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AMD Raphael (Zen 4): Ryzen 7000 treten wohl mit vier Modellen an

Ähnliches Line-up wie 2020: Die Ryzen 7000 sollen vorerst vier CPUs umfassen, mit 6C/12T am unteren Ende und 16C/32T am oberen.
/ Marc Sauter
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Ein Tray mit zwei Ryzen 7000 (Bild: AMD)
Ein Tray mit zwei Ryzen 7000 Bild: AMD

Bei AMD laufen bereits die Vorbereitungen für den Launch der Ryzen 7000 (Raphael mit Zen 4), weshalb erste Modelle kurzfristig in der hauseigenen Marketing-Bibliothek(öffnet im neuen Fenster) gelistet waren (via Videocardz(öffnet im neuen Fenster) ): Demzufolge wird es zu Beginn vier CPUs geben, womit AMD analog zu den Ryzen 5000 vorgeht, die ebenfalls mit einem Viererpack gestartet waren.

Den Einträgen nach soll einen Ryzen 9 7950X mit 16C/32T, einen Ryzen 9 7900X mit 12C/24T, einen Ryzen 7 7700X mit 8C/16T und einen Ryzen 5 7600X mit 6C/12T geben. Interessant ist dabei der Name des Octacores, denn dieser legt nahe, dass die TDP-Einordung niedriger ausfällt als beim Ryzen 7 5800X und von Anfang an ein 65-Watt-Modell geplant ist; den Ryzen 7 5700X hatte AMD erst vor wenigen Wochen veröffentlicht.

Abseits der Namen lassen sich aus der Marketing-Bibliothek keine Informationen entnehmen. Bei Twitter(öffnet im neuen Fenster) zirkuliert jedoch ein Detail: Die beiden Ryzen 9 sollen demzufolge mit 170 Watt TDP antreten, was ein PPT (Package Power Target) und somit eine reale Leistungsaufnahme von bis zu 230 Watt bedeutet. Für den Ryzen 7 7700X wiederum könnten es 65/88 Watt und für den Ryzen 5 7600X leicht niedrigere 65/76 Watt sein, ein eventueller Ryzen 7 7800X dürfte mit 105/142 Watt antreten.

Vorabmodell mit bis zu 5,5 GHz

Wie hoch die TDP sowie das PPT und die damit in der Praxis anliegenden Frequenzen ausfallen werden, gilt es somit noch abzuwarten. AMD selbst hatte eine 16C/32C-Vorabmodell mit bis zu 5,5 GHz gezeigt - allerdings nicht bei Last auf allen Kernen wie etwa bei Blender. Stattdessen wurde der Chip mit Ghostwire Tokyo präsentiert, das Spiel nutzt allerdings nur einen Bruchteil der vorhandenen Cores.

Spezifikationen von AMDs Ryzen 7000 (Raphael)
Kerne Takt L3-Cache Speicher TDP PPT Launch-Preis
Ryzen 9 7950X3D 16C/32T 4,2 GHz bis 5,7 GHz 128 MByte DDR5-5200 120 Watt 160 Watt 700 USD
Ryzen 9 7950X 16C/32T 4,5 GHz bis 5,7 GHz 64 MByte DDR5-5200 170 Watt 230 Watt 700 USD (850 Euro)
Ryzen 9 7900X3D 12C/24T 4,4 GHz bis 5,6 GHz 128 MByte DDR5-5200 120 Watt 160 Watt 600 USD
Ryzen 9 7900X 12C/24T 4,7 GHz bis 5,6 GHz 64 MByte DDR5-5200 170 Watt 230 Watt 550 USD (670 Euro)
Ryzen 9 7900 12C/24T 3,6 GHz bis 5,4 GHz 64 MByte DDR5-5200 65 Watt 88 Watt 430 USD
Ryzen 7 7800X3D 8C/16T ? GHz bis 5,0 GHz 96 MByte DDR5-5200 120 Watt 160 Watt 450 USD
Ryzen 7 7700X 8C/16T 4,5 GHz bis 5,4 GHz 32 MByte DDR5-5200 105 Watt 142 Watt 400 USD (480 Euro)
Ryzen 7 7700 8C/16T 3,6 GHz bis 5,3 GHz 32 MByte DDR5-5200 65 Watt 88 Watt 330 USD
Ryzen 5 7600X 6C/12T 4,7 GHz bis 5,3 GHz 32 MByte DDR5-5200 105 Watt 142 Watt 300 USD (360 Euro)
Ryzen 5 7600 6C/12T 3,8 GHz bis 5,1 GHz 32 MByte DDR5-5200 65 Watt 88 Watt 230 USD
Ryzen 5 7500F (ohne iGPU) 6C/12T 3,7 GHz bis 5,0 GHz 32 MByte DDR5-5200 65 Watt 88 Watt 179 USD

Die Ryzen 7000 alias Raphael mit Zen-4-Architektur sollen unbestätigten Meldungen zufolge am 15. September 2022 in den Handel kommen. Sie erfordern eine Hauptplatine mit Sockel AM5 und laufen einzig mit DDR5-Arbeitsspeicher, zudem wird je nach Mainboard-Chip(s) für Grafikkarte und SSD der PCIe-Gen5-Standard unterstützt. Topmodell wird der X670E, zudem gibt es den X670, den B650E und den B650.

Aktuelle AM4-Kühler lassen sich bei AM5-Brettern weiterverwenden, da AMD die Bohrungen entsprechend gestaltet hat. Zumindest bei den schnelleren CPUs ist jedoch das PPT von 230 Watt statt 142 Watt zu beachten, was eine leistungsfähigere Kühlung erfordert - sei es durch ein stärkeres Modell oder durch lautere Lüfter.


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