• IT-Karriere:
  • Services:

Amiga Mini: Linux-PC im Alugehäuse

Der Amiga Mini ist der erste Amiga des 2010 neu gegründeten Unternehmens Commodore. Er hat Ähnlichkeit mit Apples Mac Mini, enthält PC-Hardware und besitzt eine Linux-Distribution im Amiga-Look.

Artikel veröffentlicht am ,
Amiga Mini - ein kleiner PC mit Linux
Amiga Mini - ein kleiner PC mit Linux (Bild: Commodore)

Commodores erster Amiga-Rechner, der Amiga Mini, ist fertig. Commodore ist ein im April 2010 gegründeter kleiner PC-Hersteller. Dessen Gründer Barry Altman will von dem in den letzten Jahrzehnten viel herumgereichten Firmennamen profitieren und die Marke Amiga wieder mit Leben füllen.

Stellenmarkt
  1. neubau kompass AG, München
  2. Diehl Defence GmbH & Co. KG, Überlingen am Bodensee

Die PowerPC-Plattform findet in den neuen Amigas kein Zuhause, stattdessen sind es, wie seit Jahren auch bei Apple, nun x86-basierte PCs - in dem Fall mit Linux. Von Apple hält Altman nicht viel, auf der Unternehmenswebseite heißt es, das Commodore-Team sei abgestoßen vom Revisionismus von Apple.

  • Amiga Mini - Front der schwarzen Version (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini - Front der silbernen Version (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini - ein PC mit Linux und einer gewissen Ähnlichkeit zum Mac Mini (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini (Bild: Commodore)
  • Amiga Mini (Bild: Commodore)
Amiga Mini - ein PC mit Linux und einer gewissen Ähnlichkeit zum Mac Mini (Bild: Commodore)

Dennoch kann sich auch Commodore nicht den Einflüssen von Apple entziehen: Der Amiga Mini sieht einem Mac Mini sehr ähnlich. Von den Außenmaßen entspricht er etwa Apples flacher aktueller Version des Kompaktrechners, in der Höhe aber den ersten Mac-Mini-Ausgaben. Der Amiga Mini hat eine quadratische Grundfläche mit 19,7 Zentimetern Kantenmaß und einer Höhe von 7,5 Zentimetern.

Die Ausstattung

Der neue Amiga soll als Heimkino-PC (HTPC), als Arbeitsrechner und auch als Spiele-PC geeignet sein. Im Rechner arbeitet ein Intel Core i7-2700k mit 3,5 GHz, dem 16 GByte DDR3-1333-RAM und wahlweise eine Festplatte (1 TByte) oder eine SSD (300 oder 600 GByte) zur Verfügung stehen. Im Gehäuse ist noch Platz für ein weiteres 2,5-Zoll-Lauferk. Die Commodore-eigene Linux-Distribution Commodore OS Vision ist vorinstalliert und sieht auch eine Parallelinstallation etwa von Windows vor.

Für Wohnzimmer und Multimonitor-Arbeitsplätze verfügt der Amiga Mini mit HDMI, 2x Dual-Link-DVI, Displayport und mitgeliefertem VGA-Adapter über genügend Schnittstellen. Sein Slot-in-Blu-ray-Laufwerk könnte für die Filmwiedergabe genutzt werden, ebenso der 7.1-Kanal-Klang. Dazu kommen ein Gigabit-Ethernet-Port, 4x USB 3.0. 4x USB 2.0 sowie WLAN 802.11n mit zwei ausgeführten Antennen.

Ausgerechnet als Spielerechner ist der Amiga Mini aber mit hochauflösender Spielegrafik ebenso überfordert wie der Mac Mini (AMD Radeon HD 6630M). Denn Commodore verbaut in dem kleinen stylischen PC nur eine Geforce GT 430. Dieser Grafikchip reicht für einfachere Spiele sowie für die Emulation von Amiga- und C64-Spielen.

Der Preis

Es gibt den Amiga Mini - mit einigen Wochen Wartezeit - als Barebone für 345 US-Dollar und voll bestückt mit Festplatte ab 2.495 Euro. Mit einer SSD steigt der Preis um 500 bis 1.000 US-Dollar. Damit liegt er preislich im oberen Bereich und ist auch teurer als der mit weniger Speicher bestückte Mac Mini.

