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Analog in Rio: Die Technik hinter den Olympia-Kulissen

Weltklasseleistungen werden nicht nur von den Sportlern in Rio gefordert. Auch Manager, Logistiker und Techniker der Wettkampfstätten stehen permanent unter Strom - die Technik hinter den Kulissen ist dabei meist analog. Zu Besuch im Stadion Maracanã.

Eine Reportage von Felix Lill veröffentlicht am
Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio 2016 im Maracanã
Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio 2016 im Maracanã (Bild: Francois-Xavier Marit/AFP/Getty Images)

Im legendären Estádio do Maracanã im Zentrum von Rio de Janeiro findet am Wochenende die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele statt, vorher noch die Finalspiele der Frauen und Männer im Fußball. Nichts darf schiefgehen, wenn die Welt dabei zuschaut, wie Brasilien und damit ganz Südamerika seine ersten Olympischen Spiele veranstaltet.

Inhalt:
  1. Analog in Rio: Die Technik hinter den Olympia-Kulissen
  2. Maracanã im Rampenlicht
  3. Eventplanung à la Maracanã
  4. Techniker unter Druck

Eine gigantische Aufgabe: 100 Lkw liefern jeden Tag Waren aller Art von Stromgeneratoren bis hin zu Getränken ins Stadion, 2.650 Schlüssel sichern die verschiedensten Systeme und Räume ab, über 15 Kanäle wird per Radiowelle kommuniziert. Zwischen 300 und mehr als 1.000 Personen arbeiten hier. Jeden Tag werden Dinge repariert, etwa die Whirlpools in einer Kabine. Die Entscheidungen, die hier getroffen werden, haben eine noch größere Tragweite als bei der Fußball-WM vor zwei Jahren, als Deutschland Weltmeister wurde.

Check-up mit der Logistik

"Thiago, sind die Stühle geliefert?" Der Mann mit dem Walkie-Talkie nickt, fragt nach. "Und der Rollrasen, weißt du schon mehr?" Der sei angekommen und ausgelegt. "Danke. Aus." Luiz Brum, der Stadionmanager, dreht einmal am Gerät, nach dem kurzen Check-up mit der Logistik fragt er bei den Tontechnikern nach. "Habt ihr den Lautsprecher über der Haupttribüne fertig?" Die letzten Tage klang der Sound nicht satt genug. Aber anscheinend ist auch das erledigt. Jetzt kann Fußball gespielt werden. "Klingt alles gut. Aber ich mache lieber noch eine Visite", sagt er zu sich selbst. Luiz Brum rastet das Walkie-Talkie in die Halterung seines Gürtels, klatscht in die Hände, marschiert los.

  • Stadionmanager Luiz Brum (Bild: Felix Lill)
  • Blick in das Stadion Maracanã (Bild: Felix Lill)
  • Luiz Brum führt durch sein Stadion. (Bild: Felix Lill)
  • Kommandozentrale im Maracanã (Bild: Felix Lill)
  • Kommandozentrale im Maracanã (Bild: Felix Lill)
  • Durch diesen Zugang wird das Maracanã beliefert. (Bild: Felix Lill)
  • Logistik-Chef Thiago Damasco (Bild: Felix Lill)
  • Mitarbeiter im Maracanã-Stadion (Bild: Felix Lill)
  • Mitarbeiter im Maracanã-Stadion (Bild: Felix Lill)
Stadionmanager Luiz Brum (Bild: Felix Lill)

Jeden Tag macht er das so, nach der Morgenkonferenz um neun Uhr. Alle Wasserhähne einmal einschalten, alle Fahrstühle kurz rufen, die Fluchtgänge schnell nach Hindernissen im Weg durchsuchen, Abfall vom Boden aufsammeln, die Internetverbindung im Sicherheitszentrum überprüfen. Für alles gibt es eine eigene Organisationseinheit, 47 an der Zahl, aber der Chef versichert sich lieber selbst. Es ist der normale Wahnsinn in diesen Tagen.

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"Bei der Fußball-WM 2014 konnte man hier einfach Eis für die Umkleidekabinen oder Wasser anfordern, ohne nachzudenken. Aber wenn wir das heute machen, hat das gleich Auswirkungen auf die anderen Wettkampfstätten." Es gibt immerhin vier Wettkampfzentren, bestehend aus größeren und kleineren Arenen in der ganzen Stadt, es muss gehaushaltet werden. 10.000 Athleten aus 205 Ländern kämpfen um 306 Goldmedaillen. Eine halbe Million Besucher sind in der Stadt.

Maracanã im Rampenlicht 
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Metallkiller 25. Aug 2016

Und hintenrum erfährt man dass das Wasser toxisch ist, Busse mit Reportern überfallen...

Eheran 18. Aug 2016

Wissen wir nicht, solange der Autor sich nicht dazu äußert. Aber angenommen es wäre so...


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