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Fahrleistung jenseits der Erwartungen

Mit dem Dreifachen eines beherzten Antritts ist also zu rechnen und der wird geliefert, vor allem wenn die Stufen Eco und Auto direkt ignoriert werden. Es folgen die Stufen Trail und Turbo. Erst nach einer ausdrücklichen Aktivierung wird der Turboboost für 30 Sekunden freigeschaltet.

Wirklich nötig ist die Maximalstufe in der Praxis nicht. Es genügt die mittlere Leistungsstufe und ein etwas kräftigerer Antritt, um das Vorderrad auszuheben und quasi unabhängig vom Steigungswinkel auf 25 km/h zu beschleunigen.

Im Straßenverkehr ist dieses Verhalten alles andere als vorteilhaft. Bei den Testfahrten, die zwangsläufig auf der Straße starteten, war die Bremse durchgehend beschäftigt, weil das Rad schneller als Autos und kaum dosiert beschleunigt. Hier unachtsam zu sein, führt zum direkten Kontakt mit der nächsten Heckstoßstange.

Auf der Stufe mit der automatischen Unterstützung hingegen fährt sich das Carbon Pro weniger aggressiv und entsprechend beherrschbarer. Im Gelände gibt es bei diesem Modus aber teils etwas zögerlich Zusatzkraft auf die Pedale.

Anstieg, welcher Anstieg?

Auf den Fahrten durch steile Flusstäler gab es praktisch keine Hindernisse, die das Fahrrad an seine Grenzen führen konnten. Allenfalls an ein paar wenigen Rampen war es nötig, die Zusatzleistung zu aktivieren, um auch dort die Geschwindigkeit von 25 km/h zu erreichen.

Das bereitet extrem viel Spaß, verlangt aber gleichzeitig extrem viel Aufmerksamkeit und ein gewisses Maß an fahrerischem Können. Schließlich sind steile Pfade durch den Wald nicht eben und weisen enge Kurven und nicht immer die eindeutigste Wegführung auf.

Wie auch bergab hilft die Bereifung. Die Gummis von Schwalbe sind zwar allenfalls Standardware, aber perfekt für grobes Gelände. Auch gefällt die Kombination aus 29 Zoll vorn und 27,5 Zoll hinten. Hindernisse werden leichter genommen, zudem gewinnt man bei schmalen Strecken etwas Beweglichkeit.


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