Amplitude im Test: Beats und Groove auf Knopfdruck

Noch bevor Musikspiele wie Rock Band oder Guitar Hero das Wohnzimmer eroberten, zeigte Harmonix mit Amplitude, wie gut sich Spiele und Musik vertragen. Jetzt erscheint für die PS4 eine über Kickstarter finanzierte Neuauflage - mit ähnlichem Suchtpotenzial wie das Original.

Artikel von veröffentlicht am
Amplitude
Amplitude (Bild: Harmonix)

Amplitude verfügt über eine Hintergrundgeschichte, das ist für ein Musikspiel ziemlich ungewöhnlich. Im aktuellen Fall wirkt die Handlung fast schon skurril. Sie dreht sich um einen Patienten, der im Koma liegt und über dessen Nervenbahnen der Spieler mit einem futuristischen Gleiter fliegt. Durch das Drücken von Knöpfen zum richtigen Zeitpunkt verbessert er den Gesundheitszustand des Kranken. Drückt er hingegen falsch, schwächt er den Patienten und senkt den Energiepegel. Am Ende ergibt das eine nur halbherzig erzählte, nicht besonders spannende Story. Trotzdem begeistert das Spiel.

Stellenmarkt
  1. Labortechniker Wärmetechnik und Lab Automation (m/w/d)
    über Hays AG, Hanau
  2. IT-Recruiter (m/w/d)
    Cegeka Deutschland GmbH, Neu Isenburg, Köln
Detailsuche

Denn die Hintergrundinformationen sind für den Spielspaß nicht erheblich. Letztendlich geht es nur darum, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Taste für den Punkt links, rechts oder in der Mitte zu drücken und so langsam in den Groove des jeweiligen Songs zu kommen. Dabei wird immer wieder von Spur zu Spur gewechselt, etwa vom Bass zum Schlagzeug oder Gesang. Abhängig von der jeweils überflogenen Spur und dem Rhythmus- und Reaktionsgefühl des Spielers nehmen die Songs dann auch an Fahrt und Komplexität auf oder verlieren diese Songelemente bei fehlerhaftem Drücken.

Der Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich und lässt spätere Stufen mit neuen Effekten zu einer hektischen und teils chaotischen Angelegenheit werden. Zwar erreicht Amplitude mit seiner grundsätzlich einfachen Bedienung nicht die Komplexität neuerer Musikspiele, einen hypnotischen Sog entfaltet es dennoch. Wer erst einmal angefangen hat, ertappt sich schnell beim Kopfnicken und dem dringenden Wunsch, jedes Stück zu einem erfolgreichen Ende zu führen und den Song so in vollem Umfang zum Klingen zu bringen.

Wahlweise kann ein einzelner Song gespielt oder die Kampagne oder eine lokale Multiplayer-Partie ausgewählt werden. Letztere gestaltet sich durch das gemeinsame Rasen über die Spuren ebenso chaotisch wie unterhaltsam.

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Konnte das ursprüngliche Amplitude noch mit großer stilistischer Bandbreite und bekannten Künstlern wie Blink 182 oder Slipknot aufwarten, setzt die Neuauflage auf weitgehend unbekannte Stücke von Harmonix und anderen Spieleentwicklern und beschränkt sich zudem auf elektronische Musik. Das schwächt die Atmosphäre nicht massiv, aber spürbar: Es dauert so deutlich länger, bis ein Stück im Ohr hängenbleibt.

Amplitude ist für Playstation 4 erhältlich und kostet im Playstation Network als Download rund 20 Euro. Eine Portierung für PCs oder Konsolen von Microsoft oder Nintendo wird es nicht geben, weil Sony die Markte Amplitude gehört. Bei der Kickstarter-Kampagne war auch eine Umsetzung für die PS3 geplant; ob die noch erscheint, ist derzeit nicht bekannt.

Fazit

Aus heutiger Sicht ist Amplitude sehr einfach gestrickt, zudem kann der Soundtrack nicht mit dem des Originals mithalten. Trotzdem kann das Spiel wieder begeistern: Immer wieder stellt sich ein kleiner Rhythmusrausch beim Spielen der einzelnen Stücke ein. Amplitude ist 2016 natürlich längst nicht mehr so aufregend und bahnbrechend wie 2003 - aber ein gelungenes Musikspiel zum fairen Preis ist es allemal.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Resident Evil (1996)
Grauenhaft gut

Resident Evil zeigte vor 25 Jahren, wie Horror im Videospiel auszusehen hat. Wir schauen uns den Klassiker im Golem retro_ an.

Resident Evil (1996): Grauenhaft gut
Artikel
  1. Streaming: Chromecast erhält spezielle Youtube-Fernbedienung
    Streaming
    Chromecast erhält spezielle Youtube-Fernbedienung

    Die Steuerung von Youtube auf einem Chromecast soll mit einer neuen Funktion deutlich komfortabler werden.

  2. Studie: Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren
    Studie
    Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren

    Nur eine sehr geringe Minderheit der Eltern will ihrem Kind erst mit 15 Jahren ein Smartphone zur Verfügung stellen.

  3. Google: Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones
    Google
    Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones

    Wer Google Assistant am Kopfhörer benutzen will, ist künftig auf ein Android-Gerät angewiesen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Samsung Portable SSD T5 1 TB 84€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • EPOS Sennheiser GSP 670 199€ • EK Water Blocks Elite Aurum 360 D-RGB All in One 205,89€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8 GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) [Werbung]
    •  /