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Weitere Überraschung bei den Proben

Und es kam noch zu einer weiteren Überraschung. Aminosäuren können in zwei räumlichen Formen vorkommen, linksdrehend (oder linkshändig) und rechtsdrehend (rechtshändig), und damit als "Spiegelzwillinge" . Aus bisher unbekannten Gründen verwendet alles Leben auf der Erde linkshändige Aminosäuren.

Das Forschungsteam ging davon aus, dass die Stickstoffisotopenwerte für die links- und rechtshändige Version der Aminosäuren gleich sind. Jedoch zeigte die Analyse der Glutaminsäure der Bennu-Proben, dass die Werte der Stickstoffisotope unterschiedlich sind.

Obwohl die in den Bennu-Proben gefundene Glutaminsäure abiotischen Ursprungs ist, und sie in diesem Fund als rein chemisches Relikt des frühen Sonnensystems betrachtet wird, könnte ihre Entdeckung das Rätsel der linkshändigen Aminosäuren auf der Erde lösen. Zudem: Wenn sich die Bausteine des Lebens unter einer Vielzahl von Bedingungen bilden können, erhöht sich die Anzahl der Orte, an denen potenziell nach Leben gesucht werden kann. Allerdings gibt es auch Forschungsergebnisse, die die Suchoptionen nach bewohnbaren Orten einschränken .

Zur Studie

Die Studie wurde am 9. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht: Multiple formation pathways for amino acids in the early Solar System based on carbon and nitrogen isotopes in asteroid Bennu samples(öffnet im neuen Fenster) (Mehrere Bildungswege für Aminosäuren im frühen Sonnensystem basierend auf Kohlenstoff- und Stickstoffisotopen in Asteroiden-Bennu-Proben).


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