Abo
  • IT-Karriere:

Amazon Prime Air: Amazon patentiert Lieferdrohne

Das Buch ins Café bekommen: Amazons Lieferdrohnen sollen laut einem Patentantrag künftig Kunden die Ware auch an deren aktuellen Standort bringen. Die Drohnen sollen sich zudem gegenseitig über alles Mögliche informieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Lieferdrohne für Amazon Prime Air: Relaisstationen wie beim Pony-Express
Lieferdrohne für Amazon Prime Air: Relaisstationen wie beim Pony-Express (Bild: Amazon)

Hier kommt Amazons Lieferdrohne: Der US-Internethändler Amazon hat für seinen Lieferdienst Prime Air ein eigenes unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) entwickelt. Das geht aus einem Patentantrag hervor, den das US-Patentamt (US Patent and Trademark Office, USPTO) dieser Tage veröffentlicht hat.

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. DIEBOLD NIXDORF, Ilmenau

Einer Zeichnung aus dem Patent zufolge will Amazon Octocopter ausliefern, also Fluggeräte mit acht Rotoren. Es soll die Lieferdrohnen aber in verschiedenen Größen geben - je nach Größe und Gewicht des auszuliefernden Pakets.

Drohnen kommunizieren miteinander

Die Drohnen können untereinander kommunizieren: Sie sollen sich gegenseitig über die Bedingungen in einem Liefergebiet austauschen, also etwa über das Wetter oder Hindernisse. So können andere UAVs, die dort unterwegs sind, in Echtzeit ihre Flugroute an die Gegebenheiten anpassen. Außerdem sollen sich die Lieferdrohnen gegenseitig darüber informieren, ob der Landeplatz sicher ist - und nicht etwa bissige Hunde herumstreunen oder Menschen unkontrolliert mit dem Gewehr herumfuchteln, um die Drohne aus der Luft zu holen.

Amazon plant aber nicht, Pakete einfach von Drohnen aus dem Lager zum Kunden zu liefern. Offensichtlich will das Unternehmen eine ganze Infrastruktur aufbauen, zu der auch Relaisstationen gehören. Diese können als Zwischenstationen dienen, wo Drohnen Pakete hinbringen, die dann von anderen Drohnen weitertransportiert werden. Außerdem können an den Relaisstationen leere Akkus der Drohnen geladen oder gegen volle ausgetauscht werden. Das erinnert ein wenig an das US-Postsystem aus dem 19. Jahrhundert, den Pony-Express.

Lieferung zum Standort des Kunden

Der Kunde soll in einem Webformular angeben, wohin er seine Ware geliefert bekommen möchte - nach Hause, ins Büro oder zu seinem aktuellen Standort. Für diese Option benötigt der Kunde ein mobiles Gerät, also ein Smartphone oder ein Tablet, das per GPS, über das WLAN oder Mobilfunknetz geortet wird. Lieferadresse kann aber auch eine Amazon-Paketstation, der Amazon Locker, sein. Oder vielleicht der Kofferraum des Autos.

Amazon hat den Drohnenlieferdienst Prime Air im Dezember 2013 angekündigt. Der Patentantrag wurde im September 2014 eingereicht. Zwei Monate später suchte Amazon per Stellenanzeige in Großbritannien Drohnenexperten, unter anderem für Testflüge.

FAA erlaubt kommerziellen Drohnenbetrieb mit Einschränkungen

Noch ist unklar, ob Prime Air Realität werden kann. Zwar hat die US-Luftaufsicht, die Federal Aviation Administration, Anfang des Jahres neue Regeln für den kommerziellen Betrieb von Drohnen erlassen, der davor weitgehend verboten war. Die Regeln verlangen jedoch, dass der Drohnenpilot stets Sichtkontakt zu seinem Fluggerät hält. Damit wäre der Lieferdienst nicht mehr machbar.

Allerdings hat die FAA gerade ein Testprogramm für Drohnenflüge ohne Sichtkontakt gestartet. Daran nimmt unter anderem der US-Fernsehsender CNN teil, der Kameradrohnen einsetzt, außerdem das Unternehmen Precisionhawk, das per Drohne landwirtschaftliche Daten sammelt, sowie das Eisenbahnunternehmen BNSF Railways, das aus der Luft sein Schienennetz überwacht. Amazon hat von der FAA auch schon die Genehmigung für Tests der Lieferdrohnen erhalten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,99€ (Release am 19. September)
  2. 245,90€ + Versand
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de
  4. 469,00€

DjDukes 30. Mai 2015

1. Ach und Google Street View, Urlaubsort Webcams und Überwachungskameras sind erlaubt...

DjDukes 30. Mai 2015

Ja, das wäre dann aber hohe Sachbeschädigung, außerdem weis Amazon ja dann wo du wohnst...

G4ME 11. Mai 2015

Ist es egal in welcher Reihenfolge man sie ließt?

muhzilla 10. Mai 2015

Jajaja und das hier ist ein gefährlicher Eingriff in den Verkehr, richtig? http://www...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem e.Go Life

Der e.Go Life ist ein elektrisch angetriebener Kleinwagen des neuen Aachener Automobilherstellers e.Go Mobile. Wir haben eine Probefahrt gemacht.

Probefahrt mit dem e.Go Life Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  2. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS
  3. Indiegames Stardew Valley kommt auf Android

Digitaler Knoten 4.0: Auto und Ampel im Austausch
Digitaler Knoten 4.0
Auto und Ampel im Austausch

Auf der Autobahn klappt das autonome Fahren schon recht gut. In der Stadt brauchen die Autos jedoch Unterstützung. In Braunschweig testet das DLR die Vernetzung von Autos und Infrastruktur, damit die autonom fahrenden Autos im fließenden Verkehr links abbiegen können.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. LTE-V2X vs. WLAN 802.11p Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
  2. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  3. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Elektromobilität: Wohin mit den vielen Akkus?
Elektromobilität
Wohin mit den vielen Akkus?

Akkus sind die wichtigste Komponente von Elektroautos. Doch auch, wenn sie für die Autos nicht mehr geeignet sind, sind sie kein Fall für den Schredder. Hersteller wie Audi testen Möglichkeiten, sie weiterzuverwenden.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Proterra Elektrobushersteller vermietet Akkus zur Absatzförderung
  2. Batterieherstellung Kampf um die Zelle
  3. US CPSC HP muss in den USA nochmals fast 80.000 Akkus zurückrufen

    •  /