AMD, ARM, Open Source: Was wir uns in Zukunft vom Framework Laptop wünschen

Neue Modelle, AMD-Prozessoren und eine freie Firmware: Golem.de überlegt, in welche Richtung sich der Framework Laptop entwickeln könnte.

Ein IMHO von und veröffentlicht am
Der Framework Laptop könnte in Zukunft um viele Dinge erweitert werden.
Der Framework Laptop könnte in Zukunft um viele Dinge erweitert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de/Montage: Golem.de)

Das Jahr 2022 hat bereits zu Beginn eine schöne Überraschung für Tech-Enthusiasten parat: Der Framework Laptop ist ein echter Traum für Menschen, die ein modulares und reparierbares Notebook haben wollen. Auch Golem.de ist davon begeistert und freut sich darüber, wie durchdacht das Konzept des DIY-Laptops ist.

Inhalt:
  1. AMD, ARM, Open Source: Was wir uns in Zukunft vom Framework Laptop wünschen
  2. Punkt 4: Mehr Anschlussmodule für den Framework Laptop
  3. Punkt 8: AMD- und ARM-Prozessoren

Während des Tests sind uns einige Ideen gekommen, wie Framework das Gerät in Zukunft noch besser aufstellen könnte. Auch gibt es einige wenige Dinge, bei denen das Unternehmen sicher noch nachbessern kann und wird. Wer weiß, vielleicht wird manches ja bald umgesetzt. Das Geld dafür hat Framework jedenfalls, nachdem es von dem Investmentunternehmen Spark Capital 18 Millionen US-Dollar erhalten hat.

Punkt 1: Das Display

Der Framework Laptop hat ein für die meisten Umstände zufriedenstellendes Display. Es leuchtet mit knapp 350 cd/m² hell genug und kann durch das 3:2-Format auch den Trend zu mehr vertikaler Bildschirmfläche mitnehmen. In der Golem.de-Community und in der Redaktion gibt es allerdings vielfach den Wunsch nach einem entspiegelten Panel. Das bisher verbaute Glare-Display kann gerade in hellen Umgebungen und im Freien für störende Reflexionen sorgen.

Da sich der Bildschirm - wie alle anderen Komponenten - leicht ausbauen und wechseln lässt, könnten wir uns ein erweitertes Angebot an alternativen Displays im Framework Marketplace vorstellen. Darunter könnte ein mattes Panel oder alternativ ein 4K-OLED-Display sein. Selbst ein Bildschirm mit Touchscreen wäre theoretisch möglich, obwohl dazu noch passende Treiber entwickelt werden müssten.

Punkt 2: Modulares USB-C

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Bei allen reparierbaren und leicht abnehmbaren Komponenten ist es vor allem das Mainboard, das uns an einer Stelle etwas zu integriert ist. Die USB-C-Ports sind fest auf dem Board verlötet. Dabei sind gerade sie verschleißanfällig, vor allem wenn wir daran angesteckte Anschlussmodule oft wechseln.

Ausgerechnet Apple, ein Unternehmen, das nicht unbedingt für modulare Hardware bekannt ist, zeigt eine Lösung für dieses Problem. Der Konzern lagert die anfälligen USB-C-Buchsen des Macbook Pro auf kleine Controller-Platinen aus und verschraubt diese am Mainboard. Sie lassen sich so bei Bedarf leicht wechseln, was den Tausch eines ansonsten voll funktionsfähigen Mainboards überflüssig macht. Sicher kann Framework ein ähnliches System implementieren.

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Punkt 3: Mehr Akkulaufzeit

Als Notebook mit 13,5-Zoll-Display hat der Framework Laptop genug Platz für die meisten Komponenten, ohne dass sie sich gegenseitig überlappen und dadurch schwierig erreichbar sind. Der Vorteil ist, dass er einfach repariert werden kann, der Nachteil, dass der Akku vergleichsweise klein ausfällt. Das Golem.de-Testmuster kommt mit einem 55-Wattstunden-Akku und erreicht so eine Laufzeit von etwas weniger als 6 Stunden im PCMark10-Dauerlauf. Das sind bei weitem keine Bestleistungen.

  • Blick ins Innere (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Per App lassen sich Tutorials abrufen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Framework-Team verewigt sich auf der Portabdeckung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • QR-Codes helfen beim Zusammenbau. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Magnetische Halterungen sind Clips überlegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch eine Webcam mit physischer Verdeckung ist dabei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastaturschale ist sehr leicht abnehmbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sie ist nur mit einem Flachbandkabel gesteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • WLAN-Modul an der rechten Seite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das nennen wir Anschlussvielfalt! (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Module passen in dafür vorgesehene Slots. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sie führen direkt zu einer USB-C-Buchse am Mainboard. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Insgesamt vier Einschübe für Anschlüsse - zwei an jeder Seite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Netzteil wird extra verkauft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dünne Displayränder (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlussbuchsen sind im Prinzip USB-C-Adapter.
  • Anschlussmodule in großer Vielfalt - hier: HDMI (links), Micro-SD und USB-A (rechts). (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der passende Schraubendreher liegt bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät lässt sich schnell auseinanderbauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Module sind ebenfalls aufschraubbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das kleine Mainboard mit integrierten USB-C-Buchsen und Intel-SoC. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Trackpad und Tastatur sind geschraubt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Trackpad und Tastatur sind geschraubt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nach der Windows-Installation müssen Treiber geladen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Framework Laptop (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Blick ins Innere (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Gerade auf Reisen ist der Framework Laptop daher nicht immer die beste Wahl. Allerdings zeigt ein Blick in das Gehäuse eben, dass nicht viel Platz für einen größeren Akku ist. Mehr Laufzeit müsste also durch ein Redesign des Hardware-Layouts oder durch energieeffizientere Komponenten erreicht werden. Möglicherweise schafft Framework das in einer zukünftigen Variante des Framework Laptops - oder wenn das Unternehmen neue Mainboards mit bisher noch nicht veröffentlichten SoCs verkauft.

Eine Lösung für das Akku-Problem wäre, weitere Anschlussmodule zu verkaufen, etwa eine Mini-Powerbank.

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Punkt 4: Mehr Anschlussmodule für den Framework Laptop 
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Dakkaron 10. Feb 2022

Ich hab ein Fairphone 4. Hab es ein mal Spaßeshalber auseinander genommen und war ein...

xPandamon 09. Feb 2022

Dafür gibt es USB-Hubs

JE 05. Feb 2022

Woher hast du das mit der LAN Buchse? Ich kann auf frame.work nichts finden, das auf...

JE 05. Feb 2022

Genauso breit? Könnte man dann mit einem schräg eingesetzten Leser trotzdem mit dem Platz...



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