Funktionsweise plus Monitore

Die von AMD Freesync genannte Technik bildet die Grundlage des vom Vesa-Gremium entwickelten Standards namens Adaptive Sync, der eine optionale Komponente des Displayports 1.2a ist. Wo die Hersteller für G-Sync ein proprietäres Modul verbauen müssen, das als Scaler-Einheit (Frequenzteiler) des Monitors dient, erfordert Freesync keine zusätzlichen Bauteile und ist kostenlos.

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Adaptive Sync arbeitet, wie es der Name bereits impliziert, variabel: Die Spezifikation ermöglicht eine Bildwiederholrate von 9 bis 240 Hz, die der Monitor dynamisch anlegen kann. Statt auf Frames von der Grafikkarte zu warten oder das vorherige Bild erneut darzustellen, gibt Adaptive Sync den Frame genau dann aus, wenn er eintrifft.

Die grundlegende Idee stammt aus dem Notebookmarkt, wo sie in Kombination mit dem Embedded-Displayport genutzt wird, um Energie zu sparen (Panel Self Refresh). Läuft ein Film mit 24 Bildern pro Sekunde, kann der Monitor mit konstant 48 statt 60 Hz arbeiten (Media Buffer Optimization).

Noch mäßige Monitor-Auswahl

Adaptive Sync für Displayport 1.2a erweitert die Idee um die dynamische Hz-Anpassung, alle Monitore mit einem entsprechenden Scaler beherrschen die Freesync-Technik. AMD arbeitet allerdings mit den Herstellern zusammen und zertifiziert Bildschirme mit einem Logo. Derzeit sind vier Monitore verfügbar, wir haben für unsere Tests den Acer XG270HU verwendet.

  • Überblick zu Freesync (Bild: AMD)
  • Ohne Vsync oder Freesync tritt Tearing auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Anders als G-Sync gibt Freesync die Bildrate nach oben hin frei. (Bild: AMD)
  • Mit Vsync stottert die Bildausgabe, zudem steigt die Eingabelatenz. (Bild: AMD)
  • Freesync gibt passt die Hz-Frequenz an die Framerate an. (Bild: AMD)
  • Bisher angekündigte Freesync-Monitore (Bild: AMD)
  • Acer XG270HU (Bild: AMD)
  • Benq XL2730Z (Bild: AMD)
  • LG 34UM67 (Bild: AMD)
  • LG 29UM67 (Bild: AMD)
  • Liste zu Freesyncs kompatiblen Grafikkarten, die HD 7790 fehlt in der Aufzählung. (Bild: AMD)
  • Freesync gegen Vsync (Bild: AMD)
  • Freesync ermöglicht Bildraten über das Hz-Limit hinaus, dann zeigt der Monitor aber Tearing. (Bild: AMD)
  • Freesync wird im CCC aktiviert. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein kleiner Hinweis zeigt, dass Freesync unterstützt wird. (Screenshot: Golem.de)
Acer XG270HU (Bild: AMD)
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Dieser nutzt ein sichtlich blickwinkelabhängiges TN-Panel mit einer maximalen Frequenz von 144 Hz. Minimal sind es 40 Hz - was aber nicht an Adaptive Sync, sondern am Scaler oder dem eingesetzten Panel liegt. Diese vergleichsweise hohe Untergrenze empfinden wir als schlecht gewählt, denn unterhalb von 40 Hz funktioniert Freesync nicht mehr, stattdessen greift Vsync mit all seinen Nachteilen. Nvidias G-Sync arbeitet bis minimal 30 Hz, möglicherweise erreichen kommende Freesync-Monitore eine ähnlich niedrige Frequenz.

Ohnehin erscheint uns das bisherige Display-Angebot suboptimal: Neben dem Acer ist noch Benqs XL2730Z verfügbar. Auch hier haben wir es mit einem TN-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixeln und 40 bis 144 Hz zu tun. Die beiden LG-Modelle wie der 34UM67 im Ultra-Widescreen-Format arbeiten zwar mit IPS-Technik, sind aber mit 48 bis 75 Hz stark eingeschränkt - schade.

  • Überblick zu Freesync (Bild: AMD)
  • Ohne Vsync oder Freesync tritt Tearing auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Anders als G-Sync gibt Freesync die Bildrate nach oben hin frei. (Bild: AMD)
  • Mit Vsync stottert die Bildausgabe, zudem steigt die Eingabelatenz. (Bild: AMD)
  • Freesync gibt passt die Hz-Frequenz an die Framerate an. (Bild: AMD)
  • Bisher angekündigte Freesync-Monitore (Bild: AMD)
  • Acer XG270HU (Bild: AMD)
  • Benq XL2730Z (Bild: AMD)
  • LG 34UM67 (Bild: AMD)
  • LG 29UM67 (Bild: AMD)
  • Liste zu Freesyncs kompatiblen Grafikkarten, die HD 7790 fehlt in der Aufzählung. (Bild: AMD)
  • Freesync gegen Vsync (Bild: AMD)
  • Freesync ermöglicht Bildraten über das Hz-Limit hinaus, dann zeigt der Monitor aber Tearing. (Bild: AMD)
  • Freesync wird im CCC aktiviert. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein kleiner Hinweis zeigt, dass Freesync unterstützt wird. (Screenshot: Golem.de)
Anders als G-Sync gibt Freesync die Bildrate nach oben hin frei. (Bild: AMD)

Ein interessanter Unterschied zwischen Freesync und mit G-Sync liegt bei der maximalen Bildrate: Bei Nvidias proprietärer Lösung stellt die Hz-Frequenz des Monitors das Limit dar, ein 144-Hz-Display zeigt nicht mehr als 144 fps an. AMDs Freesync überlässt dem Nutzer die Wahl: Entweder die Bildrate wird bei der maximalen Monitorfrequenz abgeregelt oder sie geht darüber hinaus bei geringer Eingabelatenz, der Nutzer sieht dann aber Tearing.

Unterstützung für Bonaire, Hawaii und Tonga

Was Freesync neben einem Adaptive-Sync-Monitor erfordert, ist eine aktuelle Radeon-Grafikkarte: In vollem Umfang unterstützen nur die Radeon R9 290(X), die Radeon R9 285, die Radeon R7 260(X) und die Radeon HD 7790 die Technik; die Radeon R9 295 X2 sowie Crossfire allgemein sollen später folgen. Die integrierten GPUs in den Kaveri-, Kabini- und Beema-Prozessoren sind ebenfalls zu Freesync kompatibel. Ältere Grafikkartenmodelle unterstützen die Technik nicht voll, sondern nur eine fixe Frequenz zum Filmegucken.

Ist eine kompatible Grafikkarte per (Mini-)Displayport mit einem Adaptive-Sync-Monitor verbunden, fehlt noch die passende Software.

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 AMD Freesync im Test: Kostenlos im gleichen TaktPraxis, Fazit und Ausblick 
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der_heinz 23. Mär 2015

Und mit welchem Panel? Bei einem nicht-TN wäre das wirklich mal ein Blick wert.

grmpf 23. Mär 2015

Naja... Zumindest die jetzt erhältlichen FreeSync Modelle sind aktuell $100-250...

TheMasterMaind 22. Mär 2015

Endlich mal einer der es kapiert! Ja, Tripple Buffering ist nicht gleich Tripple...

spyro2000 22. Mär 2015

Du kannst da wahrscheinlich gar nichts sehen. Die Kamera hatte eine feste Bildrate und...



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