AMD Rembrandt: Das Plus bei Zen3+ steht für Effizienz

Mit 6-nm-Technik und Optimierungen für den Strombedarf: Für die Ryzen Mobile 6000 hat AMD viele Details angepasst.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Rembrandt alias Ryzen Mobile 6000 nutzt Zen3+.
Rembrandt alias Ryzen Mobile 6000 nutzt Zen3+. (Bild: AMD)

Während ein Pluszeichen bei Intel lange Jahre eine leicht verbesserte Fertigung bedeutete, soll es bei AMD auf eine verbesserte Microarchitektur hinweisen: Das war bei Zen1+ so und gilt auch für Zen3+, wenngleich der Fokus ein anderer ist.

Stellenmarkt
  1. Data Scientist (w/m/d)
    dmTECH GmbH, Karlsruhe
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Customer Support für Förderprogramme
    Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main
Detailsuche

Für die Ryzen Mobile 6000 alias Rembrandt hat sich AMD darauf konzentriert, verglichen zu den bisherigen Ryzen Mobile 5000 alias Cezanne vor allem die Effizienz und damit die Akkulaufzeit für mit den Laptop-APUs ausgestatteten Notebooks zu steigern. Hierfür wählte der Hersteller eine Kombination aus feinerem Node und Optimierungen am Design der Prozessoren, wodurch Rembrandt die höchste Leistung pro Watt und die beste Performance pro Quadratmillimeter liefern soll.

Der Chip misst 210 statt 180 mm² und weist 13,1 statt 10,7 Milliarden Transistoren auf - die Dichte ist ergo leicht gestiegen. Möglich wird das durch TSMCs N6, also 6 nm EUV, statt dem bisherigen N7, sprich 7 nm DUV. Statt das Die kompakter zu machen, hat AMD die Grafikeinheit massiv aufgewertet sowie einen Speichercontroller rein für (LP)DDR5 entwickelt und neue abschaltbare Bereiche plus Schlafmodi integriert.

Das kann Zen3+

Für die acht auf Zen3+ basierenden CPU-Kerne etwa wurden die Leckströme reduziert, der Package C6 (PC6) ist dank Hardware-Implementierung viermal so flott, das Data Fabric des Octacore-Clusters (CCX) kann per C-State schlafen gelegt werden, bei häufigen Cache-Misses bleibt der RAM-Controller aktiv statt ständig aufgeweckt werden zu müssen, was durch die kürzere Latenz mittelfristig Energie spart, der L3 kann ignoriert werden und der CPPC2 nun einzelne Threads statt nur Cores hochtakten.

  • Verbesserungen von Rembrandt im Überblick (Bild: AMD)
  • Blockdiagramm von Rembrandt (Bild: AMD)
  • Die APUs weisen multiple Effizienz-Optimierungen auf. (Bild: AMD)
  • Zen3+ etwa hat einen C-State für die CCX-Data-Fabric und ... (Bild: AMD)
  • ... ein besseres Package C6 dank Hardware-Unterstützung. (Bild: AMD)
  • Das SoC selbst hat deutlich mehr Power-Isles als bisher ... (Bild: AMD)
  • ... und hat Optimierungen für die iGPU-Bandbreite erhalten. (Bild: AMD)
  • Das neue Power-Management-Framework ist OEM-abhängig. (Bild: AMD)
  • Panel Self Refresh arbeitet nun feinkörniger. (Bild: AMD)
  • Rembrandt unterstützt bis zu vier Displays. (Bild: AMD)
  • Die iGPU basiert erstmals auf der RDNA2-Technik. (Bild: AMD)
  • Im Vollausbau sind 768 Shader-Einheiten vorhanden. (Bild: AMD)
  • Ein DSP kann eine aktive Geräuschunterdrückung effizient berechnen. (Bild: AMD)
  • USB 4 ist im SoC integriert, BT 5.2 und Wi-Fi 6E sind extern. (Bild: AMD)
Verbesserungen von Rembrandt im Überblick (Bild: AMD)
Golem Karrierewelt
  1. Masterclass Data Science mit Pandas & Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.09.2022, Virtuell
  2. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auf SoC-Ebene gibt es mehr Power-Isles, damit sich die einzelnen IP-Blöcke getrennt abschalten lassen können. Bei Rembrandt sind das jeder einzelne CPU-Kern, die Grafikeinheit, der Display-Controller, Das Fabric, die Southbridge, der Pluton-Sicherheitsblock und die Z-State-Region zur Steuerung besagter Inseln. Zudem hat AMD das Energie-Budget dahingehend optimiert, dass die GPU mehr Speicherbandbreite zur Verfügung hat.

