Zum Hauptinhalt Zur Navigation

AMD Ryzen 7 9800X3D: Doch kein 35-Prozent-Turbo für AMDs Gaming-CPU

Mainboard-Hersteller Gigabyte nennt in einem aktuellen Video andere, niedrigere Zahlen. AMD lässt beim neuen Ryzen mehr Tuning zu als bisher.
/ Martin Böckmann
5 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Eine AMD-X3D-CPU auf einem MSI-Mainboard. Per Agesa-Update erlaubt AMD auch hier einen Turbo-Modus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Eine AMD-X3D-CPU auf einem MSI-Mainboard. Per Agesa-Update erlaubt AMD auch hier einen Turbo-Modus. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Gigabyte hat in einem Video auf dem japanischen Aorus-Youtube-Kanal(öffnet im neuen Fenster) den X3D-Turbo-Modus gezeigt. Dabei nennt der Hersteller die Voraussetzungen, um den Modus aktivieren zu können und zeigt, wie man die Leistungssteigerung einstellt. Was genau das Mainboard anschließend im Hintergrund macht, erklärt Gigabyte allerdings weiterhin nicht.

Von den ursprünglich angegebenen 35 Prozent Mehrleistung ist allerdings keine Rede mehr. Je nach Titel gibt der Hersteller eine Leistungssteigerung im einstelligen Prozentbereich an, in Far Cry 6 sollen es beispielsweise 3,56 Prozent sein, bei Shadow of the Tomb Raider 5,01 Prozent.

Das erscheint angesichts der von AMD vorgegebenen Möglichkeiten realistisch. Nutzer können beim AMD Ryzen 7 9800X3D wie gewohnt den Arbeitsspeicher tunen, den Infinity-Fabric-Takt (FCLK) anheben und den Basistakt (BCLK) einstellen. Zusätzlich ist erstmals auch die Kerntaktrate frei einstellbar. Eine Wunderwaffe für zweistellige Leistungssteigerungen finden wir unter diesen Möglichkeiten nicht.

Turbo auch für andere CPUs

Interessanterweise ist laut Gigabyte entweder ein X3D-Prozessor für den Sockel AM5 oder ein Ryzen-9000-Prozessor erforderlich, um den X3D-Turbo nutzen zu können. Möglicherweise lässt sich die 1-Klick-Option also auch für die Beschleunigung von normalen Zen-5-CPUs nutzen.

Asus nennt mehr Details zur Funktion, die mit der Agesa-Version 1.2.0.2a allen Mainboardherstellern offensteht. Wenn eine Dual-CCD-CPU wie der AMD Ryzen 9 7950X3D genutzt wird, deaktiviert die als "Turbo Game Mode" bezeichnete Funktion den CCD (Core Complex Die) ohne 3D-Vcache und schaltet zudem SMT (Simultaneous Multithreading) ab.

Beides soll dafür sorgen, dass die Zuweisung der Threads für Windows einfacher wird und die CPU-Kerne optimal ausgelastet werden. Zudem wird es unmöglich, dass Teile des Spiels fälschlicherweise auf Kernen ohne direkten Zugriff auf 3D-Vcache ausgeführt werden. Da der Turbo-Modus von AMD stammt, dürften sich die Implementierungen der einzelnen Mainboardhersteller nur in Details voneinander unterscheiden.


Relevante Themen