An das Vorbild Amiga 500 kann der neue Commodore damit nicht anschließen. Das meistverkaufte klassische Amiga-Modell aus dem Jahr 1985 galt seinerzeit als der Heimcomputer mit der leistungsfähigsten Hardware. Er wurde bis 1991 gefertigt. Durch die starke Ausrichtung auf eine junge Zielgruppe, auf Spieler und Kreative hat es das gescheiterte erste Unternehmen Commodore allerdings auch nie geschafft, mit seinen Amigas für große Unternehmen attraktiv zu werden.

Nachtrag vom 23. März 2012, 11:55 Uhr

Commodore LLC hat das Amiga-Mini-Gehäuse nicht selbst designt und gefertigt, was kaum überrascht. Wie ein Golem.de-Leser im Forum mitteilte, handelt es sich um das F1C-Chassis vom Hersteller Streacom, der auch eine Vertretung in Deutschland hat. Das Mini-ITX-Gehäuse F1C ist in Deutschland nackt, also auch ohne Netzteil, bei zwei Onlinehändlern für 80 Euro erhältlich.

Nachtrag vom 23. März 2012, 14:39 Uhr

Aufgrund der Kritik am hohen Preis bietet Commodore LLC nun auch andere CPU-Modelle und weniger Speicher an. Mit einem Core i3-2130 mit 3,4 GHz und 4 GByte DDR3-SDRAM sinkt der Preis dann auf 1.500 US-Dollar. Zudem sank die teuerste Konfiguration um beachtliche 500 US-Dollar auf knapp 2.000 US-Dollar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

terminar 29. Mär 2012

Hi! Ist noch keinem aufgefallen das das Board was in der Gallerie (http://www...

Der Held vom... 26. Mär 2012

Und da ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass der neue Commodore-Usurpator sicher...

Anonymer Nutzer 26. Mär 2012

Oh Hilfe, was ist das denn für eine Seite? Sieht aus, als wäre die seit 1995 nicht mehr...

Keridalspidialose 25. Mär 2012

Drauf steht Amiga, es sieht aus wie ein Mac mini und drinnen ist ein x86er-PC.

Anonymer Nutzer 24. Mär 2012

genial :D


Folgen Sie uns
       


Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test: Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen
Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test
Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen

Die Airpods Pro haben neue Maßstäbe bei Bluetooth-Hörstöpseln gesetzt. Sennheiser und Huawei ziehen mit True Wireless In-Ears mit ANC nach, ohne eine Antwort auf die besonderen Vorzüge des Apple-Produkts zu haben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Googles Bluetooth-Hörstöpsel Pixel Buds 2 mit Echtzeitübersetzung kosten 200 Euro
  2. Bluetooth-Hörstöpsel Google will Klangprobleme beseitigen, Microsoft nicht
  3. Bluetooth-Hörstöpsel Aldi bringt Airpods-Konkurrenz für 25 Euro

KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence
KI-Startup
Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence

Der CDU-Politiker Amthor fungierte als Lobbyist für das KI-Startup Augustus Intelligence. Warum sich die Regierung mit der Firma traf, ist weiter unklar.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Texterkennung OpenAIs API beantwortet "Warum ist Brot so fluffig?"
  2. Cornonavirus Instagram macht Datensatz für Maskenerkennung ungültig
  3. KI Software erfindet Wörter und passende Definitionen dazu

Zukunft in Serien: Realistischer, als uns lieb sein kann
Zukunft in Serien
Realistischer, als uns lieb sein kann

Ältere Science-Fiction-Produktionen haben oft eher unrealistische Szenarien entworfen. Die guten neueren, wie Black Mirror, Years and Years und Upload nehmen hingegen Technik aus dem Jetzt und denken sie weiter.
Von Peter Osteried

  1. Power-to-Liquid Sunfire plant E-Fuels-Produktion in Norwegen
  2. Gebäudetechnik Thyssen-Krupp baut neuen Aufzugsturm
  3. Airbus Elektronische Nasen sollen Sprengstoff aufspüren

    •  /