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Amplitude im Test: Beats und Groove auf Knopfdruck

Noch bevor Musikspiele wie Rock Band oder Guitar Hero das Wohnzimmer eroberten, zeigte Harmonix mit Amplitude, wie gut sich Spiele und Musik vertragen. Jetzt erscheint für die PS4 eine über Kickstarter finanzierte Neuauflage - mit ähnlichem Suchtpotenzial wie das Original.

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Amplitude
Amplitude (Bild: Harmonix)

Amplitude verfügt über eine Hintergrundgeschichte, das ist für ein Musikspiel ziemlich ungewöhnlich. Im aktuellen Fall wirkt die Handlung fast schon skurril. Sie dreht sich um einen Patienten, der im Koma liegt und über dessen Nervenbahnen der Spieler mit einem futuristischen Gleiter fliegt. Durch das Drücken von Knöpfen zum richtigen Zeitpunkt verbessert er den Gesundheitszustand des Kranken. Drückt er hingegen falsch, schwächt er den Patienten und senkt den Energiepegel. Am Ende ergibt das eine nur halbherzig erzählte, nicht besonders spannende Story. Trotzdem begeistert das Spiel.

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Denn die Hintergrundinformationen sind für den Spielspaß nicht erheblich. Letztendlich geht es nur darum, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Taste für den Punkt links, rechts oder in der Mitte zu drücken und so langsam in den Groove des jeweiligen Songs zu kommen. Dabei wird immer wieder von Spur zu Spur gewechselt, etwa vom Bass zum Schlagzeug oder Gesang. Abhängig von der jeweils überflogenen Spur und dem Rhythmus- und Reaktionsgefühl des Spielers nehmen die Songs dann auch an Fahrt und Komplexität auf oder verlieren diese Songelemente bei fehlerhaftem Drücken.

Der Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich und lässt spätere Stufen mit neuen Effekten zu einer hektischen und teils chaotischen Angelegenheit werden. Zwar erreicht Amplitude mit seiner grundsätzlich einfachen Bedienung nicht die Komplexität neuerer Musikspiele, einen hypnotischen Sog entfaltet es dennoch. Wer erst einmal angefangen hat, ertappt sich schnell beim Kopfnicken und dem dringenden Wunsch, jedes Stück zu einem erfolgreichen Ende zu führen und den Song so in vollem Umfang zum Klingen zu bringen.

Wahlweise kann ein einzelner Song gespielt oder die Kampagne oder eine lokale Multiplayer-Partie ausgewählt werden. Letztere gestaltet sich durch das gemeinsame Rasen über die Spuren ebenso chaotisch wie unterhaltsam.

Konnte das ursprüngliche Amplitude noch mit großer stilistischer Bandbreite und bekannten Künstlern wie Blink 182 oder Slipknot aufwarten, setzt die Neuauflage auf weitgehend unbekannte Stücke von Harmonix und anderen Spieleentwicklern und beschränkt sich zudem auf elektronische Musik. Das schwächt die Atmosphäre nicht massiv, aber spürbar: Es dauert so deutlich länger, bis ein Stück im Ohr hängenbleibt.

Amplitude ist für Playstation 4 erhältlich und kostet im Playstation Network als Download rund 20 Euro. Eine Portierung für PCs oder Konsolen von Microsoft oder Nintendo wird es nicht geben, weil Sony die Markte Amplitude gehört. Bei der Kickstarter-Kampagne war auch eine Umsetzung für die PS3 geplant; ob die noch erscheint, ist derzeit nicht bekannt.

Fazit

Aus heutiger Sicht ist Amplitude sehr einfach gestrickt, zudem kann der Soundtrack nicht mit dem des Originals mithalten. Trotzdem kann das Spiel wieder begeistern: Immer wieder stellt sich ein kleiner Rhythmusrausch beim Spielen der einzelnen Stücke ein. Amplitude ist 2016 natürlich längst nicht mehr so aufregend und bahnbrechend wie 2003 - aber ein gelungenes Musikspiel zum fairen Preis ist es allemal.

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Planet 15. Jan 2016

Ich habe den Vorgänger damals ausführlich gespielt, und ich bin auch großer Freund von...

Noren 14. Jan 2016

Der Nachfolger Beat Hazard Ultra aber nicht.


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