AMD: Heftige Kritik bringt Verschlüsselung in Ryzen-CPUs zurück
Vor einer Woche(öffnet im neuen Fenster) schaltete AMD die TSME-Verschlüsselung für Ryzen-Prozessoren ab. Viele Kunden kritisierten dieses Verhalten und es kam zu vielen Diskussionen im Internet. Deshalb nimmt AMD die Entscheidung wieder zurück. CPUs für Endkunden werden auch in Zukunft TSME unterstützen, wie das Magazin Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Laut AMD soll die Funktion mittels Firmware-Update auf Client-CPUs wieder eingeschaltet werden. "Bei bestimmten Ryzen-9000-Desktop-Prozessoren (ohne Pro-Zusatz) war zuvor eine Bios-Option zur Aktivierung von Memory Guard verfügbar, wurde jedoch mit einem aktuellen Update entfernt", schreibt AMD in einer Info-Mail. "Aufgrund wertvoller Rückmeldungen aus der Community werden wir diese Option in einer kommenden Bios-Version im Juli wieder einführen."
TSME als sinnvolles Sicherheitsfeature
Die Kritiken aus der Kundschaft werfen AMD unter anderem vor, mit Absicht ein wichtiges Feature wie TSME bei Ryzen-Prozessoren zu entfernen, um die teureren Pro-Versionen der gleichen Chips besser zu vermarkten. AMD hat dies bisher allerdings nicht bestätigt. Generell äußerte sich das Unternehmen nicht dazu und nannte auch keinen Grund für die Änderung.
TSME ist eine Verschlüsselungstechnik, mit der Daten auf dem Arbeitsspeicher geschützt werden. Das passiert bereits vor dem Start des Betriebssystems und ist Teil der Firmware. Es ist also wesentlich schwieriger, zwischengespeicherte Daten von außen abzugreifen, was gerade im Enterprise-Umfeld wichtig sein kann.
Das kommt auf Kosten von etwas CPU-Leistung, weshalb einige Spieleentwickler etwa empfehlen, TSME abzuschalten. Allerdings ist es stets von Vorteil, Sicherheitsfeatures zumindest verfügbar zu haben.
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