AMD: Dell, HPE und Microsoft werden Epyc-CPUs in Server einsetzen

Den Opteron-Prozessor hat in den vergangenen Jahren kaum noch ein Hersteller eingesetzt, erst recht nicht im High-End-Segment für Server. Mit Epyc 7000 ändert sich das für AMD: Große wie kleine Produzenten für Serverhardware wollen Systeme mit AMD-Prozessoren verkaufen - auch im High-End-Segment.

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Erste Epyc-Systeme wurden bereits gezeigt.
Erste Epyc-Systeme wurden bereits gezeigt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

AMD kann bereits eine hohe Anzahl von Partnern vorweisen, die die kürzlich vorgestellten Epyc 7000 in ihren Servern einsetzen werden und die sogar konkrete Produkte angekündigt haben. Der Opteron war dagegen in den vergangenen Jahren selbst zu seiner erfolgreichen Zeit nur selten in Servern zu finden. Die erste Epyc-Generation (7xx1) wird indes Teil von High-End-Server-Familien.

  • Tyan zeigte ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mehrere Systeme für Epyc-CPUs. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch Asus war mit je einem 2-HE-System ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und einem 1-HE-System vertreten.(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Gigabyte versucht als Serverhersteller an Bedeutung zu gewinnen und zeigt einen Server für viele U.2-SSDs ... Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sowie einen GPU-Server. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wistron zeigte ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... einige spezielle Mainboards. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wistron präsentierte unter anderem auch Lösungen ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... für Systeme der halben Breite eines 19-Zoll-Racks. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die mit Abstand meisten Mainboards und Systeme ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... zeigte Supermicro. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zum einen für Dual-Sockel-Rackserver ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wie auch für Single-Sockel-Tower-Server. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Dell zeigte seinen Poweredge-Server mit Epyc. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Von AMD gibt es ein Design für Radeon Instincts (links) und von HPE den Cloudline-Server (rechts). (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Cloudline-Server bringt in einer Höheneinheit viele SSDs unter. Von der Front erreichbar sind diese allerdings nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Tyan zeigte ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
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Microsoft wird die Modelle in seinem Project Olympus einsetzen. Als Folge werden die Epyc-Systeme auch der Unterbau von Microsofts Azure Cloud. Geplant ist der Einsatz noch vor Ende 2017. Auch Software-Anbieter wie Dropbox und Baidu wollen in Zukunft Epyc-basierte Systeme für ihre Software nutzen. Interessanterweise ist auch der deutsche Webspace-Anbieter 1&1 Teil der ersten Partner. 1&1 ist indes kleiner als die anderen Rechenzentrumsbetreiber.

IOPS-lastiges Produkt von HPE

HPE kündigte zwei Produkte an: Mit wenigen Details wurde der Server Cloudline CL3150 vorgestellt. Es handelt sich um ein 1-Prozessor-System, das aber mit vorherigen Zwei-Sockel-Systemen vergleichbar sein soll. Notwendig ist für die Rack-Hardware eine 19-Zoll-Höheneinheit. Ausgestattet mit einem Epyc 7601 soll das System 9,1 Millionen IOPS bieten. Alte Systeme boten laut AMD und HPE nur 4,1 bis 7,1 Millionen IOPS. Zusätzlich will HPE auch seine Gen10-Serverplattform im Laufe des Jahres mit Epyc-Prozessoren anbieten.

Auch Dell EMC wird seine Server mit Epyc ausstatten. Geplant ist der Einsatz von Epyc-CPUs in der Poweredge-Serie, die Dell EMC jüngst mit Intels Skylake-SP neu ankündigte. Parallel wird es Varianten mit Epyc geben, die im zweiten Halbjahr 2017 auch als Poweredge 14G auf den Markt komen.

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Abseits der großen Serverhersteller sind auch Board-Hersteller und hierzulande eher wenigen Nutzern bekannte Marken mit dabei. Zu den bekannteren Partnern gehören Supermicro und Tyan. Letztere haben zahlreiche Komplettlösungen vorgestellt. Asus und Gigabyte werden komplette Server anbieten und auch Wistron ist dabei.

Die Designs sind offensichtlich größtenteils fertig. Was allerdings noch fehlt, ist die Serienfertigung - konkrete Daten nennt keiner. Im Business-Umfeld sind mehrere Monate nach der offiziellen Vorstellung eines Prozessors allerdings normal. Diesbezüglich sind die Hersteller anscheinend recht schnell mit dem Einsatz.

Die Anzahl der mitunter sehr namhaften Hardwarepartner lässt darauf schließen, dass die Epyc-Prozessoren von der Industrie gut angenommen werden. Intel schläft allerdings nicht und steht mit Skylake-SP kurz vor der Marktreife.

Offenlegung: AMD hat die Reisekosten nach Austin für Golem.de übernommen.

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