AMD Workstation CPU: Leaks zeigen 64-Core Threadripper Pro 7985X

Leaks aus einer Benchmark-Datenbank zeigen Details zu den kommenden Profi-CPUs von AMD. Es gibt deutliche Unterschiede zu Epyc-Prozessoren.

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Erneut soll der Threadripper Pro bis zu 64-Kerne bieten. Neu ist der schnellere DDR5-Speicher.
Erneut soll der Threadripper Pro bis zu 64-Kerne bieten. Neu ist der schnellere DDR5-Speicher. (Bild: AMD)

In der öffentlichen Datenbank von Puget Systems sind offenbar versehentlich Daten zu kommenden AMD-Prozessoren veröffentlicht worden. Die nächste Workstation-CPU-Generation von AMD wird im Herbst 2023 erwartet und setzt auf Zen-4-Kerne. Viel mehr war bisher noch nicht bekannt, insbesondere nicht, ob das 12-Kanal-Speicherinterface der Epyc-Prozessoren übernommen werde.

Das scheint nicht der Fall zu sein, denn der AMD Ryzen Threadripper Pro 7985X wurde von Puget mit dem Agisoft Metashape 1.8.5 getestet und war dabei mit acht DDR5-5600 Modulen mit je 32 GByte bestückt. Die Boulder-Gulch-Plattform setzt also offenbar wie vorherige Threadripper-Pro-Generationen auf ein Achtkanal-Speicherinterface.

Die Durchsatzrate steigt durch den Wechsel von DDR4 zu DDR5 erheblich an. Mit acht Dual-Rank-Modulen mit DDR4-3200 Geschwindigkeit schafft ein Threadripper-Pro-5000 aktuell maximal 204,8 GByte pro Sekunde. DDR5-5600 sorgt mit errechneten 358,4 GByte/s für einen großen Sprung. Pro Kern stehen damit 5,6 GByte/s gegenüber 3,2 GByte/s zur Verfügung.

Details zum neuen Sockel sind noch nicht gesichert. Tomshardware vermutet eine Variante des SP6 für AMD Epyc (Siena) Prozessoren. Damit wären acht Speicherkanäle sowie 96 PCI-Express-Lanes möglich. Weitere 48 Lanes sind für CXL (Compute Express Link) vorgesehen, könnten für die Threadripper-Plattform aber für PCI-Express verwendet werden.

Ein größerer Sockel wäre auch platzmäßig problematisch, da SP5-Prozessoren enorm groß sind und im bei Workstations verbreiteten E-ATX-Format zu viel Platz brauchen. In diesem Fall müsste man auf I/O-Optionen wie PCI-Express-Anschlüsse verzichten. Die Benchmarks selbst sind nur teilweise aussagekräftig, da es sich beim verwendeten Metashape-Benchmark in erster Linie um einen GPU-Benchmark handelt.

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