Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Ampere-Grafikkarten: Nvidia bringt RTX A6000 und A40-Beschleuniger

GTC Europe 2020
Beide Nvidia -Modelle nutzen einen Vollausbau des GA102- Ampere -Chips und 48 GByte Videospeicher, aber langsameren GDDR6.
/ Marc Sauter
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
RTX A6000 (Bild: Nvidia)
RTX A6000 Bild: Nvidia

Nvidia hat die RTX A6000 für Workstations und den A40-Beschleuniger für Server vorgestellt. Die Ankündigung erfolgte auf der GTC Europe 2020, welche in diesem Jahr als digitale Hausmesse stattfindet. Beide Grafikkarten basieren auf der Ampere-Technik und nutzen einen GA102-Chip, wie er auch bei der Geforce RTX 3090 (Test) und bei der Geforce RTX 3080 (Test) verwendet wird.

Die RTX A6000 weist volle 10.752 FP32-Shader-Einheiten auf und soll laut Nvidia eine Rechenleistung von 40 Teraflops haben. Der A40-Beschleuniger hat gleich viele ALUs, taktet jedoch ein wenig geringer und erreicht daher nur rund 38 Teraflops - exakte Frequenzen nannte Nvidia vorab nicht. Die PCIe-Gen4-Grafikkarten sind jeweils auf 300 Watt ausgelegt, wobei die RTX A6000 eine aktive und der A40-Beschleuniger eine passive Kühlung nutzt.

Während die Geforce RTX 3090/3080 mit GDDR6X-Videospeicher ausgestattet sind, muss Nvidia bei der RTX A6000 und dem A40-Beschleuniger auf regulären GDDR6 setzen. Der liefert zwar eine geringere Geschwindigkeit, ist aber mit 16-GBit-Kapazität (2 GByte) verfügbar. Weil beide Profi-Grafikkarten mit 48 GByte Videospeicher versehen sind, nutzt Nvidia je ein Dutzend an Packages auf der Vorder- und der Rückseite der Platine.

Spezifikationen der RTX A6000 und des A40
Geforce RTX 3090 (Tesla) A40 (Quadro) RTX A6000
Chip GA102 (teilaktiviert) GA102 (Vollausbau) GA102 (Vollausbau)
FP32-ALUs 10.496 10.752 10.752
Textur-Einheiten 328 336 336
RT-Cores v2 82 84 84
Tensor-Cores v3 328 336 336
Basis/Boost-Takt 1.400/1.700 MHz (?) (?)
Videospeicher 24 GByte GDDR6X 48 GByte GDDR6 48 GByte GDDR6
Geschwindigkeit 19,5 GBit/s 14,5 GBit/s 16 GBit/s
Interface 384 Bit 384 Bit 384 Bit
Bandbreite 936 GByte/s 696 GByte/s 768 GByte/s
ROPs 112 112 112
Board-Power 350 Watt 300 Watt 300 W
Stromanschluss 1x Mini-12P 1x 8P 1x 8P
Kühlung aktiv passiv aktiv
NV-Link ja nein nein

Verglichen mit der bisherigen Quadro RTX 6000 hat die RTX A6000 doppelt so viel Speicher und eine signifikant höhere FP32-Rechenleistung, auch die Raytracing- und Tensor-Performance steigt ebenfalls drastisch. Der A40-Beschleuniger wiederum hat gleich viel Speicher wie die A100 -Karte, jedoch weniger PF64-Performance (doppelte Genauigkeit) und eine in etwa halbierte Bandbreite.

Die RTX A6000 soll im Dezember 2020 einzeln verfügbar sein, für OEM-Partner ab Anfang 2021. Der A40-Beschleuniger wiederum soll ebenfalls früh im kommenden Jahr verfügbar sein, Preise nannte Nvidia für beide Modelle nicht. Interessant ist zudem, dass der A40 mit drei Displayport-1.4-Ausgängen daherkommt, was bei bisherigen (Tesla-)Rechenkarten nicht der Fall war. Nvidia sagte, dies hätten Kunden gewünscht.

Nachtrag vom 5. Oktober 2020, 15:45 Uhr

Nachdem Nvidia beim A100 bereits das Tesla aus dem Namen gestrichen hat, folgt nun auch der Verzicht auf Quadro. Wir haben den Text entsprechend angepasst, da Nvidia diese Änderung vorab nicht kommuniziert hatte.


Relevante Themen