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AMD: Microserver mit 256 Xeon-Kernen auf 10 Höheneinheiten

AMD hat nach der Übernahme von Seamicro den ersten neuen Micro-Server vorgestellt. Der SM10000-XE soll mit hoher Dichte an Rechenleistung und großer Netzwerkbandbreite Maßstäbe setzen.
/ Nico Ernst
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Links und rechts die Blades, in der Mitte die Ethernet-Karten (Bild: Seamicro)
Links und rechts die Blades, in der Mitte die Ethernet-Karten Bild: Seamicro

Noch hat AMD die Umstellung der Seamicro-Server auf Opterons nicht geschafft und bietet stattdessen den neuen SM10000-XE(öffnet im neuen Fenster) mit dem Xeon E3-1260L(öffnet im neuen Fenster) an. Die CPU mit nur 45 Watt TDP bringt vier Sandy-Bridge-Kerne mit. Auf den Blades, die AMD "Compute Card" nennt, kommt je einer der Xeons zum Einsatz, der mit bis zu 32 GByte ECC-RAM und einer Festplatte oder SSD im 2,5-Zoll-Format gekoppelt werden kann.

Bis zu 64 dieser Karten passen in das Gehäuse, das nur 10 Höheneinheiten belegt. Dadurch bleibt in einem Standardrack noch genügend Platz für ein Speichersubsystem, so dass sich ein autarkes System ohne großen Kabelaufwand erstellen lässt. Im Servergehäuse selbst sind noch 16 Anschlüsse für Ethernet mit 10 GBit/s (10GBE) oder 64-Gigabit-Ports untergebracht, die über einen Load-Balancer verschaltet sind. Gigabit-Ethernet und 10GBE lassen sich auch kombinieren.

Durch das proprietäre Fabric namens "Freedom" werden die Compute Cards und die Netzwerkschnittstellen so verbunden, dass sich laut einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) von AMD bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde pro Xeon-Core erreichen lassen. Damit empfiehlt sich der Microserver für sehr bandbreitenintensive Anwendungen. Die Zertifizierung von Citrix hat das System laut AMD bereits erhalten.

Im vollen Ausbau benötigt das System nur 3,5 Kilowatt elektrischer Leistung, was AMD als die halbe Leistungsaufnahme konkurrierender Systeme bezeichnet. Der Platz im Rack soll dabei nur ein Drittel von vergleichbaren Systemen belegen.

Der SM10000-XE soll sofort verfügbar sein, Preise nennt AMD nur auf konkrete Anfrage von Kunden. Noch im Jahr 2012 will das Unternehmen ähnliche Systeme auch mit Opterons anbieten.


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