Alexa+ im Test: Verfügbarkeit und Fazit
Im Rahmen des Early-Access-Programms ist Alexa+ kostenlos nutzbar und es wird auch kein Prime-Abo benötigt. Interessenten brauchen eine Einladung von Amazon(öffnet im neuen Fenster) oder müssen sich ein geeignetes Gerät kaufen. Sobald Alexa+ allgemein verfügbar sein wird, wird eine Preisstruktur gelten, die ein klares Ziel hat: mehr Prime-Abonnenten zu gewinnen.
Denn der reguläre Preis für Alexa+ beträgt monatlich 22,99 Euro. Zugleich wird Alexa+ Bestandteil des Prime-Abos, das monatlich 8,99 Euro kostet. Selbst Amazon konnte keinen Fall nennen, bei dem Kunden Alexa+ einzeln buchen und 14 Euro mehr zahlen, als wenn sie sich für das Prime-Abo entscheiden und dann noch weitere Vorteile erhalten.
Fazit
In gewisser Weise war Alexa noch nie so gut wie jetzt Alexa+. Unterhaltungen sind mit Amazons neuem digitalen Assistenten gut machbar, allerdings werden wir bei Wissensfragen für unseren Geschmack zu oft angelogen. Wer sich bei Alexa schon immer über die mangelhafte Sprachsteuerung beim Streamen von Musik geärgert hat, darf von Alexa+ keine Verbesserung erwarten.
In Haushalten mit mehreren Personen führt das Nachlauschen von Alexa+ schnell zu Frust und ist nicht für den Praxiseinsatz geeignet. Noch gibt es Alexa+ nur in einer Vorabversion, aber die bisherigen Fortschritte bei Alexa aus den vergangenen zehn Jahren lassen kaum erwarten, dass Amazon die vielen grundlegenden Nachteile von Alexa+ bald in den Griff bekommen wird.
Denn die Anforderungen der Kunden steigen, wenn für den Dienst ein monatliches Abo bezahlt werden muss, wo einige bei der kostenlosen Version von Alexa sicherlich ein Auge zugedrückt haben. Besonders ärgerlich dabei: Auch bei Alexa+-Abokunden macht Amazon alle verkauften Echo-Show-Geräte zu Werbetafeln.
Wenn Captain Kirk mit Alexa+ die USS Enterprise NCC-1701-A hätte steuern müssen, hätte das Raumschiff wohl nicht lange überlebt. Gesprochene Befehle versteht auch die KI-Version mit Alexa noch immer falsch. Und die Zuschauer hätten sicherlich schnell abgeschaltet, wenn Kirk Sprachbefehle etliche Male anpassen müsste, bis das gewünschte Ergebnis kommt.
Ingo Pakalski befasst sich seit der Markteinführung smarter Lautsprecher im Herbst 2016 in Deutschland mit digitalen Assistenten wie Alexa. Er hat die Entwicklung von Alexa, Google Assistant und Siri in den zurückliegenden zehn Jahren journalistisch begleitet und stets aufmerksam beobachtet.
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