Amazons Alexa+ im Test: Damit hätte Captain Kirk die USS Enterprise nicht steuern können
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Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Amazon an einer Sprachsteuerung, die so zuverlässig und fehlerfrei funktionieren soll wie der Bordcomputer des fiktiven Raumschiffs USS Enterprise NCC-1701-A aus Star Trek. Mit Alexa+ macht Amazons Alexa einen großen Sprung nach vorn. Allerdings bringt die Integration generativer KI viele neue Probleme.
Wir haben Alexa+ auf Echo-Produkten von Amazon getestet. Derzeit befindet sich Alexa+ noch in einer Art öffentlichem Beta-Test, der bei Amazon Early Access heißt. Amazon nennt keinen Zeitplan, wann Alexa+ für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird. Anders als Alexa wird es Alexa+ nicht mehr kostenlos geben.
Was mit Alexa nie ging, ist mit Alexa+ möglich: Wir können uns mit dem digitalen Assistenten unterhalten und es fühlt sich an, als ob wir mit einem Menschen sprechen würden. In der Standardkonfiguration lauscht Alexa+ dabei nach der ersten Aktivierung einige Zeit immer weiter. Es muss also nicht immer erst das Aktivierungswort gesprochen werden.
Wenn das Nachlauschen von Alexa+ nervt
Eine vergleichbare Funktion gibt es schon lange bei Alexa und sie nennt sich Aufmerksamkeitsmodus. Wenn eine einzelne Person mit Alexa+ spricht, funktioniert das auch gut. Wenn dann nach ein paar Sekunden nichts mehr gesagt wird, lauschen Alexa und Alexa+ erst wieder nach der Aktivierung.
In einem Haushalt mit mehreren Personen nervt der Aufmerksamkeitsmodus bald. Denn alle Personen im Haushalt müssen immer ganz genau im Blick haben, ob Alexa+ nach einer Ansage noch aktiv ist – erst wenn es sich deaktiviert hat, dürfen sie wieder sprechen, wenn sie nicht wollen, dass Privates auf Amazons Servern landet. Gerade mit Kindern im Haushalt ist das kaum umsetzbar.
Alexa+ fehlt jegliche Intelligenz, selbst zu entscheiden, wann der Aufmerksamkeitsmodus sinnvoll ist. Wenn wir etwa einen Timer zum Eierkochen stellen, wollen wir danach nichts mehr mit der Maschine machen. Ähnliches gilt, wenn wir eine einzelne Erinnerung anlegen oder ein Produkt auf die Einkaufsliste setzen wollen. Generell fällt auf, dass Antworten von Alexa+ viel später kommen als bei Alexa. Statt einer direkten Antwort müssen wir meist mehrere Sekunden warten.
Dazu kommt ein weiteres Problem: Einer Alexa+ mit KI-Halluzinationen können wir nicht vertrauen.
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