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An der Côte d'Azur: Lilium will 2026 kommerziellen Betrieb starten

Die Flugtaxis sollen Reisende von Nizza beispielsweise nach Cannes oder nach Monaco bringen.
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung eines Lilium Jets über Nizza: Vertiports in Nizza, Cannes, Saint-Tropez und Monaco (Bild: Lilium)
Künstlerische Darstellung eines Lilium Jets über Nizza: Vertiports in Nizza, Cannes, Saint-Tropez und Monaco Bild: Lilium

Nur wenige Regionen der Welt dürften eine solche Dichte an Superreichen aufweisen wie die Côte d'Azur zwischen Saint Tropez und Monaco. Die könnten künftig mit einem elektrischen Flugtaxi von Nizza aus ihr Ziel erreichen.

Lilium will ab 2026 Flüge mit dem Lilium Jet in der Region anbieten. Dazu verhandelt das Münchner Unternehmen mit dem französischen Flughafenbetreiber Aéroports de la Côte d'Azur (ACA) und dessen italienischem Tochterunternehmen UrbanV, einem Betreiber von Vertiports. Gemeinsam wollten sie eine Infrastruktur aufbauen, teilte Lilium mit(öffnet im neuen Fenster) . Aéroports de la Côte d'Azur hat sich verpflichtet, ab 2030 klimaneutral zu sein.

Landeplätze für den Lilium Jet, sogenannte Vertiports, sollen an den Flughäfen in Nizza, Cannes und Saint-Tropez sowie in Monaco entstehen. Mit weiteren Städten ist das Unternehmen im Gespräch, darunter Aix-en-Provence, Marseille und Sophia Antipolis, dem Technologie- und Wissenschaftspark bei Antibes.

Lilium verhandelt mit Käufern

Lilium will die Flüge offensichtlich nicht selbst durchführen. Es ist nach eigenen Angaben in Verhandlungen mit mehreren Interessenten, die den Lilium Jet erwerben und betreiben wollen. Publikum dürfte es genug geben: Südfrankreich ist eine sehr beliebte Touristenregion. Zudem finden dort verschiedene Großereignisse wie das Filmfestival in Cannes oder der Großen Preis von Monaco statt.

Liliums Fünfsitzer hebt ab – Unternehmensvideo
Liliums Fünfsitzer hebt ab – Unternehmensvideo (02:48)

Der Lilium Jet ist ein senkrecht startendes und landendes, elektrisch angetriebenes Luftfahrzeug (Electric Vertical Take-off and Landing Aircraft, eVTOL), das seit Ende vergangenen Jahres gebaut wird. Darin haben sieben Personen, darunter sechs Passagiere, Platz. Angetrieben wird der Lilium Jet von 30 Elektromantelpropellern.

Von der Bauart her ist er ein Entenflugzeug oder Canard, das die kleinen Tragflächen vorne und die großen hinten hat. Auf diesen sind die Propeller angebracht – je zwölf auf den hinteren und je sechs auf den vorderen Tragflächen. Zum Starten und Landen werden die Propeller gekippt.


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