AMDs Ryzen 3000 kommen: Intel soll CPU-Preise um 15 Prozent senken
Intel soll niedrigere Preis für die eigenen Prozessoren an seine Partner kommuniziert haben, berichtet der taiwanische Branchen-Dienst Digitimes(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Mainboard-Hersteller. Die Rede ist von Preissenkungen um 10 bis 15 Prozent, damit die Chips besser gegen AMDs am 7. Juli 2019 erscheinende Ryzen 3000 alias Matisse aufgestellt sind.
Aktuelles Topmodell ist der Core i9-9900K (Test) mit acht Kernen, allerdings wird AMD mit dem Ryzen 9 3900X eine CPU anbieten, die bei fast gleichem Listenpreis von 500 statt 488 US-Dollar gleich zwölf Cores aufweist. Der achtkernige Ryzen 7 3800X soll sogar nur 400 US-Dollar vor Steuern kosten, was kaum mehr ist als die 374 US-Dollar, welche Intel nominell für den Core i7-9700K aufruft.
Die Listenpreise gelten allerdings offiziell nur bei Abnahme von 1.000 Chips und haben in der Regel kaum etwas damit zu tun, was Partner zahlen. Sie sind auch nur ein grober Richtwert dafür, was die Prozessoren im Endkundenhandel kosten. In den USA etwa ruft Best Buy für den Core i9-9900K gleich 530 US-Dollar auf, bei Newegg sind es 494 US-Dollar und hierzulande wird die CPU für 470 Euro (Mindfactory) über 490 Euro (Caseking) bis hin zu 570 Euro (Alternate) angeboten.
Ohnehin dürfte Intel mit den Preissenkungen nicht primär die teuren Modelle im Auge haben, sondern die günstigeren, welche häufiger verkauft werden: Hier dürfte AMD mit dem Ryzen 5 3600(X) und dem Ryzen 7 3700X für 200 US-Dollar bis 400 US-Dollar den größten Druck auf Intel ausüben. Modelle wie der Core i5-9600K sind seit Anfang des Jahres von gut 260 Euro auf momentan 230 Euro gefallen, der Core i7-9700K gar von 430 Euro auf 370 Euro. Insofern bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Preise für Endkunden mit den Ryzen 3000 ändern.

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