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Anadolu Robotik: Seedrohnen sollen gegen Seedrohnen antreten

Anadolu Robotik hat mit den Seeversuchen seines Systems Arida-M Counter-Kamikaze USV (Unmanned Surface Vessel) begonnen.
/ Andreas Donath
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Arida-M-System (Bild: Anadolu Robotik)
Arida-M-System Bild: Anadolu Robotik

Das türkische Rüstungsunternehmen Anadolu Robotik hat mit Versuchen auf See begonnen, um den Arida-M Counter-Kamikaze USV (Unmanned Surface Vessel) zu erproben. Anadolu Robotik hat Videoaufnahmen veröffentlicht, die den Einsatz der Seedrohne mit Hochgeschwindigkeitsversuchen zeigen.

Schiffe sind gegen schnelle Kamikaze-Seedrohnen nur schwer zu sichern, weshalb Anadolu Robotik einen anderen Ansatz wählt und seinerseits Seedrohnen gegen die Bedrohungen einsetzen will, wie Naval News berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Das gemeinsam mit Sekizaltmış Technology entwickelte System ist laut Unternehmensangaben das erste vollständig in der Türkei entwickelte autonome USV. Der Arida-M erreicht Geschwindigkeiten von über 50 Knoten und verfügt über autonome Einsatzfähigkeiten.

Bewältigung neuer maritimer Bedrohungen

Die Entwicklungen im Ukrainekrieg führten zur Entwicklung des Mıda-Projekts, wobi Mıda für Muhafiz İnsansız Deniz Aracı (unbemanntes Überwachungsboot) steht. Das komplette Mıda-System besteht aus zwei Hauptsubsystemen: dem Bedrohungserkennungs- und Überwachungssystem (Arida-T) und dem Abfangsystem (Arida-M). Die Arida-T-Komponente dient zur Erkennung und Identifizierung von Bedrohungen in einem Umkreis von 10 Kilometern, während Arida-M die Abfangmission übernimmt.

Das Arida-M-System, das erstmals 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, umfasst mehrere Schiffe namens Muhafız (Wächter), die nur 4,5 Meter lang sind und bis zu 30 Kilogramm Nutzlast transportieren können. Aus den Beschreibungen geht nicht explizit hervor, wie die Neutralisierung der gegnerischen Drohnenboote geschehen soll – ob also auf kinetische Mittel wie Rammmanöver, auf Waffensystemen oder in erster Linie auf elektronische Gegenmaßnahmen gesetzt wird.

Das System ist für den Einsatz bei Seegang bis zur Stufe 5 ausgelegt und kann Ziele autonom bekämpfen. Das komplette System soll Ende 2026 präsentiert werden.


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