KerneL3-CacheTaktiGPU (RDNA2)SpeicherTDP
Ryzen 9 6980HX8 + SMT16 MByte3,3 bis 5,0 GHz12 CUs @ 2,4 GHz(LP)DDR5-4800/640045+ Watt
Ryzen 9 6980HS8 + SMT16 MByte3,3 bis 5,0 GHz12 CUs @ 2,4 GHz(LP)DDR5-4800/640035 Watt
Ryzen 9 6900HX8 + SMT16 MByte3,3 bis 4,9 GHz12 CUs @ 2,4 GHz(LP)DDR5-4800/640045+ Watt
Ryzen 9 6900HS8 + SMT16 MByte3,3 bis 4,9 GHz12 CUs @ 2,4 GHz(LP)DDR5-4800/640035 Watt
Ryzen 7 6800H8 + SMT16 MByte3,2 bis 4,7 GHz12 CUs @ 2,2 GHz(LP)DDR5-4800/640045 Watt
Ryzen 7 6800HS8 + SMT16 MByte3,2 bis 4,7 GHz 12 CUs @ 2,2 GHz(LP)DDR5-4800/640035 Watt
Ryzen 5 6600H6 + SMT16 MByte3,3 bis 4,5 GHz 6 CUs @ 1,9 GHz(LP)DDR5-4800/640045 Watt
Ryzen 5 6600HS6 + SMT16 MByte3,3 bis 4,5 GHz 6 CUs @ 1,9 GHz(LP)DDR5-4800/640035 Watt
Spezifikationen der Ryzen Mobile 6000H (Rembrandt)
KerneL3-CacheTaktiGPUSpeicherTDP
Ryzen 7 6800U8 + SMT16 MByte2,7 bis 4,7 GHzRDNA2 (12 CUs @ 2,2 GHz)(LP)DDR5-4800/640015-28 Watt
Ryzen 5 6600U6 + SMT16 MByte2,9 bis 4,5 GHzRDNA2 (6 CUs @ 1,9 GHz)(LP)DDR5-4800/640015-28 Watt
Ryzen 7 5825U *8 + SMT16 MByte2,0 bis 4,5 GHzVega8 @ 2,0 GHz(LP)DDR4-3200/426615 Watt
Ryzen 5 5625U *6 + SMT16 MByte2,3 bis 4,3 GHzVega7 @ 1,8 GHz(LP)DDR4-3200/426615 Watt
Ryzen 3 5425U *4 + SMT8 MByte2,7 bis 4,1 GHzVega6 @ 1,6 GHz(LP)DDR4-3200/426615 Watt
Spezifikationen der Ryzen Mobile 6000U (Rembrandt) *Cezanne Refresh alias Barcelo

iGPU-seitig findet der Wechsel von Vega- auf die RDNA2-Technik statt, auch als Navi 2x bezeichnet und bekannt durch die Radeon RX 6000. Bei Rembrandt weist die integrierte Grafikeinheit zwölf Compute-Units für 768 Shader-ALUs auf, dazu kommen vier Raster-Endstufen (ROPs). Der Vollausbau mit bis zu 2,4 GHz heißt Radeon RX 680, die halbierte Version mit bis zu 1,9 GHz wird als Radeon RX 660M vermarktet. Die GPUs können vier Bildschirme ansteuern, sie sind überdies Display-2.0-ready (UHBR10) via Alternate Mode von USB-C, was 4K120 oder 8K30 ermöglicht.

Zur weiteren Ausstattung von Rembrandt für Mobile gehören neben 20 PCIe-Gen4-Lanes, die wahlweise neben einer dedizierten Grafik auch NVMe- und Sata-SSDs anbinden, auch Interfaces für USB 4 mit 40 GBit/s samt eGPU-Support. An der Thunderbolt-Kompatibilität arbeitet AMD derzeit, mehr wollte der Hersteller nicht sagen. Neu ist ein DSP samt Realtek-AI-Software zur Unterdrückung von Störgeräuschen bei Video-Calls; diese Funktion muss aber von OEMs aktiviert werden. Hinzu kommt die Unterstützung für Bluetooth 5.2 und WiFi 6E, wofür weitere Chips notwendig sind.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


nohoschi 21. Feb 2022

Funktioniert bei Smartphones, Pads und TV-Boxen gut. Und die haben teilweise relativ viel...

JohnD 18. Feb 2022

Weiß jemand ob Thunderbolt 3 Docks mit den USB4 Ports von Rembrandt Notebooks kompatibel...

ms (Golem.de) 18. Feb 2022

DP 2.0 ready ;-)

ms (Golem.de) 17. Feb 2022

bald(TM) ... gab Shipping Probleme :-/



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prehistoric Planet
Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
Ein IMHO von Marc Sauter

Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
Artikel
  1. Star Wars: Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter
    Star Wars
    Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter

    EA hat offiziell den Nachfolger zu Star Wars Jedi Fallen Order angekündigt. Hauptfigur ist erneut Cal Kestis mit seinem Roboterkumpel BD-1.

  2. Fahrgastverband Pro Bahn: Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt
    Fahrgastverband Pro Bahn
    Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt

    Die Farbe der Züge ist entscheidend, was bei der Reiseplanung in der Deutsche-Bahn-App wenig nützt. Dafür laufen Fahrscheinkontrollen ins Leere.

  3. Retro Gaming: Wie man einen Emulator programmiert
    Retro Gaming
    Wie man einen Emulator programmiert

    Warum nicht mal selbst einen Emulator programmieren? Das ist lehrreich und macht Spaß - wenn er funktioniert. Wie es geht, zeigen wir am Gameboy.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 evtl. bestellbar • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Gigabyte RTX 3080 12GB günstig wie nie: 1.024€ • MSI Gaming-Monitor 32" 4K günstig wie nie: 999€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) [Werbung]
    •  /