Amazon: Weiterer chinesischer Hersteller verschwindet vom Marktplatz

Im Kampf gegen Rezensionsbetrug hat Amazon jüngst mehrere chinesische Hersteller verbannt. Jetzt ist mit Choetech ein weiterer verschwunden.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Amazon hat offenbar einen weiteren chinesischen Händler ausgesperrt.
Amazon hat offenbar einen weiteren chinesischen Händler ausgesperrt. (Bild: Ethan Miller via Getty Images)

Online-Händler Amazon hat dem Anschein nach den chinesischen Zubehörhersteller Choetech von seinem Marktplatz verbannt. Sämtliche Produkte des Unternehmens sind nicht mehr auffindbar, der Amazon-Shop des Herstellers ist leer. Es wäre der jüngste Fall in einer ganzen Reihe ähnlicher Sperrungen.

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler Embedded Systems - C++ / Linux (m/w/d)
    OTT Hydromet GmbH, Kempten
  2. (Senior) Consultant (m/w/d) Success Factors
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
Detailsuche

In den vergangenen Wochen hatte Amazon zunächst Produkte der Hersteller Aukey und Mpow aus dem Programm genommen und später auch Ravpower sowie zuletzt Taotronics und Vava verbannt. Grund für den Rauswurf war vermutlich in allen Fällen Rezensionsbetrug, bei dem die Hersteller Kunden unter anderem Gutscheine und Gratis-Artikel für positive Produktbewertungen in Aussicht stellten.

Ob Choetech tatsächlich aus den gleichen Gründen gehen musste, ist nicht bekannt. Weder Amazon noch der Hersteller haben diesen Schritt öffentlich kommentiert. Amazon hatte jedoch zuletzt mehrfach angekündigt, verstärkt und mit strengerer Hand gegen die Praxis der Fake-Bewertungen vorgehen zu wollen.

Choetech hat vor allem Elektronikzubehör verkauft

Ebenso wie die meisten anderen der verbannten Hersteller war Choetech auf Elektronikzubehör spezialisiert. Zum Sortiment gehörten unter anderem kabellose Ladegeräte, günstige Powerbanks, USB-Hubs sowie diverse Kabel und Halterungen für Smartphones und Laptops.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Amazon kämpft seit Jahren gegen das Geschäft mit gefälschten und erkauften Rezensionen. Das Anbieten von Belohnungen für eine positive Produktbewertung ist Händlern auf der Plattform bereits seit 2016 explizit untersagt. Dennoch machen vor allem chinesische Anbieter bis heute davon Gebrauch, um ihre Produkte in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.

Tolle Technik-Deals und viele weitere Schnäppchen

Abseits dieser Praktiken hat sich ein ganzes Netzwerk rund um den Handel mit Fake-Reviews entwickelt. Wie Amazon jüngst in einem Blog-Beitrag schrieb, habe sich das Geschäft zunehmend in soziale Netzwerke verlagert, wo im großen Stil zwischen Händlern und Rezensionsschreibern vermittelt wird. Der Online-Händler appelliert daher an die Betreiber der Plattformen, härter gegen derartiges Treiben vorzugehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Eheran 06. Jul 2021

Für die Tonne noch nicht, aber es raubt Aussagekraft.

treysis 06. Jul 2021

Dito. Und der eine Fall, wo das mal anders war, habe ich den Fall dann gemeldet. Das...

thecrew 06. Jul 2021

Tjo. Vielleicht hast du einfach nur höhere Ansprüche als viele andere? Ich meine, Amazon...

Harioki 06. Jul 2021

Ja, es gibt natürlich auch China-Produkte, deren Hersteller die Prüfvorschriften...

Standard 06. Jul 2021

Auch deutsche Hersteller "bezahlen" für gute Rezensionen bei Amazon. Ich bin mal gespannt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geekbench & GFXBench
Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
Artikel
  1. Thinkpad X1 Extreme Gen 4 im Test: Das beste Notebook in 16 Zoll kommt von Lenovo
    Thinkpad X1 Extreme Gen 4 im Test
    Das beste Notebook in 16 Zoll kommt von Lenovo

    Kaum ein Thinkpad hat ein besseres Panel verbaut als das X1 Extreme. Auch generell ist es ein sehr gutes Gerät - wenn Geld keine Rolle spielt.
    Ein Test von Oliver Nickel

  2. Microsoft: Windows 11 läuft auf uraltem Pentium 4
    Microsoft
    Windows 11 läuft auf uraltem Pentium 4

    Zwei logische Kerne und über 1 GHz: Der Pentium 4 hat alles, was Windows 11 benötigt - denn Secure Boot und TPM 2.0 lassen sich umgehen.

  3. Windows 11: User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück
    Windows 11
    User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück

    Windows 11 gruppiert Instanzen einer App zusammen und streicht die Möglichkeit, sie separat anzuzeigen. Das gefällt der Community gar nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 & Xbox Series X bestellbar • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • LG OLED48A19LA 756,29€ • Nur noch heute: GP Anniversary Sale • Amazon Music 3 Monate gratis • Saturn Gutscheinheft [Werbung]
    •  /