Das Schiff fährt mit grünem Ammoniak

Ammoniak wird heute vor allem in der Düngemittelindustrie eingesetzt. Deshalb gibt es schon eine entsprechende Industrie, die Technologie dafür ist etabliert. Hergestellt wird die Stickstoff-Wasserstoff-Verbindung im Haber-Bosch-Verfahren, das vor rund 100 Jahren entwickelt wurde.

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Häufig wird dabei Wasserstoff aus fossilem Erdgas eingesetzt. Doch ShipFC hat sich zum Ziel gesetzt, grünen Ammoniak zu verwenden.

Das bedeutet, dass zum einen grüner Wasserstoff verwendet wird, der nicht aus Erdgas gewonnen wird, sondern per Elektrolyse aus Wasser. Zum anderen soll der Strom für den ganzen Prozess aus erneuerbaren Quellen stammen.

Diesen Part übernimmt Yara. Das norwegische Unternehmen ist der größte Ammoniak- und Düngemittelhersteller der Welt. Yara plant, im kommenden Jahr eine Pilotanlage für die Herstellung von grünem Ammoniak in Betrieb zu nehmen. Der Betrieb mit sauberem Strom ist sichergestellt. Norwegen deckt seinen Strombedarf fast ausschließlich aus erneuerbaren Quellen.

Yara setzt selbst ein elektrisch betriebenes Schiff ein, die Yara Birkeland. Es soll die Produkte von einer Yara-Fabrik zu zwei Seehäfen bringen, von wo aus sie dann verschifft werden. Die Yara Birkeland soll dabei künftig nicht mehr von einer Besatzung gesteuert werden, sondern autonom fahren.

Nach einer pandemiebedingten Baupause wurde das Schiff Ende des vergangenen Jahres an Yara übergeben. Es soll schrittweise vom Betrieb mit Crew in den automatischen Betrieb überführt werden. Im Laufe des Jahres 2022 soll es dann die Pendelroute zwischen Fabrik und den beiden Häfen selbstständig befahren.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Den Strom für den Antrieb der Yara Birkeland liefert ein Akku. Der hat zwar eine Kapazität von etwa 7 Megawattstunden, mit einer Ladung schafft das Schiff knapp 120 Kilometer. Hochseeschiffe wie die Viking Energy brauchen aber eine größere Reichweite. Ammoniak-Brennstoffzellen können hier eine Alternative sein.

ShipFC ist nicht das einzige Projekt, das sich damit beschäftigt. Kürzlich wurde das dänisch-norwegische Projekt Aegir gegründet, das zwei verschiedene Typen von Brennstoffzellen kombinieren will. Das 2020 gestartete EU-Projekt Highly Efficient Power Production By Green Ammonia Total Oxidation In A Membrane Reactor (Hipowar) will einen mit Ammoniak betriebenen Membranreaktor entwickeln. Der ähnelt vom Aufbau her einer Brennstoffzelle, ist aber einfacher und kostengünstiger als diese.

Das Brennstoffzellensystem auf der Viking Energy soll Ende 2023 eingebaut werden. Die ersten Testfahrten des sauberen Schiffs sind für 2024 geplant.

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 Die Viking Energy emittiert Wasser und Stickstoff
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Eheran 12. Mai 2021 / Themenstart

Tatsächlich muss so ziemlich jeder Tank mit Überdruck alle paar Jahre abgenommen werden...

Copper 11. Mai 2021 / Themenstart

Was soll daran komisch sein? Es werden Vorgaben zu Dingen gemacht, mit denen Otto-Normal...

Eheran 08. Mai 2021 / Themenstart

Kleine Info: Jede Reaktion, die Energie liefert, entnimmt dem Produkt (bzw. Edukt) eben...

Mikrotherion 08. Mai 2021 / Themenstart

Für die Umwelt vermutlich weniger schlimm, für die Personen auf den Schiffen dafür...

Mikrotherion 08. Mai 2021 / Themenstart

Doch, kommt nur auf den Blickwinkel an. Von der Teilchenzahl her sind es 3/4 Wasserstoff...

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