geheimdienst hat doch nur gesagt: "Wie haben...



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