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AMI: Sourcecode von UEFI-Firmware samt privatem Schlüssel im Netz

Der Sicherheitsforscher Adam Caudill ist über einen offenen FTP-Server in Taiwan gestolpert, der neben diversen privaten Daten auch den Quellcode von UEFI-Firmware von American Megatrends samt dem privaten Schlüssel zum Signieren enthalten hat.
/ Jens Ihlenfeld
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UEFI-Sourcecode von AMI im Netz (Bild: Adam Caudill)
UEFI-Sourcecode von AMI im Netz Bild: Adam Caudill

Unter der Überschrift "Security Done Wrong" berichtet der Sicherheitsforscher Adam Caudill(öffnet im neuen Fenster) über einen Zufallsfund im Netz: Es handelt sich um einen offenen FTP-Server in Taiwan, auf dem er in einem 'Ivy Bridge' benannten Archiv verschiedene Versionen einer AMI-Firmware fand, zusammen mit dem privaten Schlüssel zum Signieren dieser Firmware.

Mit Hilfe des Firmware-Quellcodes und des privaten Schlüssels sei es für Dritte recht einfach, UEFI-Updates mit Schadroutinen zu erstellen, die sich auf Systemen mit der Originalfirmware korrekt installieren ließen. Da Nutzer eher selten UEFI-Firmware aktualisierten, so Caudill, sei damit zu rechnen, dass die Sicherheitslücke längere Zeit offen bleibe. Entdecken lasse sich solche Schadsoftware kaum.

Der Firmware-Code sei zudem recht aktuell, im Kopf tauche ein Copyright-Hinweis aus dem Jahr 2012 auf. Caudill geht davon aus, dass der Code aus dem Februar stammt.

Caudill hat den Hersteller und den Betreiber des FTP-Servers informiert. Den Namen des Herstellers und die Adresse des FTP-Servers will er nicht nennen.


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