AMD: Ryzen-Treiber korrigiert Kernauswahl unter Windows 11

Windows 11 nutzt seit dem Patch den schnellsten CPU-Kern, auch der L3-Cache-Bug wurde korrigiert. Die Ryzen-Performance stimmt wieder.

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Ein Ryzen-CCD auf einem Ryzen-Schriftzug
Ein Ryzen-CCD auf einem Ryzen-Schriftzug (Bild: OC_Burner/Fritzchens Fritz)

AMD hat einen Chipsatz-Treiber für die eigenen Ryzen-Chips unter Windows 11 veröffentlicht, der das Problem mit der CPU-Kernzuweisung behebt. Bisher erkannte das Betriebssystem nicht richtig, welcher der schnellste Kern ist, was die Leistung gerade bei Prozessoren mit acht oder mehr Cores reduzierte.

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Ob der Fehler schlussendlich bei AMD oder bei Microsoft zu suchen war, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Der Chipsatz-Treiber v3.10.08.506 stellt ungeachtet dessen wieder sicher, dass per CPPC2 (Collaborative Power Performance Control 2) dem Scheduler des Betriebssystems mitgeteilt wird, welcher CPU-Kern der schnellste ist, und es Singlethread-Workloads auf diesen packt.

Neben dem CPPC2-Problem behob Microsoft den Fehler, der die Latenz und Transferrate des L3-Caches heftig verschlechterte. Das führte zu Leistungseinbußen von bis zu 15 Prozent, wobei vor allem (E-Sport-)Spiele stark und Anwendungen weniger betroffen sind. Das KB5006746-Update, welches Windows 11 auf die Build 22000.282 aktualisiert, korrigiert diesen Problem.

Zugriffszeiten wieder auf normalem Niveau

Durch den Bug betrug die Latenz über 30 ns anstatt rund 10 ns, auch brach die Bandbreite des L3-Caches drastisch ein. Üblich sind knapp 400 GByte/s lesend und knapp 400 GByte/s schreibend - vor dem Update aber waren es teils nicht einmal 100 GByte/s. Allgemein sagte AMD, dass der Performance-Rückgang in Anwendungen durchschnittlich bei 3 bis 5 Prozent liegen solle, allerdings mit Ausreißern in kompetitiven Spielen.

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Einen faden Beigeschmack erhalten der Treiber für den CPPC2-Bug und das KB5006746-Update mit Hinblick darauf, dass zum Start von Windows 11 die Leistung der Ryzen-Prozessoren geringer ausfiel als unter Windows 10, während Intels kommende Alder-Lake-Generation unter Windows 11 einen neuen Scheduler erhält, damit die heterogenen CPU-Kerne des Hybrid-Designs korrekt angesprochen werden.

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