AMD-Prozessoren: Ryzen-5-Hexacores und -Quadcores ab 11. April erhältlich

In einem Monat veröffentlicht AMD neue Ryzen-Chips, die weniger als 300 Euro kosten. Die beiden Sechskerner dürften ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, die zwei Vierkerner weisen eine interessante Konfiguration auf.

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AMD sieht den 1600X vor dem 7600K
AMD sieht den 1600X vor dem 7600K (Bild: AMD)

AMD hat einen konkreten Termin und weitere technische Details zu den Ryzen 5 genannten CPUs genannt: Die vier Modelle sollen ab dem 11. April 2017 im Handel erhältlich sein, entsprechende Listungen bei Großhändlern bestätigen diesen Plan. Die Familie umfasst zwei Sechskerner, den 1600X und den 1600, sowie zwei Vierkerner, den 1500X und den 1400. Die neuen Chips ergänzen die bisherigen Achtkerner wie den von uns getesteten Ryzen 7 1800X sowie den 1700X und 1700, sie sind aber deutlich günstiger im Preis.

KerneBasistakt / BoostXFR (2C)L3-CacheSpeicherTDPLaunch-Preis
Ryzen 7 1800X8 + SMT3,6 GHz / 4,0 GHz4,1 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt560 Euro
Ryzen 7 1700X8 + SMT3,4 GHz / 3,8 GHz3,9 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt440 Euro
Ryzen 7 17008 + SMT3,0 GHz / 3,7 GHz3,75 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt360 Euro
Ryzen 5 1600X6 + SMT3,6 GHz / 4,0 GHz4,1 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt280 Euro
Ryzen 5 16006 + SMT3,2 GHz / 3,6 GHz3,7 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt250 Euro
Ryzen 5 1500X4 + SMT3,5 GHz / 3,7 GHz3,9 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt210 Euro
Ryzen 5 14004 + SMT3,2 GHz / 3,4 GHz3,45 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt190 Euro
Ryzen 3 1300X43,4 GHz / 3,7 GHz3,9 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt135 Euro
Ryzen 3 120043,1 GHz / 3,4 GHz3,45 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt115 Euro
Spezifikationen von AMDs Ryzen 1000 (Summit Ridge)
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Die Ryzen 5 verfügen über Simultaneous Multithreading (SMT), können also 12 oder 8 Threads bearbeiten, und jedes Modell weist eine Extended Frequency Range (XFR) auf, um bei guter Kühlung den maximalen Boost-Takt um bis zu 200 MHz zu steigern. Damit XFR aktiv ist, muss die Temperatur unter 60 Grad Celsius liegen, was angesichts von 20 Grad Offset bei einigen Ryzen-Chips zugunsten der Mainboard-CPU-Lüftersteuerung meist der Fall sein dürfte. Alle Prozessoren sind freigeschaltet, können also dank offenem CPU- und RAM-Multiplikator leicht übertaktet werden.

  • Die Ryzen-5-Familie umfasst Hexa- und Quadcores (Bild: AMD)
  • Alle Zen-Technologien samt XFR sind vorhanden (Bild: AMD)
  • Die offenen Multi erleichtern das Übertakten (Bild: AMD)
  • Vier Modelle umfasst die R5-Serie vorerst (Bild: AMD)
  • AMD legt einigen Modellen einen Kühler bei (Bild: AMD)
  • Die Ryzen 3 erscheinen auch noch 2017 (Bild: AMD)
Die Ryzen-5-Familie umfasst Hexa- und Quadcores (Bild: AMD)

Interessant sind die unterschiedlichen Konfigurationen der Ryzen 5: Da alle auf einem Zeppelin-Die basieren, sind theoretisch zwei CCX (CPU Complex) mit je vier Kernen und 8 MByte L3-Cache vorhanden. Bei den Hexacores schaltet AMD einen Kern pro CCX ab, tastet den Zwischenpuffer aber nicht an. Wir nennen diese Konfiguration daher 3+3 statt 4+4 wie bei einem Ryzen 7 mit acht statt sechs Kernen, beide nutzen volle 16 MByte L3-Cache.

Der 1500X besteht aus zwei Clustern

Beim 1500X, dem schnelleren der beiden Quadcores, nutzt AMD eine 2+2-Konfiguration mit ebenfalls 16 MByte. Beim 1400 hingegen sind nur 8 MByte L3-Cache freigeschaltet, statt auf eine 4+0- setzt AMD aber auch auf eine 2+2-Konfiguration (mit deaktivierten L3-Blöcken). Das ist interessant, denn unsere Tests hatten ergeben, dass die Kommunikation zwischen den beiden CCX ein wenig Leistung kostet und der größere L3-Puffer das nicht auszugleichen vermag.

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Abgesehen vom 1600X mit 95 Watt TDP legt AMD den kleineren Ryzen 5 mit 65 Watt TDP einen CPU-Kühler bei: Der 1600 und der 1500X werden mit einem Wraith Spire ausgeliefert, der 1400 mit einem Wraith Stealth. Es handelt sich um verschraubte Modelle ohne LED-Beleuchtung.

AMD stellt den 1600X gegen Intels 7600K

Wir gehen davon aus, dass der 1600X dem 1800X in Spielen kaum nachsteht - bei stark parallelisierten Anwendungen hat der Achtkerner aber einen Vorteil. AMD positioniert den 1600X gegen Intels vierkernigen Core i5-7600K, der kostet 240 Euro. Passend zur Veröffentlichung der Ryzen 5 im April soll auch ein Update für Windows 10 erscheinen, was die Spieleleistung der Ryzen-Chips leicht steigern dürfte. Bei Multithreading sehen wir den 1600X vorn, in Games kommt es auf den Titel an - neuere profitieren von vielen Kernen.

Die in der Tabelle genannten Euro-Preise sind die US-Preise zuzüglich Mehrwertsteuer, also nicht zwingend final.

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HubertHans 20. Mär 2017

? Ich glaub du bist nicht richtig informiert.

Anonymer Nutzer 17. Mär 2017

So sollte ein Markt mit mehreren Anbietern auch sein. Natürlich wird und muss Intel...

Anonymer Nutzer 16. Mär 2017

Eben, der ZEN spielt vorne mit und das nichtmal unter optimierten UEFI und...

Anonymer Nutzer 16. Mär 2017

Bei mri W10 nur mit Kneifzange ;-)

HubertHans 16. Mär 2017

Korrekt. Und wir sehen das dann ueber Benchmarks. Da diese CPUs aber auf Grund im...



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