Ampyx Power: Fliegendes Windkraftwerk aus den Niederlanden

Die Esa unterstützt das Projekt, das verhindern könnte, dass alte Windkraftanlagen abgebaut werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Fliegendes Windkraftwerk: Nutzung vorhandener Infrastruktur alter Windkraftwerke
Fliegendes Windkraftwerk: Nutzung vorhandener Infrastruktur alter Windkraftwerke (Bild: Ampyx Power)

Die ersten Windparks werden bereits abgebaut. Das niederländische Unternehmen Ampyx Power will an den Standorten neue Windkraftwerke bauen. Allerdings nicht mit feststehenden Windrädern, sondern mit fliegenden Turbinen. Unterstürzung erhält das Unternehmen von der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa).

Stellenmarkt
  1. IT Consultant S/4 HANA - MDG Materialstamm (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
  2. Senior IT Systems Engineer Backup (w/m/d)
    noris network AG, Nürnberg, München, Aschheim, Berlin (Home-Office)
Detailsuche

Ampyx Power entwickelt ein Fluggerät, das Airborne Wind Energy System (etwa: fliegendes Windenergiesystem, Awes), das von einer kleinen Plattform aus bis in 450 Meter Höhe aufsteigen soll. Das Awes ist durch ein Seil mit der Plattform verbunden. Das Seil ist auf eine Trommel aufgewickelt.

Im Flug beschreibt Awes Kreise. Wenn es sich von der Plattform entfernt, wird das Seil von der Trommel abgewickelt. Dabei treibt die Trommel einen Generator an, der Strom erzeugt. Anschließend fliegt das Awes wieder zurück in Richtung Plattform. Dabei wird das Seil wieder aufgewickelt.

Das System hat laut Ampyx einige Vorteile gegenüber konventionellen Windkraftanlagen: Das Awes steigt in größere Höhen auf, wo der Wind stärker weht. Dadurch soll es mehr elektrischen Strom erzeugen als Windräder. Dabei soll der Aufwand an Material für den Flieger nur etwa ein Zehntel eines Windrads betragen.

Die Start- und Landeplattformen will Ampyx auf den Fundamenten der Windräder errichten. Dadurch entfiele ein Teil des Abbaus und es könnte die vorhandene Infrastruktur wie etwa der Stromanschluss genutzt werden. Die Awes können über Land ebenso wie über dem Wasser eingesetzt werden.

Das Awes startet und landet autonom. Da die Plattform nicht sehr groß ist, muss das Fluggerät sehr präzise starten und vor allem landen. Die Esa und das britische Unternehmen Omnisense entwickeln für Ampyx ein Navigationssystem. Es arbeitet lokal, mit einer Reichweite von etwa einem Kilometer, und ermöglicht dabei, eine Position bis auf 10 Zentimeter genau zu bestimmen. Ein großer Vorteil des Systems ist, dass es von Satellitennavigationssystemen unabhängig funktionieren kann, also auch dann noch arbeitet, wenn diese ausfallen. Das System könnte laut Esa auch dazu verwendet werden, autonome Fahrzeuge in Städten zu koordinieren.

Auch andere Unternehmen entwickeln fliegende Windkraftwerke. Darunter etwa das von Kitesurfern gegründete Unternehmen Makani Power. Das Konzept unterscheidet sich aber von dem der Niederländer: Das Makani-Fluggerät erzeugt den Strom an Bord. Die Propeller dienen als Antrieb und als Generatoren.

Das Unternehmen wurde 2013 von Google übernommen und gliederte es in die Entwicklungsabteilung X ein. Im vergangenen Jahr gründete Alphabet Makani in ein eigenes Unternehmen aus. Allerdings hat Alphabet Makani kürzlich geschlossen. Die Besitztümer des Unternehmens werden im Mai versteigert.

Ampyx Power arbeitet derzeit am Demonstrator AP3, der eine Spannweite von 12 Metern hat. Der vorherige Prototyp hatte eine Spannweite von 5 Metern. In diesem Jahr will Ampyx den AP3 testen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fifa, Battlefield und Co.
Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar

Die Hacking-Gruppe erklärt dem Magazin Motherboard Schritt für Schritt, wie der Hack auf EA gelang. Die primäre Fehlerquelle: der Mensch.

Fifa, Battlefield und Co.: Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar
Artikel
  1. Bitkom: Entscheidungsfreudiges Digitalministerium im Bund nötig
    Bitkom
    "Entscheidungsfreudiges" Digitalministerium im Bund nötig

    Die Verbände Bitkom und Eco sind sich beim Digitalministerium einig. Eine kompetente Führung sei gefragt.

  2. Streit mit den USA: EU stellt geplante Digitalsteuer zurück
    Streit mit den USA
    EU stellt geplante Digitalsteuer zurück

    Der Kampf um die internationale Mindeststeuer für IT-Konzerne geht in die nächste Runde.

  3. Ubisoft: Avatar statt Assassin's Creed
    Ubisoft
    Avatar statt Assassin's Creed

    E3 2021 Als wichtigste Neuheit hat Ubisoft ein Spiel auf Basis von Avatar vorgestellt - und Assassin's Creed muss mit Valhalla in die Verlängerung.

Copper 27. Apr 2020

Einfach nur falsch, aber was will man von einem uniformierten Anti-EE-Troll da auch...

FreiGeistler 25. Apr 2020

Muss es ja nicht, wenn der Flieger (nach unten) steuern kann? Oder meinst du, einfach um...

jum 24. Apr 2020

Hat das schon. Dort machen aber die Propeller den Strom, was mir langfristig sinnvoller...

vork 23. Apr 2020

das Ding ist für Offshore.. auf dem Wasser laufen wohl nicht so viele Menschen rum. Ok es...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Corsair Hydro H80i V2 RGB 73,50€ • Apple iPad 10.2 389€ • Razer Book 13 1.158,13€ • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ [Werbung]
    •  /