Analog-Abschaltung: Ausschreibung für zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex

Die Gesamtkonferenz der Medienanstalten (GK) wird einen zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex für Plattformanbieter ausschreiben. Das gab die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) am 17. November 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor hatten die Medienanstalten mit Zustimmung von ARD und ZDF einen Antrag auf Zuweisung der Übertragungskapazitäten bei der Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) gestellt.
Über diesen Antrag wird die Konferenz voraussichtlich am 8. Dezember 2016 entscheiden. Die Ausschreibung wird danach veröffentlicht. Der zweite bundesweite Multiplex soll im Kanal 5A laufen.
Die Bauer Media Group dürfte sich an der neuen Ausschreibung beteiligen. Das hatte Bauer-Konzerngeschäftsleiter Andreas Schoo im Horizont-Interview erklärt(öffnet im neuen Fenster) .
Das Analogradio soll abgeschaltet und durch DAB+ ersetzt werden. Während das Deutschlandradio die UKW-Abschaltung im Jahr 2025 für richtig hält, wollte die ARD sich bisher noch nicht festlegen.
Die ersten ausgeschriebenen terrestrischen Übertragungskapazitäten des bundesweiten Digitalradio-Multiplex wurden im Sommer 2016 vergeben . Der Freenet-Tochter Media Broadcast wurden 22 Capacity Units zugewiesen. Schlagerparadies erhielt 42 Capacity Units. Möglich ist die digitale Verbreitung einer privaten Plattform, eines Hörfunkprogramms oder eines dem Rundfunk vergleichbaren Telemediums.
Der Bundesrat setzt sich für DAB+-taugliche Radios ein . Der Kulturausschuss empfiehlt, ab dem Jahr 2019 im Wesentlichen nur noch Geräte zum Verkauf zuzulassen, die auch DAB+ unterstützen. Dies würde das Aus für traditionelle UKW-Empfänger beschleunigen. Einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) hatte das Land Rheinland-Pfalz in den Bundesrat eingebracht.



