AMD-Prozessor: Excavator-Architektur unterstützt Intels AVX2-Befehle
Das GNU-Projekt hat die GNU Compiler Collection (GCC) mit einem Patch aktualisiert(öffnet im neuen Fenster), der eine grundlegende Unterstützung für den BDver4-Kern bereitstellt. Dahinter verbirgt sich die vierte Evolutionsstufe von AMDs Modularchitektur für Prozessoren, diese heißt Excavator. Der Quellcode der GCC listet, wie Planet3D Now aufzeigt(öffnet im neuen Fenster), bei den unterstützten Befehlssatzerweiterungen der BDver4-Architektur neben AVX2 auch noch MOVBE, BMI2 und RDRAND.
AVX2 (Advanced Vector Extensions) und BMI2 (Bit Manipulations Instructions) wurden von Intels Haswell eingeführt. AVX2 erlaubt 256 Bit breite Register und erweitert AVX, das nur Gleitkommaberechungen ermöglicht, um Integer-Befehle. BMI2 eignet sich für Bit-Manipulationen und damit beispielsweise für Kryptographie. MOVBE (Big Endian Move Instruction) stammt von Intels Atom ab, wird von Haswell unterstützt und vor allem im Embedded-Bereich eingesetzt, etwa bei Netzwerkapplikationen. RDRAND wurde mit Ivy Bridge eingeführt, zufällig generierte Zahlenkolonnen sollen für sichere Transaktionen im Internet sorgen.
Die erste Evolutionsstufe von AMDs Modularchitektur war Bulldozer, im Desktopsegment lautet der Codename für Prozessoren wie den FX-8150 Zambezi. Der Nachfolger Vishera nutzt die Piledriver-Technik, im Prinzip basieren Modelle wie der FX-8350 aber auf Bulldozer – jedoch in der Revision C0. Im Frühling 2014 erscheinen erste Prozessoren mit der Steamroller-Architektur, beispielsweise die Kaveri-APU mit GCN-Grafik für den Sockel FM2+. Die Serverversion nennt AMD Bald Eagle.
So wie Piledriver eine verbesserte Bulldozer-Architektur ist, dürfte Excavator auf Steamroller basieren. AMD benennt bisher nur eine "höhere Leistung" für die Technik. Erste Prozessoren mit der Excavator-Architektur sind unseren Informationen zufolge frühestens 2015 im Handel erhältlich.
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