Wir wollen von Alexa+ nicht angelogen werden
Alexa kann bereits gut lexikalische Wissensfragen beantworten, aber auf viele Fragen hören Kunden auch immer wieder, dass Alexa hier nicht weiter weiß. Das ist uns zwar beim Test mit Alexa+ nicht mehr passiert, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass die Ergebnisse damit besser ausfallen.
Immer wieder antwortete Alexa+ mit Falschangaben, weil Amazon das typische Halluzinieren von KIs nicht abstellen konnte. Daher können wir den Antworten von Alexa+ nicht mehr vertrauen. Uns ist das Verhalten von Alexa lieber, Fragen nicht zu beantworten, anstatt von Alexa+ belogen zu werden.
Seit Jahren sind wir mit der Alexa-Sprachsteuerung bei Musikstreamingabos unzufrieden (g+) und haben uns von Alexa+ eine gewaltige Verbesserung erhofft. Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd. Zu oft wird noch immer nicht das abgespielt, was wir hören wollen, wenn wir ein bestimmtes Lied oder Album anfordern.
Keine Verbesserungen bei der Musiknutzung
Sehr schwach: Falls Liedtitel und Albumname identisch sind, entscheidet weiterhin die Amazon-Software, was abgespielt wird. Sinnvoller wäre es, in einem solchen Fall nachzufragen, was der Kunde hören möchte. Für unfreiwillige Komik sorgten immer wieder die Antworten von Alexa+, wenn Liedtitel oder Künstler fälschlicherweise deutsch betont wurden.
Bei der Anfrage wurden die Suchanfragen englisch gesprochen, aber das ließ Alexa+ unbeeindruckt – ein Highlight: Michael Jacksons Lied über eine Nasszelle. Im Test passierte es auch immer wieder, dass eine Alexa+-Antwort mitten im Wort abgebrochen wurde. Es wirkte so, als ob die angeforderte Musik die Ansage unterbrach.
Seit fast zwei Jahren macht Amazon alle verkauften Echo-Show-Geräte zu Werbetafeln in den Wohnzimmern der Kunden. Bisher erhalten Käufer keinen Hinweis darauf, dass sie für ein werbefinanziertes Produkt bezahlen. Auch wer für Alexa+ monatlich zahlt, wird die Werbung weiterhin erhalten. Im Test sahen wir immer wieder entsprechende bildschirmfüllende Werbung.
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